Die Achse Des Widerstands In Der Offensive. Oder Doch Nicht?

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Eine Eskalation im Nahen Osten scheint unmittelbar bevorzustehen, aufgrund verschiedener Vorfälle, die sich im Laufe des des noch jungen Jahres bisher ereigneten.

Am 25. Februar wurde das in israelischem Besitz befindliche Fahrzeugtransportschiff „MV Helios Ray“  von einer schweren Explosion erschüttert, sank aber nicht. Laut dem Besitzer des Schiffes ist nicht bekannt, was die Helios Ray getroffen hatte, aber wahrscheinlich waren es “Raketen oder eine Mine, die auf dem Bug platziert war.” Es brauchte zwei Tage der Untersuchung, um zu einer ganz offensichtlichen Schlussfolgerung zu kommen – der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz sagte, dass der Iran den Angriff durchgeführt habe.

Das israelische Fernsehen berichtete, dass die Untersuchung ergab, dass die iranische Marine zwei Raketen auf das unter israelischer Flagge fahrende Schiff abgefeuert habe. Israelische Experten waren angeblich auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo das Schiff vor Anker lag. Vom Iran gibt es bisher weder eine Bestätigung noch ein Dementi, aber Israel nutzt diesen vermeintlichen Angriff bereits jetzt für eine mögliche Eskalation.

In den letzten Wochen hat Tel Aviv darauf gedrängt, einen militärischen Sicherheitspakt mit den Golfstaaten gegen Teheran zu schließen. Während seine Interessen im Golf von Oman ins Visier genommen werden, führt Israel weiterhin seine üblichen Aktivitäten gegenüber Syrien durch und reagierte sofort auf die vermeintliche iranische Aggression.

Am 28. Februar wurden die syrischen Luftverteidigungskräfte über Damaskus aktiviert, um einen israelischen Angriff abzuwehren, der von den israelisch besetzten Golanhöhen aus gestartet wurde. Die israelische Luftwaffe zielte vermutlich auf iranische Ziele, gab dazu aber keinen Kommentar ab.

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz sagte, Israel ergreife “fast wöchentlich” Maßnahmen, um eine iranische Festsetzung in Syrien zu verhindern. Allerdings sind dies nicht nur irgendwelche Aktionen, denn Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat – wieder einmal –  behauptet, dass Israel “dabei ist, den Krieg gegen den Iran” zu gewinnen.

Ein weiterer – wenn auch nicht formaler – israelischer Verbündeter, nämlich Saudi-Arabien, leidet derzeit ebenfalls unter der Achse des Widerstands.

Die jemenitischen Ansar Allah – die Houthis – gaben bekannt, dass ihre Luftwaffe am 28. Februar eine groß angelegte Operation im Königreich durchgeführt hat. Die Operation mit dem Namen “Deterrent Balance 5” zielte auf militärische Stellungen in Riad. Insgesamt, so ein Sprecher der Houthis, hätten eine ballistische Zulfiqar-Rakete, neun Samad-3-Flugkörper (“Loitering-Munitions”) und sechs Qasef-2K-Drohnen ein Netzwerk von saudischen Militärpositionen angegriffen. Dies war wahrscheinlich eine Reaktion auf die verstärkte Luftangriffsaktivitäten Saudi-Arabiens.

Bei einem Angriff durch Kampfflugzeuge am 28. Februar starben fünf Zivilisten, darunter eine Frau und ein Kind. Im Jemen gehen die Kämpfe vor Ort im Bezirk Marib weiter.

Marib-Stadt und der Staudamm sind derzeit nicht zu erreichen, und Saudi-Arabien führt immer mehr Luftangriffe und Verletzungen des Waffenstillstands von al-Hudaydah durch. In den Bergen Talaat al-Hamra, Hamajira und Balaq kommt es zu schweren Zusammenstößen zwischen der Ansar Allah und den von Saudi-Arabien angeführten Truppen, wobei die Houthis angeblich die Oberhand gewinnen.

Die Situation erreicht einen kritischen Punkt, da die Achse des Widerstands versucht, die USA, Israel und ihre anderen Verbündeten an allen Fronten zu bedrängen.

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