Kriegsbericht Irak – 28. Februar 2017: Ansturm auf West-Mossul

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Gesprochen von Harold Hoover

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Seit Beginn der Operation in West-Mossul am 19. Februar haben die irakische Armee und die Bundespolizei eine Reihe von Gebieten der IS-Terroristen, darunter den Flughafen Mossul, das Militärlager Ghazlani, die Bezirke Jawsaq und Al-Tayaran befreit und einige weitere Fortschritte innerhalb der Stadt gemacht.

Laut Berichten aus dem Gebiet, sind die US Special Forces aktiv an der Operation beteiligt. Sie übernehmen die vorausschauende Luftraumüberwachung und kämpfen zumindest manchmal mit ihren Truppen in der offensive. Zum Beispiel waren US-Truppen direkt in Zwischenstößen mit IS in Al-Tayaran engagiert.

Gleichzeitig zeigen verfügbare Fotos, dass IS zwischen dem Flughafen Mossul und dem südwestlichen Viertel von Mossul einen Panzerabwehr-Graben gemacht hat. Dies bedeutet, dass sich die IS-Einheiten vom Flughafen fast ohne in Kämpfe verwickelt worden zu sein zurückziehen konnten um eventuelle Verluste durch Artillerie- und Luftangriffe zu vermeiden. Dies ermöglichte es der Terrororganisation, die Defensive in anderen Gebieten der Stadt zu verbessern.

Unterdessen waren die irakische Armee und ihre Verbündeten noch nicht in der Lage, eine Pontonfähre einzusetzen und den Tigris von Ost-Mossul her zu überqueren. Sie haben es an der vierten Brücke probiert, aber die irakischen Truppen, die am westlichen Ufer eingesetzt waren, wurden von IS-Terroristen angegriffen und dazu gedrängt sich zurückzuziehen. Zur gleichen Zeit hat sich die irakische Armee am östlichen Ufer des Tigris verschanzt um sich auf mögliche Ablenkmanöver und Angriffe der Terroristen vorzubereiten.

US-Quellen schätzen momentan die Anzahl der IS-Terroristen in der Stadt auf etwa 2.000. Dies drängt IS dazu, sich weiter in das westliche Gebiet von Mossul zurückzuziehen, um die Fronten zu verkleinern. Vor einem Monat berichteten US-Quellen über 10.000-15.000 IS-militante in West-Mossul. Wahrscheinlich hat sich ein großer Teil der Terroristen aus der Stadt zurückgezogen oder die ersten Berichte waren falsch. Höchstwahrscheinlich hat IS nur einen Guerillakrieg zur direkten Konfrontation des überlegenen Feindes vorgezogen.

Diese Tatsachen erklären die rapiden Fortschritte der Anti-IS-Einheiten und zeigen, dass, auch wenn West-Mossul befreit ist, der Krieg noch lange nicht zu Ende ist.

 

 

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