Exklusiv: Über Krieg und Frieden

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Von Galima Galiullina, Ph.D
Übersetzt von wunderhaft

Ich glaube an die Weisheit der Menschen in Rußland, ich glaube an ihre Entschlossenheit ihr Land vor dem rasenden Versagern des Kolonialistenpacks zu bewahren. Seid stark, seid stolz und seid unbestechlich! Die normalen Menschen der ganzen Welt hoffen auf Euch.

 

28. März 2018, Veterans Today
Heute will ich mich, dieser extrem gefährlichen Situation angemessen, kurz fassen. Bei dem Gedanken, wie verschiedene Ereignisse der vergangenen Tage in Zeit und Raum konvergieren (zusammenlaufen, sich einander nähern), wage ich anzunehmen, daß es sich bei dem folgenden Drehbuch um die libysche Version handelt. Jedoch komme ich zu einen völlig anderen Ergebnis.

Am 18. März 2011 war ich bei einer “Show”, anders ist kaum zu erklären, worum es sich gehandelt hat, die von Studenten und Professoren der  George Washington University im District of Columbia organisiert worden war. Dort hat der Botschafter Libyens bei den Vereinigten Staaten (VS) die Schrecken des blutigen libyschen Regimes beschrieben und an den Westen appelliert, das syrische Volk von dem blutrünstigen Diktator zu befreien.

Der Botschafter (der gefordert hat sein eigenes Volk zu bombardieren) der als erster Redner eine  kurze Ansprache gehalten hat, verabschiedete sich schnell mit der Begründung, daß er wegen eines Treffens mit Präsident Obama in Eile sei. Die beiden anderen Verräter waren extrem emotional, und beschrieben das Leiden des Libyschen Volkes. Die versammelten Intellektuellen hörten zu, und ich sah weder Empörung noch Zweifel in ihren Gesichtern.

Am folgenden Tag begann der Angriff der vereinigten Koalitionsstreitkräfte auf Libyen. Der Weltgemeinschaft wurde erzählt, daß die Operation zum Schutz der friedlichen Bevölkerung Libyens  von dem blutrünstigen Regime durchgeführt werde. Das blühende Libyen, damals der wohlhabendste Staat auf dem afrikanischen Kontinent und heute ein gescheiterter Staat, in dem 4 Millionen bewaffnete Männer mit Kalaschnikows herumliefen, um nach Nahrungsmitteln für ihre Familien zu suchen.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Antwort Rußlands auf die Ereignisse jener Zeit vom 29. März 2011 aus Wikipedia:

“In London wurde eine internationale Konferenz zu Libyen eröffnet, an der über 40 Außenminister und Leiter von regionalen Schlüsselorganisationen teilgenommen haben. Hauptsächlich sind dies Repräsentanten der Länder die derzeit Stellungen der libyschen Armee mit Raketen und Bomben angreifen. Muammar Gaddafi war nicht zu dem Treffen geladen, hat jedoch einen Brief an die Konferenzteilnehmer geschickt und gefordert den “barbarischen Angriff” der Koalitionsstreitkräfte zu beenden”[231]. Auf Initiative Frankreichs wurde auf dem Treffen der Konferenz die Frage nach der Gründung einer internationalen Kontaktgruppe als Gremium zur Erarbeitung koordinierter politischer Entscheidungen über Libyen und seine Befugnisse erörtert, während die NATO die “gemeinsamen Aktionen der Alliierten” in Libyen planen und unterstützen wird” [232]. Der Vertreter Rußlands ist nicht zu der Konferenz eingeladen worden, was, laut Analysten, absichtlich geschehen ist, um Rußland und speziell Wladimir Putin für seine ablehnende Haltung hinsichtlich der Intervention eine Lektion zu erteilen.

