Kriegsbericht Syrien – 21. April 2017: Schlacht um das Gebiet nördlich der Stadt Hama

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Am 20. April fand an der Frontlinie nördlich von der Stadt Hama ein bedeutender Durchbruch statt, als die Einheiten der syrischen Regierung, angeführt von den Tiger-Einheiten der syrischen Armee und der 5. Legion, die strategisch wichtige und von Rebellen besetzte Stadt Taibat al-Imam erobert haben. Die Einheiten der syrischen Regierung haben die Stadt nach intensiven Angriffen aus der Luft und mittels Artillerie aus Südöstlicher Richtung betreten und die Mitglieder von Hayat Tahrir al-Sham (HTS – ehemals Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von al-Qaida) und dessen verbündete Rebellen-Gruppen nach einer 8 Stündigen Schlacht dazu gedrängt sich aus der Stadt zurückziehen zu müssen.

HTS, Ahrar al-Sham und Jaish al-Izza entsendeten viel Verstärkung in das Gebiet und starteten einen schweren Gegenangriff. Die Zusammenstöße in der Stadt gingen in der Nacht weiter. Am 21. April haben die Tiger-Einheiten und die 5. Legion die Initiative erneut ergriffen, um Rebellen wieder einmal aus der Stadt zu vertreiben.

Am 20. April versuchten Einheiten der syrischen Regierung zudem, auf Halfaya und al-Tarabia vorzustoßen, aber der Angriff wurde abgewehrt. Seitdem befinden sich die Stellungen der Rebellen in Halfaya und den nahe gelegenen Gebieten unter Artillerie-Beschuss.

Wenn die Einheiten der syrischen Regierung die Stadt Taibat al-Imam vollständig sichern, wird die Defensive der Rebellen um die Stadt herum zerbrechen und die Stadt Halfaya wird im Anschluss daran das nächste Hauptziel der Befreiungs-Operation werden.

Die Führung der 5. Korps hat angeblich nördlich von Hama im ländlichen Gebiet ihren Hauptsitz eröffnet. Die Gruppe der syrischen arabischen Armee arbeitet nun daran, die Zahl der Freiwilligen in ihren Reihen zu erhöhen, um die militärischen Operationen in Syrien zu erweitern. Die Kommandanten des 5.-Korps haben erklärt, dass das gegenwärtige Ziel der syrischen Armee darin besteht, das gesamte ländliche Gebiet um Hama von HTS und dessen Verbündeten zu befreien und im Anschluss daran das ländliche Gebiet östlich der Stadt Salamya vom Terror durch IS zu befreien.

Das russische Verteidigungsministerium verkündete in einer Erklärung am 20. April das in einem Feldlager der syrischen Regierung ein russischer Militärberater bei Gefechten mit Rebellen getötet wurde. Laut dem Ministerium war Major Sergei Bordov dort zusammen mit einer Gruppe russischer Militärberater für die Ausbildung syrischer Soldaten zuständig, als der Angriff der Rebellen stattfand. Bordov half, dabei die Verteidigungslinie zu errichten und erteilte den syrischen Truppen während den Zusammenstößen Anweisungen. Es wurde aber nicht bekannt gegeben, in welchem Teil von Syrien der Vorfall stattgefunden hat.

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