Kriegsbericht Syrien – 8. September 2017: Befreit die US-geführte Koalition IS-Kommandanten aus Dair ez-Zor?

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Die russische Nachrichtenagentur Sputnik hat am Donnerstag unter Berufung auf eine militärische sowie diplomatische Quelle berichtet das US-Flugzeuge 22 IS-Feldkommandanten aus Dair ez-Zor in “sicherere Regionen evakuiert” haben da die Regierungstruppen in der strategisch wichtigen Stadt gegen die Terrororganisation vorrücken.

Am 26. August hat ein “Hubschrauber der US-Air Force” Berichten zufolge 2 IS-Feldkommandanten “europäischer Herkunft” und dessen Familienangehörige aus einem Gebiet nordwestlich der Stadt Dair ez-Zor evakuiert. Am 28. August haben US-Flugzeuge 20 IS-Feldkommandanten und von ihnen nahe gelegene Rebellen aus einem Gebiet Südöstlich der Stadt Dair ez-Zor nach Nord-Syrien evakuiert.

Dies war der jüngste in einer Reihe von Berichten über US-Lufttransporte in der Provinz Dair ez-Zor die in den Jahren 2016 und 2017 wiederholt erschienen sind.
Die US-geführte Koalition wurde beschuldigt der Terrororganisation sicheren Durchgang (mittels Trainingsprogrammen für sogenannte moderate Rebellen) und indirekte Versorgung zu gewähren. Einige Quellen beschuldigten die Koalition in einigen Fällen sogar damit das sie IS direkt unterstützt.

Einer der größten Vorfälle fand am 17. September 2016 statt, als die US-geführte Koalition in der Nähe des Flughafens von Dair ez-Zor “versehentlich” Luftangriffe auf die Positionen der syrischen arabischen Armee (SAA) durchgeführte hat und dabei etwa 90–100 Soldaten der SAA getötet und 110 weitere verwundet wurden. Einige Minuten nach den Luftangriffen startete IS einen Vormarsch. Die Terroristen konnten den Berg Tharda erobern was für die Verteidiger von Dair ez-Zor strategische Folgen hatte und dadurch wurden sie in eine sehr schwierige Lage gebracht. Die Lage verbesserte sich erst im September 2017, als die SAA und ihre Verbündeten die IS-Belagerung von Dair ez-Zor brechen konnten.

Im August 2017 vergaß die Koalition, dass sie und die von den USA unterstützten demokratischen Einheiten Syriens (SDF) es einer großen Anzahl IS-Terroristen ermöglicht hatten, sich frei aus den syrischen Städten Manbij, Tabqa und ar-Raqqa zurückzuziehen, und leitete eine große Medienkampagne in die Wege, bei der die Hisbollah dafür verantwortlich gemacht wurde, an der syrisch-libanesischen Grenze ein Evaluierungsabkommen mit IS vereinbart zu haben.

Am 7. September haben die SAA, die Wüstenfalken-Brigade (Liwa al-Quds) und weitere regierungsfreundliche Fraktionen ein 10 km breites Gebiet um den Korridor der Stadt Dair ez-Zor und Tal al Sannouf nördlich des Stützpunktes der 137. Brigade eingenommen. Am 8. September haben die Regierungstruppen Druck in die Richtung des von IS-belagerten Dorfes Ayyash ausgeübt. Laut regierungsfreundlichen Quellen war das Ziel dieses Vorstoßes die Kontrolle über Ayyash zu erhalten und um sich für eine breitere Anstrengung um die komplette nordwestliche Flanke von Dair ez-Zor zu sichern vorzubereiten.

Unterdessen sind Fotos erschienen auf denen ein Konvoi mit Schwimmbrücken und Booten bei der Ankunft in Dair ez-Zor zu sehen ist. Die SAA wird sie wahrscheinlich einsetzen, um den Fluss Euphrat zu überqueren, nachdem sich die Lage auf der Südflanke der Stadt stabilisiert hat.

In dem Gebiet von Sholah an der Autobahn zwischen as-Suchna und Dair ez-Zor gingen die Gefechte ebenfalls weiter.

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