Ist eine weitere Explosion des Pulverfasses auf dem Balkan geplant?

Donate

Von Ian Greenhalgh
Übersetzt von wunderhaft

 

Photo: kp.ru

 

31. März 2018, Veterans Today
[Anmerkung des Herausgebers: Der Balkan ist seit langem das Pulverfaß Europas, insbesondere seit dem Jahr 1914, als die Ermordung von Franz Ferdinand in Sarajevo zum Funken für den bis dahin schrecklichsten Krieg geworden ist. Serbien ist eine slawische, christlich-orthodoxe Nation, die heute genauso eng mit Rußland verbundenen ist, wie vor hundert Jahren. Das Kosovo ist, geschichtlich betrachtet, serbisches Territorium und umfaßt zahlreiche, für die Serben kulturell kolossal bedeutsame Orte, weshalb die kosovarische Unabhängigkeit in Serbien ein brandgefährliches Thema ist. Dies bedeutet, daß das Kosovo der wahrscheinliche Unruheherd für ein Wiederaufflammen der Kriege ist, welche die Region in den 1990er Jahren und am Anfang dieses Jahrhunderts heimgesucht haben.

Die EU hat sich in den vergangenen Jahren sehr darum bemüht Serbien näher an sich heranzuziehen, und es gibt Bestrebungen für einen NATO-Beitritt des Landes. Ich glaube, daß der Grund für diese Schritte darin besteht Rußland, als Teil des andauernden Angriffs auf Rußland durch den Westen, von seinem balkanischen Verbündeten zu trennen.

Die kosovarischen Moslems werden vom Westen unterstützt, was bedeutet, daß sie reif für Manipulationen durch den Westen und Israel sind und es ein Leichtes wäre sie zu einem Angriff auf die kosovarischen Serbe anzustiften, ein Schritt, der unweigerlich zu einer serbischen Intervention führen würde. Zahlreiche Serben sind bereits der Meinung, daß die Angriffe auf Kosovo-Serben im Auftrag der westlichen Mäzene des Kosovos begangen worden sind.

Dieses Szenario birgt das Potential für eine schnelle Eskalation zu einem größeren Krieg, in dem Rußland und China Serbien unterstützen würden, wenn es zu einem militärischen Angriff des Westens auf Serbien unter dem Vorwand der Verteidigung der Kosovaren käme. Es ist also leicht verständlich, daß der Balkan ein Pulverfass bleibt, das auf seine Zündung wartet. Ian]

Am 26. März ist eine friedliche Versammlung von Serben im kosovarischen Mitrovica* von Militanten angegriffen worden, wobei Dutzende Serben schrecklich verprügelt worden sind. Der Chef des Regierungsbüros für das Kosovo und Metochien, Marko Djuric, ist gewaltsam verhaftet worden. Später wurde er aus dem Territorium des Kosovos und Metochiens abgeschoben.

Dieser gewalttätige Angriff kosovarischer Separatisten sollte der letzte Sargnagel für ein “rechtsverbindliches Abkommen zwischen Belgrad und Pristina” gewesen sein. Zu hoffen bleibt, daß die früheren Märchen über die Aussöhnung von Serben und Albanern auf Serbiens Weg in die EU ebenfalls mit diesem Sarg begraben wird. Solche Illusionen, an denen die Serben in den vergangenen Monaten festgehalten haben, sind von der harten Balkan-Politik der VS und der EU zerstört worden.

Auch ist höchste Zeit eine weitere berüchtigte, Brüsseler Abkommen vom 19. April 2013* genannte, Vereinbarung zu kündigen, mit der die VS und die EU Serbien ein Ultimatum gesetzt haben, welches die Überwachung des Friedensprozesse dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (VN) entzogen und der Europäischen Union übertragen hat. Moskau hat dieser Entscheidung nach ständigen Wiederholungen des wohl bekannten politischen Mantras, “Russen können nicht serbischer sein als Serben”, zugestimmt. Zu diesem Zeitpunkt war sich Rußland noch nicht darüber im Klaren, daß eine solche “Bereinigung der Kosovo-Frage” den Weg für expansionistische Bestrebungen des Westens in der Ukraine ebnen würde. Schließlich begann der Euromaidan im November 2013 in Kiew.

