Syrien – Kriegsbericht vom 5. Februar 2018: Tigerkräfte befreien großes Areal in der Ost Ghouta von den Milizen

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5.Februar 2018, SouthFront
Am vergangenen Wochenende haben die Syrisch Arabische Armee, die Tigerkräfte, die 4. Panzerdivision und andere regierungsnahe Einheiten dem Widerstand militanter Gruppen dem in der Nähe von Damaskus gelegenen östlichen Teil der Ost Ghouta einen verheerenden Schlag versetzt.

Regierungskräfte haben al-Shaffoniya, Beit Nayem, al-Rayhanah, al-Muhammadiyah und andere Orte befreit und brachten sich über eine Entfernung von3,5 km innerhalb der von den Milizen gehaltenen Region in Stellung, wodurch diese in zwei Teile zerbrach.

Jaish al-Islam, Hayat Tahrir al-Sham (formerly Jabhat al-Nusra), Ahrar al-Sham und Faylaq al-Rahman waren nicht in der Lage sich dort eine effektiv zu verteidigen. Allerdings berichten den Milizen nahestehende Quellen, daß die SAA und ihre Verbündeten bedeutende Verluste erlitten haben – etwa 150 Gefallene. Diese Zahl ist nicht durch Fotos oder Videos bestätigt.

Am Montag haben Regierungskräfte weitere Fortschritte bei der Bekämpfung von Stellungen der Milizen in den Regionen Mersaba und Beit Sawa gemacht. Sollte die SAA sie befreien, werden die militanten Gruppen kaum Chancen haben irgendeinen Sieg in dem fortgesetzten Kampf davonzutragen.

Es kursieren Gerüchte, nach denen das 5. Angriffskorps und Liwa al-Quds* ebenfalls in Ost Ghouta stationiert worden sind, um die Offensive der SAA zu unterstützen.

Während der letzten Tage haben sich die Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus den Ortschaften Ramadiyah, Sheikh al-Hadid, Mistekan, Hajji Khalil, Rajo und anderen Siedlungen im Distrikt Afrin unter dem Druck der Türkischen Streitkräfte (TAF) und der Freien Syrischen Armee (FSA) zurückgezogen.

Am 4. März berichtete die kurdische Nachrichtenagentur (ANHA), daß die YPG 9 türkische Soldaten einer Sondereinheit im Bezirk Rajo getötet hatten. Am selben Tag hat der Generalstab der TAF verkündet, daß 2.688 so genannte Terroristen bei der Offensive in Afrin “neutralisiert” worden waren.

Die zeitlich begrenzte Präsenz regierungsnaher nationaler Verteidigungskräfte in Afrin hat ausgereicht, um den türkischen Vormarsch aufzuhalten.  Ein umfassendes Abkommen zwischen der YPG und Damaskus ist bisher noch nicht erreicht worden.

In West-Aleppo und Süd-Idlib, dauern die Kämpfe zwischen Hayat Tahrir al-Sham (HTS) und der Syrischen Befreiungsfront, einer Koalition aus Ahrar al-Sham and Nour al-Din al-Zenki, weiter an. Laut örtlichen Quellen, gewinnt die HTS in dieser ausweglosen Situation kontinuierlich die Oberhand.

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