Kriegsbericht Syrien – 12. Oktober 2016: Syrische Armee soll Panzir-S1 Luftabwehrraketen-Systeme erhalten

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Pro-Regierungskräfte intensivierten ihre Operationen im Großraum der syrischen Hauptstadt Damaskus. Am 11. Oktober eroberten die syrische Armee und die Nationalen Verteidigungskräfte (NDF) in der Region Ost-Ghouta die Stadt Rayhan von der Jaish al-Islam. Dieser Erfolg erlaubt es den Regierungstruppen die strategische Stadt Tell Kurdi  und das in der Nähe gelegene Industriegebiet zu belagern und sich etwa 2 km vor Douma, der letzten großen Hochburg der Rebellen in diesem Gebiet, in Stellung zu bringen.

Separat davon begannen die Regierungstruppen eine Operation, um das südlich von Damaskus gelegen Flüchtlingslager Jarmuk zu befreien. Das Lager wird überwiegend von palästinensischen Flüchtlingen bewohnt und wird von der Terrorgruppe Islamischer Staat kontrolliert. Ein kleiner Teil des Lagers wird von der Jabhat Fateh al-Sham (umbenannte Al-Nusra-Front, syrische Al-Qaida) kontrolliert. Die syrische Armee und palästinensische Milizen rückten von Norden her in das Lager ein und bis zum 12. Oktober wurde fast die Hälfte erobert.

Im Gouvernement Hama erlangten die Tiger Forces der syrischen Armee und die NDF die Kontrolle über die Ortschaften Kawkab und al-Kubariyah, mussten sich allerdings aus Ma’an zurückziehen. Am 12. Oktober wehrten die Armee und die NDF eine Reihe von Gegenangriffen der Terroristen ab und bereiten sich aktuell auch die Wiederaufnahme der Operationen in Richtung Ma’an vor. Lokale Berichte besagen, das bei den Gefechten bis zu 60 Terroristen getötet worden, darunter auch Bassam Abo Duraid, Kommandant von Jaish al-Nasr.

In der Stadt Aleppo sind die Gefechte weiterhin im Gange. Es wurden jedoch von keiner Seite erwähnenswerte Geländegewinne erzielt.

Das syrische Militär wird eine Charge Panzir-S1 Luftabwehrraketen-Systeme erhalten, berichten russische Medien. Quellen in diplomatisch-militärischen Kreisen sagen, dass die Systeme unter dem russisch-syrischen Abkommen aus dem Jahr 2008 geliefert werden. Details über den Deal wurden nicht veröffentlicht. Experten glauben das zwischen 36 und 50 Systeme und 700 Raketen geliefert werden. Der Grund für diese Entscheidung ist eine wachsende Bedrohung von Militärschlägen gegen die syrischen Regierungstruppen durch die US-geführte Koalition.

Unterdessen bestätigte das syrische Verteidigungsministerium, das alle verfügbaren militärischen Mittel im Falle einer Aggression vonseiten der Vereinigten Staaten zur Verteidigung verwendet werden.

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