Kriegsbericht Syrien – 17. Mai 2017: Der US-geführte Block startet eine Medienkampagne gegen die syrische Regierung

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Am Dienstag haben die syrische Armee und die nationalen Verteidigungskräfte (NDF) zwei kleine Dörfer in der Nähe des vor kurzem eroberten Luftwaffenstützpunkts Jirah in der Provinz Aleppo eingenommen. Die Armee und die NDF haben auf dem Weg zur Stadt Tabqa in den Dörfern Bayloneh und Jarrah Sagir die sich westlich vom Luftwaffenstützpunkt befinden die Kontrolle übernommen. Die Regierungseinheiten haben am vergangenen Wochenende den Luftwaffenstützpunkt Jirah erfolgreich aus der Herrschaft von IS befreit. Seither haben sie Vorbereitungen für weitere Vormärsche gegen die IS-Terroristen in der Provinz getroffen.

Der israelische Wohn- und Bauminister Yoav Galant hat dazu aufgerufen das man den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ermorden soll. Galant gab diese Äußerung auf einer Konferenz außerhalb von Jerusalem von sich, inmitten der jüngsten Behauptungen der USA, dass die syrischen Sicherheitskräfte Massenexekutierungen durchführt und die Leichen der “Opfer” verbrennen soll. Er nannte Assads angebliche Handlungen einen “Völkermord” mit “Hunderttausenden ermordeten”.

Anfang dieses Monats beschuldigte das US-Außenministerium die syrische Regierung, tausende Gefangene getötet zu haben und das die Leichen in einem großen Krematorium außerhalb von Damaskus verbrannt werden. Stuart Jones, stellvertretender Sekretär vom Büro des US-Außenministeriums für Affären im Nahen Osten, gab einige “freigegebene” Satellitenbilder an Reporter weiter die angeblich ein Gebäude im Gefängnis-Komplex zeigen, das angeblich umgebaut wurde, um das überlastete Krematorium zu unterstützen. Allerdings haben sogar einige Mainstream-Medien bezweifelt, dass die bereitgestellten Bilder die Vorwürfe des US-Außenministeriums bestätigen.

Im April befahl US-Präsident Donald Trump Raketenangriffe auf einen Flugplatz der syrischen Luftwaffe durchzuführen, von welchem laut dem US-Geheimdienst am 4. April ein Luftangriff auf die Stadt Khan Sheikoun in der Provinz Idlib geflogen wurde und chemische Kampfstoffe zum Einsatz gekommen sind. Allerdings hat die Trump-Regierung keine Handfesten Beweise dafür geliefert, dass das syrische Militär wirklich für den Angriff verantwortlich ist.

Die neuen Anschuldigungen gegen die Regierung in Damaskus erschienen inmitten einer weiteren Runde von Friedensgesprächen in Genf. Berichten zufolge sollte die Regierung und die so genannte Opposition den politischen Übergang, die neue Verfassung, die Wahlen und die Bekämpfung des Terrorismus besprechen. Leider ist nicht bekannt, wie es möglich sein soll, die Bekämpfung des Terrorismus mit Vertretern der Opposition zu besprechen, die direkt mit Hayat Tahrir al-Sham (früher Jabhat al-Nusra, dem syrischen Zweig von al-Qaida) und anderen terroristischen Gruppen zusammenarbeitet sowie ein politisches Programm hat das dem der al-Qaida sehr ähnelt. Am vergangenen Wochenende sagte Präsident Assad, dass der Gipfel zu “nichts wesentlichem” führen werde, und hauptsächlich “nur ein Treffen für die Medien” sei.

Alle wirklichen Fortschritte um die Gewalt im Land zu verringern wurden durch die Friedensgespräche in Astana erreicht, an denen Syrien, Iran, Russland und die Türkei mit einigen von Ankara beeinflussten Vertretern der Rebellen-Gruppen teilgenommen haben. Die vor kurzem gegründeten Sicherheitszonen die momentan gerade im ganzen Land erstellt werden, sind ein Beispiel für diese Fortschritte.

Die demokratischen Einheiten Syriens (SDF) die von der Luftwaffe, Artillerie und den Militärberatern der US geführten Koalition unterstützt werden haben in der ländlichen Umgebung der Stadt ar-Raqqa weitere Gewinne gegen IS erzielt. Die SDF Einheiten haben in den Dörfern al-Jaif, Dahr al-Abdul und Badr die Kontrolle übernommen und sind bei einem Versuch die von IS selbsternannte Hauptstadt weiter zu isolieren weiter auf Mazraat al-Andalus und Hamrat Buwaytiyah vorgerückt.

Unterdessen ist die Umgebung von ar-Raqqa mit Wasser aus dem Staudamm von Tabqa, der kürzlich von den SDF erfasst wurde überschwemmt worden. Die SDF haben argumentiert, dass die IS-Terroristen Bewässerungskanäle (die mit dem Damm verbunden sind) eingesetzt haben, um die Stadt zu überschwemmen und der von den USA unterstützen Einheit die Schuld für eine humanitäre Krise in die Schuhe schieben zu können. IS berichtet das die SDF dies selbst getan haben, um die unterirdischen Tunnel von IS in dem Gebiet zu durchfluten, weil die Terrormiliz dieses Tunnelnetz während der Schlacht um ar-Raqqa einsetzen wird.

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