Ende von ISIS rückt näher

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Ursprünglich erschienen bei Ein Parteibuch

Während die von den USA unterstützten Kräfte der YPG/SDF sich auf die Einnahme von Raqqa vorbereiten und die syrische Armee östlich von Palmyra weiter Gelände gegen ISIS gewinnt, hat die irakische Armee mit der Erstürmung von Falluja begonnen.

Die Terrorgruppe ISIS hat im Verlauf der letzten Monate zahlreiche wichtige Positionen und Städte verloren, so etwa den Tishreen-Damm, Shaddadi und Palmyra in Syrien und Ramadi, Hit und Ar-Rutbah im Irak. Gelingen die nun geplanten beziehungsweise schon begonnenen Offensiven gegen Raqqa, Richtung Deir Ezzor und Falluja, wovon über kurz oder lang auszugehen ist, bleibt ISIS nicht mehr viel mehr als die Kontrolle über die Millionenstadt Mossul und ein paar verstreute Kleinstädte und Dörfer, mit deren Fall dann auch bald zu rechnen ist.

Ein Blick auf die Karte zeigt, dass von dem einst von ISIS-Terroristen beherrschten Gebiet nach dem Abschluss der nun begonnenen und geplanten Offensiven nicht mehr viel übrig bleibt:

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Mit der Befreiung von Raqqa dürfte ISIS auch sämtliche Gebiete in der Provinz Aleppo verlieren, weil ISIS diese Gebiete ohne Raqqa nicht mehr in die Logistik einbinden kann. Weiterhin bedeutet der Vormarsch der syrischen Armee von Palmyra in Richtung Sukhnah und Deir Ezzor dann, dass dann sämtliche Gebiete nördlich und westlich dieser Linie für ISIS von Mossul aus unerreichbar werden. und mit der Befreiung von Falluja wird ISIS die letzte Terrorhochburg in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad verlieren.

Was ISIS dann noch bleibt, sind die Millionenstadt Mossul, das westlich davon gelegene Städtchen Tel Afar und die Tasche Hawija im Irak, eine Reihe von Kleinstädten und Dörfern vom syrischen Deir Ezzor entlang des Euphrat bis kurz vor der irakischen Stadt Haditha sowie etwas Wüstenland dazwischen. So lässt sich bereits jetzt absehen, dass die noch von ISIS beherrschten Kleinstädte und Dörfer dann nacheinander der Kontrolle von ISIS entrissen werden, bis nur noch Mossul übrig bleibt. Ohne Hinterland wird ISIS dann auch Mossul nicht mehr lange verteidigen können. Die Frage ist nicht, ob das passieren wird, sondern wann. Und weiterhin ist noch offen, ob die ISIS-Terroristen bis zum letzten Mann kämpfen werden, oder ob das ISIS-Terrorreich nach einer Reihe von Niederlagen plötzlich in sich zusammenfallen und zusammenbrechen wird, was heißen würde, dass die vollständige Niederlage von ISIS viel schneller käme als es gegenwärtig von vielen erwartet wird. Klar ist dabei auch, dass massenmörderische Bombenanschläge wie die heutigen an der syrischen Küste die anstehende vollständige Niederlage von ISIS nicht verhindern können, sondern im Gegenteil nur die Entschlossenheit stärken, diesen Terroristen möglichst schnell und gründlich den Garaus zu machen.

Was demnächst zunehmend mehr in den Blick kommen wird, wird hingegen die Frage sein, welche geopolitische Kraft sich da durchsetzen wird, wo bislang noch ISIS herrscht. So wie es dabei gegenwärtig aussieht, dürften die USA dabei dominante Kraft hinter den Kurden bleiben, während Iran und Russland die starken Kräfte hinter der syrischen und irakischen Armee bleiben und die wahhabitischen Terrorstaaten Türkei und Saudi Arabien leer ausgehen.

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