1. März 2017: Donbass erlangt die wirtschaftliche Unabhängigkeit von der Ukraine

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Original von Yuriy “yurasumy” Podolyaka veröffentlicht von Naspravdi; Übersetzungen von J.Hawk und E.Kieber

 

Endlich steht das, was vor zwei Jahren schon passieren hätte sollen, kurz vor der Tür. Die Führung der Republiken hat mit Wirkung zum 1. März die externe Regulierung über alle Unternehmen, die sich auf ihrem Territorium befinden, eingeführt.
Dieser Tag kann als erster Tag der echten Unabhängigkeit vom Kiewer Regime beschrieben werden. Das bemerkenswerte dabei ist, dass es Kiews eigene Handlungen sind, die sie dazu veranlassten, diesen Schritt zu machen …

Es gibt nichts zu befürchten

Denjenigen, die sagen, dass solche Handlungen zum wirtschaftlichen Zusammenbruch der Republiken führen, sollte man keinen Glauben schenken. Stattdessen sollte man angesichts der aktuellen Umstände viel mehr erkannt haben, das es Untätigkeit war, die einen Zusammenbruch und Massenarbeitslosigkeit ausgelöst hat.

Es gibt auch keinen Grund für Befürchtungen darüber, dass Donbass-Unternehmen von Rohstoff-Lieferungen und Märkten abgeschnitten werden. Es wird ausschließlich ein paar kleine Änderungen geben. z. B. werden ein paar bestimmte Arten von Kohle und Eisenerz die von der Ukraine über die Grenze geliefert wurden, in Zukunft von Russland geliefert. Oder das Produkte, die durch die Ukraine exportiert wurden – in Zukunft von Russland exportiert werden.

Was die Republiken bekommen

Was ist die größte Ursache für Korruption und Missbrauch einer Geschäftsstelle? Mangelnde Rechtsklarheit. Phantom ähnliche Unternehmen, die sich innerhalb der Grenzen eines Staates befinden, aber ausschließlich außerhalb dieser Grenzen wirtschaftlich tätig sind, solche Unternehmen dienen nicht, sondern fördern Korruption. Und das ist Fakt. Deshalb ist dieser große Schritt zur Beseitigung der Schattenwirtschaft der größte Gewinn für die Republiken. Diese wird zwar nicht über Nacht verschwinden, aber somit stark vermindert.

Man kann dadurch eine vielfältige Zunahme von Einnahmen in den Republiken erwarten. Die 36 Milliarden Hryvnya, die zum Staatshaushalt der Ukraine beigesteuert wurden, werden zum größten Teil zu Finanzbeiträgen für LPR- (Luhansk People’s Republic) und DPR (Donetsk People’s Republic) werden.

Werden auch gewöhnliche Bürger dadurch profitieren? Ja werden sie. Natürlich nicht im direkten Verhältnis zu den neuen Einnahmen, denn während die Einnahmen steigen werden, werden es auch die Ausgaben tun, und die russischen Budgetbeiträge werden sinken. Dennoch wird das Gefühl der Stabilität nicht nur dazu beitragen, aktive Industrien zu bewahren, sondern vielleicht sogar dazu, stillgelegte wieder neu zu beleben.

Bisher waren nur jene Unternehmen auf dem Donbass aktiv, die lokale Bedürfnisse oder die Bedürfnisse der Ukraine befriedigten. Mit der Eröffnung des russischen Marktes und angesichts der Anwesenheit billiger Arbeitskräfte (und billiger Energie) ist es sinnvoll, auch die Mottenkugeln anderer Unternehmen zu beseitigen und diese mit brandneuen auszustatten, wenn sie hohe Rendite versprechen.

Somit wird aus der Grauzone der Ukraine … Russlands Grauzone, die dem Donbass große Möglichkeiten eröffnet.

Was Russland bekommt

Russland bekommt auch viel. Zunächst wird die Korruption die “die Grenze des Erlaubten überschreitet” in diesen Gebieten nachlassen. Jede, sogar vorübergehende Integration vom Donbass in die russische Wirtschaft (lasst uns der Wahrheit ins Gesicht schauen, darum geht es hierbei) wird unter Einhaltung strenger russischer Normen dazu beitragen die Ordnung innerhalb der Republiken wieder herzustellen. Korruption war eines der Hauptprobleme der Republiken und damit auch das Imageproblem Russlands in den Augen der übrigen Bewohner der Ukraine, die auf den von Kiew kontrollierten Gebieten leben. Wir hoffen, dass wir in dieser Hinsicht Veränderungen sehen werden.

Es ist auch kein Geheimnis, dass 75 % des Budgets der Republiken (ohne die Militärausgaben, die zu 100 % von Russland abgedeckt sind) durch russische Subventionen finanziert werden, und diese Zahl beinhaltet noch keine Eigenmittel- und Energiesubventionen. 36 Milliarden Hryvnya oder 75 Milliarden Rubel werden nun teilweise zu einem Bestandteil russischen Budgets. Das sind Pennies im Vergleich zum russischen Staatshaushalt, aber immer noch besser als nichts.

Ein weiterer indirekter Pluspunkt ist das Wachstum der russischen Wirtschaft. So wie die Donbass-Wirtschaft für Groysmans “grüne Triebe” in der Ukraine verantwortlich war, wird sie nun zum russischen Buttoinlandsprodukt beitragen.

Was die Ukraine bekommt

Die Ukraine bekommt Präsidenten Poroschenko. Sie sagen den haben sie schon. Ja, aber jetzt wird die Ukraine noch mehr von ihm haben. Ja. Aufgrund des Verlustes von 36 Milliarden hryvnya im Jahr, aufgrund des Verlustes von 2 Milliarden US-Dollar von Einnahmen aus dem Ausland, aufgrund der starken Zunahme bedenklicher Importe – um zu ersetzen, was früher der Donbass produziert hat. Aber jetzt wird der Donbass nicht mehr auf die Ukraine angewiesen sein. Die Ukraine verdient unsere besten Wünsche. Mit solchen “Patrioten” braucht es keine Feinde. Noch ein paar Jahre und man kann noch einmal die Frage nach der Unabhängigkeit der Ukraine stellen, wie im Jahre 1991. Aber jetzt in die entgegengesetzte Richtung.

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