Kriegsbericht Syrien – 14. Dezember 2016: Schwere Kämpfe bei der Luftwaffenbasis Tyas

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Die Situation westlich von Palmyra bleibt kritisch. Die Terroristen des Islamischen Staat (IS) flankierten die syrischen Regierungskräfte und sicherten einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen der Luftwaffenbasis Tyas und der Stadt al-Qaryatain im Gouvernement Homs. Die Terrorgruppen attackiert auch weiterhin die Luftwaffenbasis Tiyas (T4) und die Autobahn Homs – Palmyra aus südlicher Richtung. Durch diese Angriffe drohen die in der Luftwaffenbasis stationierten Kräfte der syrischen Armee eingekesselt zu werden. Diese Gewinne wurden möglich, da die Einheiten des Islamischen Staat ihren Vorteil der Manövrierbarkeit in diesem Gebiet ausnutzten.

Seit dem 12. Dezember haben die syrische Armee und die Nationalen Verteidigungskräfte (National Defence Forces, NDF) mindestens drei große Angriffe des Islamischen Staat auf die Luftwaffenbasis abgewehrt. Allerdings reicht das nicht aus, wenn der IS mit seinem Flankenmanöver, das darauf abzielt, die Versorgungsroute der Regierungskräfte abzuschneiden, erfolgreich ist. Aufklärungseinheiten des Islamischen Staat wurden in der Nähe von al-Qaryatain gemeldet, was zu einem weiteren Ziel der Offensive der Terroristen werden könnte. Berichte zeigen, dass der Islamische Staat bei den Operationen im Osten von Homs seine besten Kommandeure und Offensiveinheiten einsetzt.

Einige Einheiten der Tiger Forces der Syrisch-Arabischen Armee unter Führung ihres Kommandanten Generalmajor Suhail al-Hasan sind angeblich in Homs eingetroffen, um die Regierungskräfte zu unterstützen, die bereits an den Kämpfen gegen den Islamischen Staat beteiligt sind. Russische Jagdbomber und Kampfhubschrauber führten laut Berichten in den letzten 24. Stunden 103 Luftangriffe gegen Ziele des Islamischen Staat durch.

Weiterhin gibt es heftige Kämpfe.

Trotz einer massiven Propagandakampagne haben die türkischen Truppen nicht die Kontrolle über die wichtige Stadt al-Bab im Gouvernement Aleppo übernommen. Seit Wochenende sind sie näher an der Stadt herangerückt und unternahmen einige offensive Anstrengungen. Allerdings bleibt die Stadt weiter unter der Kontrolle von ISIS.

Die türkischen Streitkräfte verloren auch einen Kampfpanzer Leopard 2A4 in diesem Gebiet. Er wurde von einer Panzerabwehrrakete des Islamischen Staat getroffen. Türkische Beamte bestätigten das dabei vier türkische Soldaten verletzt worden.

Am 14. Dezember sollte eine Vereinbarung zur Evakuierung zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen der Dschaisch al-Fatah umgesetzt werden. In der Tat trafen grüne Busse im Osten Aleppos ein um die Rebellen am 13. Dezember auszufahren, jedoch wurde die Umsetzung der Vereinbarung aus unbekannten Gründen verzögert.

Das russische Versöhnungszentrum berichtete, dass einige Rebellen im Osten Aleppos die syrische Armee am Mittwochmorgen angegriffen hatten und das mit der syrischen Regierung ausgehandelte Waffenstillstands- und Rückzugsabkommen verletzten. Im Gegenzug starteten die Regierungskräfte eine Anti-Terroroperation, um die von den Rebellen für Attacken gegen die Regierungskräfte genutzten Häuserblocks zu säubern. Die führt dazu das sich die generelle Evakuierung der Rebellen und ihrer Familien verzögert. Nach inoffiziellen Schätzungen müssen bis zu 5.000 Menschen – Mitglieder militanter Gruppen und deren Familien – aus Aleppo evakuiert werden.

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