Gericht in Österreich beschuldigt Flüchtling, 20 verwundete und unbewaffnete syrische Soldaten exekutiert zu haben

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Ein syrischer Flüchtling wurde in Österreich wegen Morde an 20 unbewaffneten und verwundeten Soldaten während des syrischen Krieges verhaftet.

SM

Mitglieder der freien syrischen Armee, unter dem Namen der Farouq Brigaden (Foto: Reuters / Shaam News Network)

Ein 27-jähriger syrischer Flüchtling befindet sich in der Stadt Innsbruck, im Bundesland Tirol in Haft da er angeblich mindestens 20 unbewaffnete und verletzte Soldaten, während des syrischen Bürgerkrieges ermordet hat. Berichtete die Kronen Zeitung. Der Prozess hat am Mittwoch begonnen, wurde aber wegen gesundheitlicher Probleme des Verdächtigen verschoben. Der Prozess wird voraussichtlich am 28. März wieder aufgenommen.

“Der Angeklagte wird nicht wegen seiner Beteiligung an Kampfhandlungen verfolgt und auch nicht, weil er Mitglied einer Terror-Organisation war”, zitierte die Zeitung die Worte des Staatsanwalts. “Er wird beschuldigt, unbewaffnete und verwundete feindliche Soldaten exekutiert zu haben.”

Laut dem Bericht, hat der Angeklagte die Verbrechen die er zwischen 2013 und 2014 begangen hatte zunächst gestanden, aber dann widerrief er seine Geständnisse wieder. Wie ein Zeuge berichtete, war der Verdächtige von ihm in Syrien als Kämpfer gesehen worden. Vermutlich war der verhaftete Flüchtling Mitglied der Farouq Brigaden, die ein Teil der freien syrischen Armee und in den Provinzen Aleppo und Homs tätig sind.

Der Angeklagte wurde im Juni 2016 zusammen mit zwei irakischen Flüchtlingen verhaftet, nachdem er einem anderen Migranten in einem Flüchtlingszentrum von den Morden an den syrischen Soldaten in der Stadt Homs und dem nahe gelegenen Dorf Al-Khalidiyah erzählt hatte. Die irakischen Flüchtlinge, von denen einer angeblich auch Morde begangen hat, wurden beschuldigt, Mitglieder von Terrororganisationen zu sein.

Die Behörden sagten, dass der Syrer im Jahr 2015 mit anderen Flüchtlingen über die Balkanroute nach Österreich gekommen sei, der Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter, forderte die volle “Härte des Gesetzes” für die Flüchtlinge.

“Wir werden nicht zulassen, dass Terroristen in unser Land kommen und unsere Sicherheit gefährden”, betonte Platter.

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