Kriegsbericht Syrien – 14. November 2016: Regierungstruppen vor Fortsetzung der Offensivoperationen innerhalb und außerhalb von Aleppo

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Am Sonntag erreichten die türkischen Streitkräfte und die durch die Türkei unterstützten militanten Gruppen die Außenbezirke der vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten Stadt al-Bab und eroberten die Siedlungen Swesian, Hazwan, Qadiran, Al-Dana und ‘Awla. Die von Ankara-geführten Kräfte sind nunmehr etwa 2 km von al-Bab entfernt und bereit die Stadt zu stürmen. Türkische Panzer und Artillerie beschießen die Stadt. Auch wurden Luftangriffe der US-geführten Koalition berichtet.

Al-Bab ist ein wichtiges Logistikzentrum in der Provinz Aleppo. Wenn die Ankara-geführten Streitkräfte diesen vollständig kontrollieren, können sie die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (Yekîneyên Parastina Gel, YPG) daran hindern, die kurdisch kontrollierten Gebiete im Norden Syriens zu verbinden.

Ein vor Kurzem veröffentlichtes Foto zeigt zwei Kämpfer der sogenannten Freien Syrischen Armee mit chinesischen Einmann-Flugabwehr-Lenkwaffen (Man Portable Air Defense System, MANPADS) vom Typ FN-6 im Norden von Aleppo. Einheiten der FSA, welche unter dem Banner Operation Schild des Euphrats operieren, erhalten Nachschub und operieren an der Seite der türkischen Armee und Spezialeinheiten. Sie sind kaum in der Lage solche modernen MANPADS ohne die Hilfe aus Ankara zu erhalten. Sollten Lieferungen von MANPADS an die FSA im Norden von Syrien bestätigt werden, wäre dies ein Signal, das die Türkei nach der Eroberung der Stadt al-Bab vom IS es auf eine militärische Konfrontation mit dem syrischen Militär ankommen lassen würde.

Am Sonntag führten die Militanten in der Nähe des internationalen Flughafens von Aleppo eine Attacke mit Giftgas durch und beschossen die Positionen der syrischen Regierungskräfte mit giftgasgefüllten Artilleriegranaten. Laut Berichten wurden dabei 28 syrische Soldaten verletzt.

Die Tiger Forces der Syrisch-Arabischen Armee, die Desert Hawks Brigade, Hisbollah, Harakat Hezbollah al-Nujaba, die Syrische Sozial-Nationalistische Partei (SSNP) und andere Pro-Regierungsgruppen bereiten sich laut Berichten auf die Wiederaufnahme von Offensivoperationen an mehreren Fronten innerhalb und außerhalb der Stadt Aleppo vor. Diese Operationen werden von der syrischen Luftwaffe und den russischen Luftstreitkräften aus der Luft sowie von iranischen und russischen Militärberatern vor Ort unterstützt. Am Sonntag forderten die Armee und ihre Verbündeten die verbliebenen Militanten im Osten der Stadt via Lautsprecher auf, innerhalb von 24 Stunden zu kapitulieren.

Dies folgte auf den Zusammenbruch der Verteidigung der Jabhat Fatah al-Sham (ehemalige Al-Nusra-Front/Dschabhat al-Nusra, syrischer Zweig der Al-Qaida) und Co im Westen von Aleppo, was zur Befreiung von al-Assad und Minyan führte. Die syrischen Regierungskräfte befreiten des Weiteren die Ortschaften Kafr Haddad und Khirbat Al-Zuwari im südlichen Umland von Aleppo.

Die “moderaten Oppositionellen” der Jabhat Fatah al-Sham stehen vor einer schweren Zeit, während sich der zum US-Präsidenten gewählte Donald Trump sich auf sein Amt vorbereitet. Am 12. November veröffentlichte der den Militanten nahestehende Medienkanal Step News ein Video, welches Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe des Typs A-10C und F-15E im süden der Provinz Idlib zeigt. Mindestens ein Luftangriff wurde gemeldet.

Die Besatzungen der strategischen Langstreckenbomber Tu-160 und Tu-95 in der Luftwaffenbasis Engels in der russischen Region Saratov sind in Kampfbereitschaft, berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS am Sonntag unter Berufung auf eine militärisch diplomatische Quelle. Laut dem Bericht sind die strategischen Bomber Tu-160 und Tu-95 für Kampfeinsätze vorbereitet und mit Cruise Missiles beladen. Die russischen strategischen Bomber Tu-160, Tu-95 und Tu-22M sind seit Beginn des Jahres 2015 an der russischen Militäroperation in Syrien beteiligt.

Zur gleichen Zeit ist die russische Marine-Task Force für Syrien auch für Kampfeinsätze im Land bereit. Der Kommandant des russischen Flaggschiffs, dem Flugzeugträger Admiral Kuznetsov, Sergei Artamonov, bestätigte am Samstag, dass die russischen Kriegsschiffe sich jetzt im östlichen Mittelmeer vor der syrischen Küste befinden. Er sagte, dass die Kampfgruppe die festgelegte Zone erreichte und die Flugzeuge bereits aus dem Schiff Deck sind. Die Kampfgruppe ist bereit jederzeit die Kampfmissionen zu starten.

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