Was versteckt sich also hinter dem “rechtsverbindlichen Abkommen” über die Unabhängigkeit des Kosovos? Es liegt auf der Hand, daß die nächsten Aufgaben des Westens in Sanktionen gegen Rußland und dem Beginn von Beitrittsverhandlungen der NATO mit Serbien bestehen. Abgesehen davon, wird Serbien einer Reihe von europäischen Standards bezüglich der Gender-Gesetze und der Rechte der LGBT-Minderheiten annehmen müssen. Die ersten beiden werden zu einem Zusammenbruch der staatlichen Souveränität Serbiens führen, während die letzten beiden die Grundlagen der serbischen Gesellschaft zerstören werden.

Ganz offensichtlich ist die übereilte serbisch-albanische Versöhnung, inmitten der Ultimaten der VS und der EU, eine Illusion und eine gefährliche Falle für Serbien und die Balkanstaaten.

Was mögen die weiteren Schritte und Richtlinien bei der Abwicklung des Kosovos sein?

Am Anfang steht der Übergang von defensiver zu offensiver Diplomatie. Während der letzten fünf Jahre hat ist deutlich geworden, daß Brüssel nicht in der Lage ist den Abwicklungsprozeß des Kosovos unvoreingenommen zu verwalten. Es werden neue Formate entstehen. Serbien hat gute Chancen von defensiven diplomatischen Strategien zu einer offensiven Diplomatie überzugehen. Um dies zu erreichen, wird Serbien die Pflege von Illusionen über eine “europäische Integration” aufgeben und Ressourcen seiner strategischen Teilhaber und Verbündeten, allen voran die Rußlands, Chinas und anderer Länder, die das Kosovo nicht anerkennen, in Anspruch nehmen müssen.

Der zweite Schritt lautet: “Wenn Du Frieden willst, bereite den Krieg vor.” Die Separatisten im Kosovo sollten begreifen, daß sämtliche widerrechtliche Handlungen und Provokationen gegen die serbische Bevölkerung in der Region zu einem unvermeidlich vernichtenden Schlag durch Serbien führen werden. Weder die VS noch andere westliche Gönner werden Kosovaren, die blutige Verbrechen an Kosovo-Serben begehen, retten. Die Goldene Regel unvermeidbarer Vergeltungsmaßnahmen hat sich bei der Vernichtung von Terroristengruppen durch Rußland in Syrien als wirksam erwiesen. Sie ist ein Grundstein der Politik Israels. Eine militärisch-technologische Kooperation zwischen Rußland und Serbien ist eine gute Grundlage für diese Politik. Wir schreiben heute nicht mehr das Jahr 1999 und Hochpräzision-, Funkwellen- sowie andere Waffen werden Serbien zu ganz anderen Bedingungen geliefert. Nichtsdestotrotz bleiben der politische Wille und die Entschlossenheit der serbischen Führung, welche die Integrität des Landes sichern und  wirkliche Sicherheitsgarantien für das serbischen Volk schaffen, die vorrangigen Faktoren in dieser Angelegenheit.

MIlica Jurivic. Photo von ihrem persönlichen Konto im sozialen Netzwerk

Serbien ist jahrelang dem Dialog mit Pristina verpflichtet gewesen und hat zumeist zum Schaden seiner eigenen nationalen und staatlichen Interessen gehandelt. Belgrad hat innerhalb von 5 Jahren alle Bedingungen des Brüsseler Abkommens erfüllt, während der selbsternannte kosovarische Pseudo-Staat nicht einmal einer einzigen Verpflichtung, sprich der Einrichtung einer Gemeinschaft serbischer Kommunen im Kosovo, nachgekommen ist. Das hat Milica Jurjevic, Mitglied der Zavetnici, EADaily gegenüber erklärt. Trotz aller Zugeständnisse Serbiens, haben die Separatisten im Kosovo gezeigt, daß sie weder Vereinbarungen treffen noch Zugeständnisse machen wollen, sagte sie.

