Kriegsbericht Syrien – 20. September 2017: US-geführte Koalition versucht den Vormarsch der syrischen Armee nahe Dair ez-Zor aufzuhalten

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Am 19. September haben die syrische arabische Armee (SAA) und die nationalen Verteidigungseinheiten (NDF) einen groß angelegten Angriff von Hayat Tahrir al-Sham (früher Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von al-Qaida) in Nord-Hama abgewehrt. Es wurde auch über Gefechte in Tulaysiyah, Tel Al-Aswad, Al-Qahira, Al-Zughbi und Al-Raya berichtet. Insgesamt wurden etwa 40 Rebellen getötet. Am 20. September gingen die Gefechte in Tulaysiyah und Alqhirah weiter.

Pro-Hayat Tahrir al-Sham (HTS) Medien machten russische Kampfhubschrauber und Kampfflugzeuge sowie die mangelnde Unterstützung der gemäßigten Opposition für ihren Misserfolg verantwortlich. Regierungsquellen beschreiben den HTS-Vormarsch als Versuch, die der Regierung feindlich gesinnten Einheiten in der Provinz Dair ez-Zor zu unterstützen.

Am 19. September ist die SAA in das Dorf Khusham nördlich der Stadt Dair ez-Zor einmarschiert. Am 20. September führte die SAA weitere Kampfhandlungen gegen IS aus, um diese strategisch wichtige Siedlung zu sichern. Wenn dies abgeschlossen wurde, werden die Regierungstruppen ihren Kontrollbereich in Richtung Osten und Westen ausbauen können.

Die dem IS-zugehörige Nachrichtenagentur Amaq hat behauptet das IS in der Nähe von Khusham 3 russische Soldaten getötet hat. Amaq hat Fotos veröffentlicht, um diese Behauptungen zu beweisen. Allerdings scheinen die auf den Fotos getöteten Kämpfer wahrscheinlich im Auftrag eines privaten Sicherheits- und Militärunternehmens in Syrien gewesen zu sein um den Vormarsch der SAA zu unterstützen. Laut lokalen Quellen nehmen die privaten russischen Sicherheits- und Militärunternehmen aktiv an der Operation in der Provinz Dair ez-Zor teil.

Laut pro-kurdischen Quellen haben die von den USA unterstützten demokratischen Einheiten Syriens (SDF) ihre Versuche fortgesetzt, um den Euphrat aus Norden zu erreichen und sind dabei gegen die IS-Einheiten in Husaiyah, Jiyan und Maishiyah vorgegangen. Die Gefechte in der Nähe der Siedlungen dauern an.

Am 19. September hat ein Pressebüro der kurdischen Volksschutzeinheiten (ein Kern der SDF) ein Video mit einem SDF-Kommandanten nördlich von Dair ez-Zor veröffentlicht. Der Kommandant beschuldigte Russland und Syrien für angebliche Luftangriffe auf die SDF und versprach sollte es vonnöten sein gegen die Russen und Syrer zu kämpfen.

Unterdessen haben die SDF eine große Anzahl von den USA zur Verfügung gestellter Militärausrüstung an die Frontlinie von Dair ez-Zor verlegt. Fotos von mindestens einer Militärformation sind im Internet erschienen.

Syrische Analytiker sagen, dass die US-geführte Koalition und die SDF versuchen werden, den Vormarsch der SAA auf dem Ostufer des Euphrats zu verhindern.

Am selben Tag hat der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Generalmajor Igor Konashenkov berichtet, dass die Regierungstruppen mit heftigen IS-Gegenangriffen aus einem von den US-Special Operation Forces und den SDF kontrollierten Gebiet konfrontiert wurden.

“Laut den Frontberichten der syrischen Kommandanten, war die syrische Armee aus nördlicher Richtung den heftigsten Gegenangriffen und Beschüssen ausgesetzt. Das ist jenes Gebiet in dem sich die SDF und US-Special Operation Forces befinden, die die Rebellen medizinisch Versorgen anstatt ar-Raqqa zu befreien. Man muss nicht über ein umfangreiches militärisches Wissen verfügen, um die Struktur all dieser “Zufälle” zu erkennen”, so Konashenkow.

Konashenkow fügte hinzu, dass das Wasser, das aus den von US-unterstützten Einheiten kontrollierten Dämmen des Euphrats ausgelassen wird, den Vormarsch der Regierung nördlich von Dair ez-Zor behindert.

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