Der russische Ministerpräsident, Wladimir Putin, hat im udmurtischen Wotkinsk während eines Gesprächs mit Arbeitern der dortigen Wasserkraftwerks die Intervention in Libyen und die diesbezügliche Position der VS verurteilt. Er sagte: “Diese Resolution des Sicherheitsrates ist zweifellos ein Fehler. … Sie macht schlagartig klar, daß es jedem erlaubt ist jede nur erdenkliche Maßnahme gegen einen souveränen Staat zu ergreifen … Und überhaupt erinnert sie mich an den Aufruf zu einem mittelalterlichen Kreuzzug.” Auch bezeichnete er die VS-Strategie der Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten als einen stabilen Trend, bei dem es “keinerlei Gewissen oder Logik” gebe und bezog sich auf die Bombardierung von Belgrad durch Clinton und die durch Bush-Senior und George W. Bush im Irak und in Afghanistan [218] [219]. Ein Sprecher von Wladimir Putin, Dimitri Peskow*, sagte, daß Putins Putins Beurteilung der Situation der Lage rund um Libyen seine persönliche Meinung gewesen sei [220].
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Dimitri Medwedew, der russische Präsident, kommentierte Putins Erklärung, und nannte dessen Äußerungen über den Kreuzzug illegitim, da diese “tatsächlich zu einem Konflikt der Kulturen führen”. Auch hob Medwedew hervor, daß er selbst die Resolution des VN-Sicherheitsrats nicht für falsch hält und sagte: “Alles, was in Libyen geschieht, ist mit dem üblen Benehmen verbunden, daß die libysche Führung an den Tag gelegt und mit den Verbrechen, die sie an ihrem eigenen Volk begangen hat, das sollte nicht vergessen werden und alles Übrige sind Konsequenzen daraus” [221]

Dann haben sich die Ereignisse rasant und auf blutige Weise entwickelt, und Zivilisten, die zu retten NATO-Truppen entsendet worden waren, sind durch Bomben- und Raketenhagel ermordet worden, und Hillary Clinton konnte ihre Blutrünstigkeit mit einem animalischen Grinsen stillen, als sie die Ermordung Muammar Gaddafis live im Fernsehen beobachtet hat. Die Zuschauer, welche dieselben Szenen auf ihren Bildschirmen zu Hause gesehen haben, waren auch zufrieden –der Tyrann wurde getötet, und das libysche Volk ist frei.

Erträumen sich westliche Politiker dasselbe Ende für Putin? Bestimmt! Sie haben so viel Wut und Ärger gegen diesen “Diktator” aufgestaut, der das russische Volk gemeinsam mit ein paar befreundeten Oligarchen unterdrückt, daß sie bereit sind, den Russen dabei zu helfen, dieses blutrünstige Regime loszuwerden und die Demokratie nach Rußland zurückzubringen. Gebt uns ein Zeichen, ruft uns um Hilfe.

Und was erleben wir gerade?

London kommt mit unbegründeten Vorwürfen daher, daß der Kreml Skripal und seine Tochter ermordet haben soll. Syrien deckt eine weitere Provokation auf, die von den Koalitionstruppen vorbereitet worden ist, um Zivilisten mit Chemiewaffen zu vergiften. Putin gewinnt die Wahlen mit solch niederschmetterndem und unzweifelhaftem Vorsprung, daß all die Arbeit der fünften Kolonne in Rußland lächerlich und sinnlos erscheint.

Um im freien Fall nicht überholt zu werden, hat sich die westliche Koalition noch am selben Tag für die Ausweisung von 150 Diplomaten entschieden, anstatt Rußland zu kondolieren und den Tod von 64 Menschen – darunter 41 Kinder – bei einem Brand in einem sibirischen Einkaufszentrum zu bedauern.

Die Eitelkeit der fünften Kolonne schmilzt dahin wie im Frühling die Schneedecke in ganz Rußland, was die westlichen Provokateure die Investitionen in ihre fehlgeschlagenen Versuche zur Destabilisierung Rußlands hinterfragen läßt. Die eineinhalb Prozent der Stimmen, welche die Liberalen bei den Wahlen im März bekommen haben, sind ein Abbild für den unabwendbaren Tod der liberalen Ideale in Rußland.

