Jemen – Kriegsbericht vom 19. Juni: Die Schlacht um Al-Hudaida kann zu einem Wendepunkt im Jemen-Krieg werden

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Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition und ihre Stellvertreter setzen ihre Militäroperation zur Eroberung der im Westen Jemens gelegenen Hafenstadt Al-Hudaida von den Huthis fort.

Dieser Vorstoß begann am 13. Juni, nach einer Reihe fehlgeschlagener Versuche der Koalitionsstreitkräfte entlang des jemenitischen Westküste in die Stadt einzudringen. Über 25.000 von der Koalition unterstütze Kämpfer und wenigstens 1.500 Soldaten der Vereinigten Arabischen Emirate, unterstützt von einer großen Anzahl an Militärgerät, einschließlich Kampfpanzern und der saudischen Luftwaffe sowie saudischen Sondereinheiten, nehmen an der Operation teil.

Laut der französischen Tageszeitung Le Figaro, operieren französische Spezialeinheiten an der Seite der Truppen der Vereinigten Arabischen Emirate.

Das Ziel der ersten Phase der Operation ist es die Stadt vom Rest der von den Huthis gehaltenen Region zu isolieren. Auch hat die Koalition die Stadt  mit einer Seeblockade belegt. Jedoch ist ihre Landungsoperation vom 13. Juni fehlgeschlagen, weil die Huthis diese mit dem Beschuß durch Seezielflugkörper beantwortet haben.

Am Boden sind die koalitionsgeführten Streitkräfte auf den Flughafen von al-Hudaiah vorgerückt und haben die Kontrolle über einen Großteil davon übernommen. Jedoch befinden sich einige Positionen des Flughafens immer noch in den Händen der Huthis.

Auch haben die koalitionsgeführten Streitkräfte, bei dem Versuch die Stadt auf dem Flügel zu umgehen, die Umgebung von Al-Matahen, östlich von Hudaidah eingenommen. Dieser Vorstoß ist ist nur dank massiver Luft- und Artillerieangriffen auf Stellungen der Huthis in den betreffenden Regionen gelungen. Ein weiterer Faktor ist, daß die Stadt von flachem Gelände umgeben ist.

Die Huthis reagieren auf das Vorrücken der Koalition mit flankierenden Angriffen auf die Versorgungslinien für die Durchschlagkraft ihrer Gegner. Am 18. Juni hat der Huthi-Beamte, Ali al-Emad, dem Hisbollah-nahen Kanal, al-Mayadeen, berichtet, daß seit dem 13. Juni etwa 160 Kämpfer der koalitionsgeführten Truppen gefangengenommen worden seien.

Videos und Photos zeigen ebenfalls, daß die Koalition bereits signifikante Verluste an militärischem Gerät erlitten hat.

Al-Hudaidah ist eine logistische Haupt-Drehscheibe und die letzte verbliebene große Versorgungslinie, welche den von den Huthis gehaltenen Teil des Jemen mit dem Rest der Welt verbindet. Sie ist für die Versorgung der örtlichen Bevölkerung mit humanitärer Hilfe unverzichtbar. Auch gestattet sie den Huthis den begrenzten Erhalt militärischen Geräts aus dem Iran.

Wenn es der Koalition gelingt die Stadt einzunehmen, kann und wird dies wahrscheinlich ein Wendepunkt im Jemen-Krieg, der zur Niederlage der Huthis in dem offenen Krieg führen und ihn in einen Partisanenkrieg verwandeln wird.

Übersetzung©: wunderhaft

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