0 $
2,350 $
4,700 $
859 $
0

Die Vereinigten Staaten bereiten den Boden für eine Militärintervention in Venezuela

Donate

 

 

Die venezolanische Regierung scheint sich offen auf eine Militärinvasion der Vereinigten Staaten (VS) vorzubereiten

Am 10. Februar hat das Militär des Landes mit umfangreichen Militärmanövern begonnen, die bis zum 15. Februar andauern werden. Laut Präsident Nicolas Moduras, sollen die geplanten Manöver die größten in der 200-jährigen Geschichte des Landes werden.

Am selben Tag sind in der Umgebung von San Cristobal, nahe der kolumbianischen Grenze und eines der erwarteten Ziele der von den VS angeführten Koalition im Falle einer Invasion in Venezuela, zahlreiche Luftabwehrsysteme beobachtet worden, einschließlich solcher vom Typ Pechora-2M.

Am 7. Februar hat das israelische Satellitenunternehmen, ImageSat International, eine Satellitenaufnahme veröffentlicht, worauf angeblich die Aktivierung des vom venezolanischen Militär eingemotteten S-300VS-Luftabwehrsystems auf dem Luftwaffenstützpunkt Captain Manuel Rios am 4. Februar zu sehen ist.

Unabhängig hiervon hat Präsident Maduro die Ausgabe von 50.000 “Volksverteidigungsausrüstungen” angekündigt und versprochen, daß die VS, für den Fall einer Invasion, in ein südamerikanisches “Vietnam” erleben werden.

Die militärischen Vorbereitungen ereigneten sich während etlicher sicherheitstechnischer Entwicklungen. Im Januar haben die Behörden den flüchtigen Colonel Oswald Garcia festgenommen, nachdem dieser aus Kolumbien in das Land zurückgekehrt war. Am 7. Februar war er auf einem Video zu sehen, worin er sich zu seinen Verbindungen zur CIA und kolumbianischen Regierungsbeamten zum Sturz der Regierung-Maduro bekannte. Laut dem venezolanischen Verteidigungsminister, Jorge Rodrigez, war Palomo an Bestrebungen zum Anstacheln einer Meuterei unter Soldaten nahe der Hauptstadt zur Übernahme des Präsidentenpalasts beteiligt.

Am 5. Februar haben Behörden eine Lieferung von Waffen aus VS-Produktion beschlagnahmt, die auf einem Lagerplatz des Internationalen Flughafens, Arturo Michelena, in der Stadt Valencia entdeckt worden war. In dem Versteck befanden sich mindestens 19 Sturmgewehre und 118 Magazine, großkalibrige Munition sowie 90 Funkgeräte und sechs Mobiltelefone, die wahrscheinlich am 3. Februar von Miami, Florida, aus versandt worden sind.

Gleichzeitig steht Washington, laut Berichten, in sogenanntem direkten Kontakt mit Vertretern des venezolanischen Militärs sowie der Regierung, um sie von der Unterstützung eines Putschen zu überzeugen und dabei zu helfen den von den VS erklärten Interims-Präsidenten, Juan Guaido, an die Macht zu bringen. Diese Bemühungen waren zumindest teilweise erfolgreich.

Am 2. Februar ist der Luftwaffengeneral Yaniz angeblich zur Opposition übergelaufen. Er hat andere aufgefordert ihn bei der Unterstützung “der richtigen Seite” zu helfen. Am 9. Februar hat der Oberst, Ruben Paz Jimenez, der Opposition seine Unterstützung zugesagt. Unabhängig davon, sind zwei weitere Militärangehörige, Captitän Hector Luis Guevara Figueroa and der  Armeepilot Carlos Vásquez, übergelaufen und haben andere zur Nachahmung aufgefordert.

Eine weitere, aber ebenso wichtige Frront stellt die Medienlandschaft dar. VS-Präsident, Donald Trump, hat öffentlich erklärt, das er eine Militäroption inVenezuela nicht ausschließt. Nichtsdestotrotz benötigt Washington nach wie vor einen formellen Vorwand. Hierzu hat Außenminister Mike Pompeo in einem Interview mit FOX Business erklärt, das die Hisbollah und der Iran zunehmend an Einfluß in Venezuela gewinnt.

“Die Menschen nehmen die aktiven Zellen der Hisbollah-Zellennicht wahr – die Iraner beeinflussen beeinflussen die Menschen in Venezuela und in gesamt Südamerika. Wir haben die Pflicht Amerika diesem Risiko zu entziehen, wie wir dies in Südamerika und rund um den Erdball tun”, sagte Pompeo.

Wasjomgton behauptet, daß die Hisbollah, die als Terrorgruppe betrachtet wird, Lateinamerika seit Jahren als Basis für die Beschaffung von Geldmitteln nutzt. Sollte sich unglücklicherweise herausstellen, daß die Regierung-Maduro “enge Verbindungen” mit der Hisbollah unterhält, könnte dies zu einer hinreichenden und notwendigen Bedingung  werden, um eine Militärintervention auf den Weg zu bringen.

Ein weiterer Druckpunkt ist die von der Venezolanischen Regierung abgelehnte humanitäre Hilfe aus den VS.

Präsident Maduro hat diese Bestrebungen als “falsche humanitäre Hilfe” bezeichnet, die dazu dient das Land zu erniedrigen und einen “militärischen Angriff zu rechtfertigen”. Am 9. Februar hat Guaido betont, daß er nicht ausschließt eine militärische Intervention zu veranlassen, was immer auch der Begriff “veranlassen” für einen von Washington ernannten Staatschef bedeutet.

Bei all diesen öffentlichen Erklärungen und Anschuldigungen kann es sich das Weiße Haus Maduros Sieg in dieser andauernden Pattsituation zu tolerieren. Daher werden die VS den Druck auf politischen, wirtschaftlichen und verborgenen Ebenen erhöhen. Wenn sich diese Maßnahmen jedoch für einen Regierungssturz als untauglich erweise, könnte eine direktere Vorgehensweise, einschließlich einer Militärinvasion, zum Einsatz kommen.

Quelle: https://southfront.org/u-s-is-setting-ground-for-military-intervention-in-venezuela/

Alle Verweise wurden zusätzlich eingefügt.

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Donate

SouthFront

Do you like this content? Consider helping us!