All die jahrelangen Bemühungen von Think Tanks, Universitätslabors und westlichen Medien-Gurus, Putin als den Chef-Dämonen des Bösen, den Diktator und Gestalter eines blutrünstigen Regimes darzustellen, haben die Russen nicht beeindruckt. Insgesamt haben ihn all diese Anstrengungen unterstützt und Putin gegen die Pfeile aus allen möglichen Richtungen unverwundbar gemacht.

Unglücklicherweise scheinen die Angriffe auf Putin durch seine Gegner innerhalb Rußlands und im Westen zuzunehmen. Um die Tragödie in Sibirien auszunutzen, wiederholen Oppositionsmedien von alternativen Medien aufgestellten Behauptungen, nach denen Putin die Verantwortung für dieses Desaster trägt. Dieser Behauptung nach hat die allen geschäftlichen Bereichen und Regierungsebenen innewohnende Korruption unweigerlich zu einer solchen Katastrophe führen müssen. Andererseits, übernehmen die Russen nun die Verantwortung zur Korruptionsbekämpfung auf lokaler Ebene, da ihnen jetzt klar geworden ist, welch verheerenden persönlichen Folgen die Nichtbeachtung von Bauvorschriften und Brandschutzmaßnahmen haben kann.

In welcher Weise gedenkt der Westen also seine, durch die unersättliche Gier der Eliten verursachte, innere Krise, die ideologische Krise der Puppenspieler zu überstehen? Der Westen fährt damit fort Chaos zu kreieren und auf diesem Chaos und Leid der Weltbevölkerung ein Paradies auf Erden für sich selbst zu schaffen. Welche Zukunft erwartet die schmutzigen Massen, die sich mehr und mehr wie gehütete Schafe fühlen? Die Antwort ist einfach: Krieg bedeutet für die westlichen Eliten schlicht das, was er ihnen schon immer bedeutet hat – mehr für sich selbst, und achtet nicht auf die Schlagzeilen.

Zur selben Zeit beginnen jedoch selbst die wahnsinnigsten aus dem Kriegschor des Westens bei dem Gedanken, daß Putin es ernst meinen könnte, nervös zu zittern. Was, wenn er tatsächlich im Besitz von Waffen ist, die nicht nur ihre luxuriösen Villen in Kalifornien in die Luft fliegen lassen, sonder sie selbst in ihren Bunkern und Schutzräumen gemeinsam mit ihren Hunden, Mätressen und Kindern bei lebendigem Leib rösten können?

Das rührt daher: Nur ein Verrückter würde Rußland direkt angreifen. Aber Rußland von innen heraus zu spalten, einen Aufstand im Innern zu befördern und es in eine führerlose Meute zu verwandeln – könnte die von ihnen angestrebte Lösung sein.

Die russische Gesellschaft dermaßen zu erzürnen, daß sie das Land selbst zerstört, ist ein feuchter Traum der Neanderthaler des Westens, die sich so sehr wünschen den zerfetzten Körper des gestürzten Diktators im Fernsehen zu betrachten – das ist wonach sie sich sehnen!

Und all diese “schlafenden” Agenten träumen von dem vielen Geld, das ihnen wieder aus den großzügigen Händen ihrer westlichen Wohltäter zufließen wird. Um das zu tun, muß man es nur versuchen, und hierfür ist es nötig die Trauer von Müttern und Vätern in Zorn und Rage zu verwandeln. Das ist, was wir derzeit in Rußland sehen.

Ich glaube an die Weisheit der Menschen in Rußland, ich glaube an ihre Entschlossenheit ihr Land vor den rasenden Versagern des Kolonialistenpacks zu bewahren. Seid stark, seid stolz und seid unbestechlich! Die normalen Menschen der ganzen Welt hoffen auf Euch.

Washington, USA

Galima Galiullina, PhD
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Galima Galiullina, Ph,D, ist eine in Washington beheimatete Schriftstellerin, Philosophin,
Filmemacherin und Expertin für russische Zeitgeschichte und das
nach-sowjetische Rußland.

Quelle: https://www.veteranstoday.com/2018/03/28/exclusive-about-war-and-peace/

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