Größter Selbstmordanschlag in der Geschichte Malis: Dutzende Tote und Verletzte

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Die terroristische Gruppe Organisation al-Qaida des Islamischen Maghreb (AQMI) führte am Mittwoch in Mali einen terroristischen Angriff auf ein Militärlager der französischen Spezialeinheiten und afrikanischen Einheiten der UN-Mission durch.

Foto: AFP 2017 / Issouf Sanogo

Foto: AFP 2017 / Issouf Sanogo

Am Mittwoch fand auf dem Areal eines Militärlagers in der Stadt Gao im östlichen Mali eine mächtige Explosion (nach einer anderen Version mehrere Explosionen) statt, wo das Kontingent der französischen Spezialeinheiten und afrikanischen Einheiten der UN-Mission stationiert sind. Nach offiziellen Angaben wurde das Militärlager von einer Gruppe von Selbstmordattentätern mit Sprengkörpern angegriffen, die an ihren Gürteln befestigt waren und einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug.

Verschiedene Quellen liefern sehr unterschiedliche Informationen über die Zahl der Opfer des massiven Angriffs. Malische Medien berichten, unter Berufung auf örtliche medizinische Quellen, dass etwa 50-70 Personen getötet und über 100 weitere verwundet worden. Zur gleichen Zeit berichtete der Sprecher der Streitkräfte Malis, Diarran Kon, von 42 getöteten, fünf Selbstmordattentätern, welche sich selbst in die Luft sprengten, sowie 115 verletzten. Es ist nicht bekannt, wie viele Soldaten sich unter den getöteten befinden, noch ob sich unter ihnen auch Franzosen befinden. In jedem Fall ist der Terroranschlag schon jetzt der größte in der Geschichte des Landes.

Wie berichtet wird, bekannt sich die terroristische Gruppe Organisation al-Qaida des Islamischen Maghreb (AQIM) zu dem Anschlag. Laut der Erklärung der AQIM, welche im Internet veröffentlicht wurde, wurde das Lager vom Selbstmordattentäter Abdul Hadi Al-Fulani vom Bataillon Al-Mourabitoun, das von dem berüchtigten Rädelsführer Mokhtar Belmokhtar geleitet wird, durchgeführt, und führte dazu, dass 80 Soldaten getötet worden. Laut der Erklärung der terroristischen Gruppe wurde das Militärlager von nur einem einzigen Kämpfer mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug angegriffen, währen offizielle Quellen über fünf Terroristen berichten.

Eine interessante Tatsache ist, dass Al-Fulani bereits in einer Erklärung von AQIM auftaucht, die nach dem Terroranschlag in Gao vom 29. November 2016 veröffentlicht wurde. Zu dieser Zeit sprengte er sich angeblich mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug am Flughafen von Gao in die Luft, wobei ein russischer Hubschrauber beschädigt wurde. Entweder war der Terrorist dem tot entkommen (was unwahrscheinlich ist), oder es gibt einen weiteren Al-Fulani oder AQIM flunkert.

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