Jurjevic hat daran erinnert, daß Belgrad innerhalb der letzten Monate ständigem Druck ausgesetzt gewesen ist. Sie versuchen Serbien das rechtsverbindliche Abkommen mit Pristina unterzeichnen zu lassen, die so genannte Unabhängigkeit des Kosovo formell und offiziell anzuerkennen und dessen VN-Beitritt anzuerkennen. Albanien droht weiterhin mit der Intervention in Nordkosovo und Metochien, wo die überwältigende Bevölkerungsmehrheit aus Serben besteht. Es handelt sich um ein strategisch wichtiges Gebiet, sagte die serbische Politikerin. Laut Junjevuc, ist der Mord an einem der Vertreter der Kosovo-Serben, Oliver Ivanovic (am 16. Januar 2018), dazu benutzt worden dieses Gebiet für instabil zu erklären und es unter die Kontrolle des Pseudo-Staates zu stellen.

“Der gestrige Terroranschlag im kosovarischen Mitrovica wurde von der Regierung in Pristina durchgeführt und von ihren westlichen Gönnern orchestriert. Das Ziel bestand darin die Serben in die Ecke zu treiben und sie zu zwingen Konzessionen zu machen. Die haben Gewalt angewendet, um den Eindruck zu erwecken, daß sie das gesamte Gebiet nördlich und südlich des Flusses Ibar* kontrollieren”, sagte Milica Jurjevic.

Die Politikerin stellte die rhetorische Frage: “Wie können sie über eine Verlängerung der Gespräche mit den Separatisten unter der Schirmherrschaft Brüssels reden, wenn der Kopf der serbischen Delegation öffentlich in den Straßen von Pristina angegriffen worden ist?”

“Augenscheinlich hat die Europäische Union ihre Autorität verloren und ist als legitimer Mediator in künftigen Verhandlungen ungeeignet. Bei der Überlegung, daß die VS sowohl direkt als auch indirekt an der Abwicklung des Kosovo partizipieren, ist möglicherweise ein neues Format, welches die Rußland in die Gespräche einbezieht –  seine Juristen, Diplomaten und geopolitische Experten – der einzige Ausweg”, sagte sie.

Die Politikerin glaubt, daß Serbien der Bildung einer so genannten Armee des Kosovo vorbeugen muß. Die UN-Resolution 1244 über das Kosovo erwähnt keine solche ´Armee´, und wenn sie aufgebaut werdeb würde, würde sie zu einer legalen Terrorgruppe auf dem Gebiet des Südserbiens werden, sagte Milica Jurjevic. “Viele waren der Meinung, daß der politische Prozeß im Kosovo abgeschlossen sei, jedoch denke ich, daß alles gerade erst begonnen hat”, sagte sie abschließend.

Wie EADaily berichtete, ist Marko Djuric am 26. März von Militanten einer Einheit der ROSU* im Verwaltungsbezirk Mitrovica festgenommen und dann nach Pristina transportiert und anschließend aus dem Kosovo ausgewiesen worden. Nach dem Vorfall haben Mitglieder der serbischen Partei, List, im ´Parlament´ au dem separatistischen Territorium entschieden, die durch Pristina kontrollierten Machtinstitutionen zu verlassen und selbst eine serbische Verwaltungsgemeinschaft zu errichten. Unter den Brüsseler Abkommen, müssen die Kosovo-Serben sich in einer Gemeinschaft vereinen, was von den separatistischen Behörden fünf Jahre lang heftig abgelehnt worden ist.

*******

Jan Greenhalgh ist Fotograf und Historiker mit einem besonderem Interesse an Militärgeschichte und den tatsächlichen Gründen von Konflikten.

Sein Studium der Geschichte und der Medienwirtschaft haben ihm einen tiefe Einblicke in den Gebrauch der Massenmedien beim Erzeugen von Konflikten in der Moderne ermöglicht.

Seine bevorzugten Studiengebiete umfassen staatlich finanzierten Terrorismus, von Medien hergestellte Realität und die Rolle von Geheimdiensten bei der Manipulation der Bevölkerung und der Wahrnehmungvon Ereignissen.

Quelle: https://www.veteranstoday.com/2018/03/31/balkans-tinderbox-set-to-re-ignite/

Die mit einem * gekennzeichneten Links wurden zusätzlich eingefügt.

Ähnlicher Beitrag:

Donate

Do you like this content? Consider helping us!

