Kriegsbericht Syrien – 22. September 2017: US-unterstützte Einheiten drängen auf die syrischen Erdölfelder

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Laut pro-oppositionellen und israelischen Medien traf die israelische Luftwaffe am frühen Freitagmorgen ein Ziel auf dem internationalen Flughafen von Damaskus. Es sind keine näheren Details über die durch Luftangriff verursachten Schäden bekannt. Pro-israelische Quellen behaupten, das die israelische Luftwaffe es auf jenen Teil des Flughafens abgesehen hatte, der für die Bereitstellung von Lieferungen an die Hisbollah verwendet wurde.

Gleichzeitig sind Berichte erschienen, dass die syrischen Luftverteidigungskräfte ein “feindliches Flugzeug” abgeschossen hatten, höchstwahrscheinlich eine israelische Aufklärungsdrohne über dem Gebiet von Damaskus.

Laut kurdischen Quellen haben die demokratischen Einheiten Syriens (SDF) mit Unterstützung der Luftwaffe und Militärberater der US-geführten Koalition am späten Donnerstagabend die Erdöl- und Erdgasfelder von Tabiyeh und al-Isbal nordöstlich der Stadt Dair ez-Zor erobert.

Durch diesen Fortschritt haben die SDF einen Vormarsch der syrischen Regierungstruppen auf dem Ostufer des Euphrats zumindest teilweise blockiert. Dieser und mögliche zukünftige Erfolge der SDF bei der Eroberung der Erdöl- sowie Erdgasinfrastruktur wird die Verhandlungen zwischen den verschiedenen Parteien nach der Niederlage des IS direkt beeinflussen.

Innerhalb der Stadt ar-Raqqa haben die SDF mit der Unterstützung der Kampfflugzeuge und Artillerie der Koalition 63 IS-Kämpfer getötet sowie 3 VBIEDs zerstört und sind weiter in das von IS-kontrollierte Gebiet vorgerückt. Pro-SDF Quellen behaupten, das sich IS auf der Flucht befindet und die Stadt bald als befreit gelten wird.

Die IS-Kämpfer innerhalb des umstellten Gebietes in Ost-Hama und die syrische Regierung haben Berichten zufolge eine Rückzugvereinbarung getroffen. Laut verschiedener Quellen wird die Vereinbarung es den IS-Mitgliedern ermöglichen sich in die Provinzen Idlib oder Dair ez-Zor zurückziehen zu können. Die Vereinbarung wird es dem syrischen Militär ermöglichen, den Operationen quer durch Syrien zusätzliche Einheiten zuweisen zu können. Am Mittwoch hat die syrische Regierung es 1.500 Zivilisten und Mitgliedern von IS-Kämpfern ermöglicht sich in ein von Hay’at Tahrir al-Sham kontrolliertes Gebiet in Idlib zurückzuziehen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte bei einem Interview mit Reuters das die Türkei auf Basis der von Ankara, Teheran und Moskau abgehaltenen Friedensgesprächen in Astana in der türkischen Provinz Idlib Truppen stationieren wird.

Unterdessen sind Berichte erschienen, dass die Türkei an der türkischen Grenze zu der syrischen Provinz Idlib weitere Truppen stationiert hat. Diese Truppenaufstockung dient um eine Formation von 80 bewaffneten Fahrzeugen und 18 MRAPs die dort bereits zuvor stationiert wurden zu verstärken.

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