Kriegsbericht Syrien – 11. Oktober 2017: US-unterstützte Einheiten verhandeln mit IS über ar-Raqqa

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Die von den USA geführte Koalition und die hauptsächlich aus Kurden bestehenden demokratischen Einheiten Syriens (SDF) handeln nach Angaben lokaler und oppositioneller Quellen mit den IS-Terroristen in der Stadt ar-Raqqa eine Vereinbarung aus. Berichten zufolge könnte es den IS-Terroristen ermöglicht werden sich in die Provinz Dair ez-Zor zurückzuziehen, wo sie ihre Kollegen bei der Bekämpfung der syrischen Regierungstruppen unterstützen.

Allerdings haben die beiden Seiten angeblich einige Differenzen über die Anzahl von Fahrzeugen und Waffen, die die IS-Mitglieder aus der Stadt ar-Raqqa abziehen könnten. Bis Mittwoch wurde noch keine Vereinbarung getroffen.

Unterdessen veröffentlichte ein Sprecher der von den USA geführten Koalition eine Erklärung, die besagt, dass der den SDF zugehörige Zivilrat von ar-Raqqa und einige “ältere arabischstämmige Einheimische” daran arbeiten die Zivilisten in dem von IS-kontrollierten Gebiet zu schützen und evakuieren. Es steht nicht fest, wie dies ablaufen wird, ohne mit den IS-Terroristen in Kontakt zu kommen.

Einige regierungsnahe Experten spekulierten, dass die Evakuierung von Zivilisten ein Täuschmanöver für den Rückzug der IS-Mitglieder sein wird.

Am Dienstag beschuldigte das russische Verteidigungsministerium die US-geführte Koalition damit Bemühungen gegen IS im West-Iraq lediglich vorzutäuschen. Laut dem Verteidigungsministerium überqueren die IS-Mitglieder aufgrund der geringen Anzahl von Luftangriffen die Grenze und treten der Schlacht gegen die syrisch arabische Armee (SAA) in der Nähe der Stadt al-Mayadin in der Provinz Dair ez-Zor bei.

Das Ministerium fügte hinzu, dass bei russischen Luftangriffe in der Nähe von al-Mayadin 59 IS-Mitglieder getötet sowie 4 Kampfpanzer, 3 gepanzerte Transportfahrzeuge, 14 mit Waffen bestückte Fahrzeuge und 2 Raketenabschussrampen zerstört wurden.

Die Feuergefechte in der Stadt dauern an.

Laut regierungsnahen Quellen haben die SAA und dessen Verbündete eine Fläche von 8,000 km2 befreit und die Kontrolle über die komplette jordanische Grenze zu der Provinz Rif Dimashq hergestellt.

Wenn sich dies bewahrheitet, werden die Armee und ihre Verbündeten dadurch viele Einheiten freigeben können die dann zur weiteren Bekämpfung des IS quer durch Syrien einsetzen. Die von IS-kontrollierte Stadt Mayadin und die Erdölpumpstation T-2 sind dabei eindeutige Ziele.

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