  • Canthama

    Peto, outstanding analysis, first class indeed. Your reading of the situation in Lattakia and Aleppo is remarkable, it has being proved you were right on and on. Congrats.

  • AvanStrike

    This is excellent! hope the SAA can keep this up and eventually take Idlib.

  • Gabriel Martin

    Thanks Peto for your analysis and South Front. Happy to see SF grow so much since it first started.

  • Janjak Desalin

    interesting analysis; excellent operational post-mortem analysis. however, your projections might not be quite so well contextualized. are you certain that the way to Jisr al Shughour is through Latakia, and that the way there and then on to Idlib is actually clear before the FSA artillery positions in the Jabal al Zawyah range that control the al Ghab plain approaches to those locations have been neutralized?

    a relief map of the region illustrates, clearly, that the al Ghab plain is the most direct route to Jisr al Shughour having the least natural obstacles. nevertheless, the Loyalist forces have not, yet, attempted to advanced towards Jisr al Shughour along this axis. my analysis is that the Latakia and subsequent west-Idlib campaigns will be conducted as distinct objectives. that is, once Rabi’ah falls, the Latakia campaign will move generally to the southeast through Kinnsibba to Sirmaniyah to mop-up the province. i expect not only a distinct strategy in the Idlib campaign, but also a different operational grouping to be used to achieve its objectives; after retaking Latakia Province, the 103rd Brigade and its comrade units deserve an extended stand-down.

    regarding the west-Idlib campaign, i anticipate that this will commence with a coordinated and concerted air assault against the above-mentioned FSA artillery positions in the Jabal al Zawyah range. once those have been neutralized, Loyalist forces can advance along the al Ghab plain and its connected valleys, first to Jisr al Shughour, then to Ariha, to Idlib, and, eventually, to Aleppo.

    the map below shows a 15 km range about firing positions from heights just southwest of Sirmaniyah, in Loyalist-held territory, and northeast of Allej and southwest of Al Bara, in FSA held territory. plot these locations, here: https://www.freemaptools.com/radius-around-point.htm#settings, yourselves, in the terrain map mode to get an idea of the realities on the ground

    ok, where’s my map?

  • Janjak Desalin

    Map?

    • seaside12000

      The SAA did try to advance to Jisr al Shughour along the al Ghab plain. If my memory serves me right, they advanced and took territory and were beaten back couple times.

      • Janjak Desalin

        well, you are quite correct; what i meant was that they haven’t attempted to advance to Jisr al Shughour in the al Ghab plain in the context of the present northern-Latakia offensive. the primary impediment to their previous advance in the al Ghab plain was the Jabal al Zawiyah artillery positions that i mentioned.

        but, to re-state, you are quite correct; “the SAA did try to advance to Jisr al Shughour along the al Ghab plain. … , they advanced and took territory and were beaten back couple times.”

        • ffiioo

          for such advancment the best unit is Tiger Forces of GB Suheil Hassan, who is curentley deployed on advancing towards al bab.

  • Mauro Costa Assis

    Mapa: Dias decisivos da batalha por Latakia

    Escrito por Peto Lucem exclusivamente para SouthFront

    Nos últimos dias, o Exército Árabe Sírio, (SAA, na sigla em inglês) alcançou consideráveis ganhos de territórios na área central que esteve completamente em mãos de insurgentes, localizada na região da “Montanha dos Curdos” (Jabal al-Akrād) próxima da fronteira turca, no Governorado de Latakia. Nos últimos três dias a insurgência muito se beneficiara das rotas de suprimento que partem da fronteira turca e também do terreno acidentado e coberto de árvores. Essa região tem importância vital para os dois lados em guerra por causa da proximidade com a cidade de Latakia e outros centros urbanos próximos da costa mediterrânea. A fronteira sírio-turca foi área proibida para as forças do governo sírio por muito tempo. Agora, isso mudou.

    Como se esperava, a queda da mais importante fortaleza dos insurgentes de Salma teve severo impacto negativo na capacidade de defesa da insurgência. Em 20 de janeiro, o Exército Árabe Sírio libertou a vila de Ateera e áreas circundantes, que os insurgentes haviam tentado recapturar sem sucesso, no dia anterior. As forças do governo sírio empurraram os insurgentes para fora da vila de al-Kabeir e tiraram de sobre as forças legalistas a pressão que sofria a vila de Bayt Ablaq. O avanço mais importante aconteceu na área operacional sul, próxima da estratégica rodovia M4, que leva às cidades de Jisr al Shughour e Idlib.

