Kriegsbericht Syrien & Irak – 20. Oktober 2016: Russischer TOS-1A thermobarischer Raketenwerfer beim Kampf um Mossul

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Die innerhalb und außerhalb von Aleppo operierenden und von den USA unterstützten “Oppositionsgruppen” und die Jabhat Fateh al-Sham (umbenannte Al-Nusra-Front, syrische Al-Qaida) werden nicht an der von den syrischen und russischen Militärs angekündigten humanitären Pause teilnehmen. Am 19. Oktober öffneten Syrien und Russland die Korridore, was den Rebellen die Möglichkeit gab, die Stadt während der Mini-Waffenruhe zu verlassen. Im Gegenzug starteten die Jabhat Fateh al-Sham und ihre Verbündeten neue offensive Operationen im Südwesten von Aleppo und eroberten einen Großteil des Wohnprojektes 1070. Am 20. Oktober setzten die Rebellen ihre Angriffe in diesem Gebiet fort.

Die von der Türkei unterstützten Rebellen und die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) liefern sich Gefechte um die Stadt Tell Rifaat.

Eine Allianz aus von Ankara unterstützten Rebellengruppen, welche unter türkischer Flagge der Operation Schild des Euphrat operieren, erklärten am 18. Oktober das nördlich von Aleppo gelegene Tell Rifaat zur Militärzone und geben den YPG 48 Stunden um die Stadt zu verlassen. Die YPG übernahm im Februar 2016 von den aus der Türkei unterstützten Rebellen die Kontrolle über die Stadt. Am 19. Oktober begann die sogenannte “FSA” den Beschuss von Positionen der YPG in Tell Rifaat, während die Artillerie der türkischen Streitkräfte die Positionen der YPG in Hasajik, Hasieh, dem Shahba Damm und Um Hosh beschossen. Im Gegenzug begannen den Kurden nahestehende Quellen Informationen zu verbreiten, wonach die russische Luftwaffe die Rebellen der FSA im Süden von Mare und bei Tell Malid bombardiert hätten. Am 20. Oktober wurden die Feuergefechte und der Artilleriebeschuss fortgesetzt.

Der Grund für die Spannungen ist der jüngste Vorstoß der YPG in Richtung der strategischen Stadt Al-Bab. Die YPG übernahm die Kontrolle über einige Ortschaften nahe der Straße, welche in Richtung der vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten Stadt führt. Die Eroberung von Al-Bab und die damit verbundene Verhinderung einer Zusammenführung der von der YPG kontrollierten Gebiete in Syrien ist wiederum eines der Hauptziele der militärischen Operationen der Türkei in Syrien.

Am Mittwoch zogen sich über 600 Rebellen aus den Damaszener Vorort Mo’adhimiyah Al-Sham zurück und überließen die Kontrolle der syrischen Armee. Die Rebellen wurden in das Gouvernement Idlib überführt.

Die Luftwaffe der Syrisch Arabischen Armee führte eine Serie von Luftangriffen auf Positionen der Jabhat Fateh al-Sham in den Gouvernements Latakia und Idlib durch. Bombardiert wurden die Terroristen nahe Zohra Katab Sandou und Tardin im Norden von Latakia und Hallouz und Um al-Qar im Südwesten von Idlib. Die Luftangriffe führten zur Beseitigung von fünf taktischen Einheiten, einem Munitionsdepot und mindestens drei mit Maschinengewehren ausgerüsteten Fahrzeugen der Jabhat Fateh al-Sham.

Das schwere russische TOS-1A “Solntsepyok” thermobarische Raketenwerfersystem wurde am 18. Oktober unter den Artillerieeinheiten der irakischen Bundespolizei beim Beschuss von Einheiten des Islamischen Staat im Gebiet Shura nahe Mossul entdeckt. Das TOS-1A System wurde von der irakischen Armee bereits erfolgreich während des Sturms auf Falludscha eingesetzt. Nun ist es bei der Schlacht um Mossul im Einsatz.

Am 20. Oktober wurde bei einem Luftangriff Wa’ad Youness, der IS-Gouverneur der Region Sahl im Gouvernement Ninawa, getötet. Der Luftangriff ereignete sich nordöstlich von Mossul. Am selben Tag gab das irakische Militär bekannt, das die Anti-ISIS-Truppen seit dem Beginn der Operation in der Region Mossul 18 Ortschaften befreit haben. Über 100 Kämpfer des Islamischen Staat wurden während der Operation getötet. Die größten Geländegewinne wurden südöstlicher der IS-Hochburg erzielt. Die vom IS kontrollierten Städte Bartallah und Bakhida stehen nun im Fokus der irakischen Streitkräfte.

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