    Nesta área, o Exército Árabe Sírio assumiu o controle das vilas de Ayn al Hawr, Ghunaymiyah e Khab al Jawz. A libertação de Khab al Jawz é um enorme ganho estratégico, semelhante à da libertação de Salma, poucos dias antes. Com a retomada de Khab al Jawz e dos cruzamentos estratégicos próximos, o Exército Sírio Árabe começou o avanço para o bastião dos insurgentes no norte, Rabi’ah. Os defensores deste ponto vital já enfrentavam dificuldades para conter as forças do exército sírio ativas na região norte. Agora, terão de cobrir também as duas principais rodovias que seguem para o sul, para Khab al Jawz. Mas os insurgentes já pareciam sufocados no lento avanço do exército próximo da rodovia M4. Não conseguiram deslocar tropas para essa área. Assim, não puderam fixar uma nova linha de defesa no prazo necessário para impedir o avanço de forças legalistas na direção de Rabi’ah. Apenas um dia depois de o Exército Árabe Sírio ter capturado os cruzamentos de Khab al Jawz, capturou também a vila de Baradun e a barragem de Baradun, próxima da cidade. No norte, o exército legalista empurrou as forças insurgentes para fora da área de Jaqruran, o que pôs pressão adicional sobre os que defendiam Rabi’ah. Em 22 de janeiro, as forças insurgentes, exaustas, mostravam sinais crescentes de desorganização e fadiga. Não conseguiram conter as forças legalistas sírias que receberam acurado apoio aéreo da Força Aérea Russa e da Força Aérea Síria.

    Durante este decisivo dia, o Exército Árabe Sírio lançou um ataque em grande escala. Ao mesmo tempo, os insurgentes sustentavam um bolsão entre as vilas de Baradun e ad-Durrah. O exército alcançou ganhos significativos e capturou uma cadeia de vilas, dentre as quais a importante cidade de al-Rayhaniyyah, ao sul de Rabi’ah. Em 23 de janeiro, as forças insurgentes desabaram completamente. As forças do governo também ganharam o controle sobre novas áreas e aldeias, tais como al-Malik, Tanahiyah e Al Huwlah.

    Até agora, a insurreição foi incapaz de reverter os sucessos recentes do governo de forma adequada. Parece que teriam confiado em alguns pontos fortes próximos de áreas da linha de frente, quando as forças pró-governo sírio lançaram sua ofensiva em larga escala em outubro passado. Tão logo caíram aqueles pontos fortes – como Salma –, os insurgentes sentiram que não conseguiriam conter os avanços legalistas.

    O fato óbvio de não se servirem da estratégia de defesa em profundidade comprovou-se fatal. Essa situação provavelmente levara ao declínio acelerado dos recursos das milícias e do número de combatentes. Se Rabi’ah cai, muito provavelmente provocará retirada em grande escala na direção de Jisrt al Shughour. Ali os insurgentes tentarão provavelmente fazer uma última base, no ponto mais estreito entre a área de Ayn al Hawr e a fronteira turca. Se essa tentativa falhar, a via para Jisr al Shughour estará escancarada para o Exército Árabe Sírio. A posição estratégica dos insurgentes provavelmente se agravará ainda mais, pelo fato de o Exército Árabe Sírio ter liberado milhares de soldados, quando, recentemente encurtou a linha de frente no Governorado de Latakia. Em outubro, a linha de frente tinha comprimento total de aproximadamente 35 milhas (pouco mais de 56 km). No momento em que começar, provavelmente, o avanço sobre Jisr al Shughour, o Exército Árabe Sírio terá de cobrir aproximadamente 10 milhas (cerca de 10km) no caso de manter as posições atuais na planície al-Ghab. Embora o Exército Árabe Sírio provavelmente vá dispor de uma pequena parte de sua força ofensiva total na fronteira turca, mesmo assim vem em ofensiva poderosa, para capturar Jisr al Shughour e até Idlib.