Syrien – Kriegsbericht vom 1. November 2018: SDF stellt Operation gegen den ISIS im Euphrat-Tal wegen türkischer Angriffe ein

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Die von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), die sich hauptsächlich aus bewaffneten kurdischen Gruppen rekrutieren, haben am 31. Oktober ihre Operation gegen den ISIS im Tal des Euphrat in Nord-Syrien, wegen der Angriffe der türkischen Streitkräfte auf auf ihre Stellungen, für beendet erklärt.

Die SDF beschuldigten die Türkei an der Schuld für ihre eigene Unfähigkeit den ISID in der von diesem gehaltenen Region um  Hajin im Eupphrat-Tal zu eliminieren und haben die internationale Gemeinschaft aufgerufen Druck auf Ankara zur Beendigung Ihrer Angriffe auf SDF-Ziele auszuüben. Die SDF haben außerdem geschworen für die Angriffe Vergeltung zu üben.

Am 30. und dem 31. Oktober sowie am 1. November wurde über Zusammenstöße zwischen dem türkischen Militär und Einheiten der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) nahe den Städten Ayn Arab, auch bekannt als Kobani, und Tel Abyad berichtet. Laut pro-türkischen Quellen, sind hierbei mindesten 4 Mitglieder der YPG und der Kurdischen Arbeiter Partei (PKK) getötet und 6 weitere verletzt worden. Die YPG hat erklärt, daß ihre Mitglieder einen Militär-LKW mit einer Panzerabwehrrakete zerstört haben.

Was die Situation in der Region Hajin betrifft, haben Einheiten des ISIS beachtliche Fortschritte bei den Gefechten mit den SDF gemacht und zahlreiche Stellungen der von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Gruppe zurückerobert. Die Beendigung der dortigen SDF-Operation ist wahrscheinlich auch auf die weitere Expansion des ISIS in Richtung der irakischen Grenze zurückzuführen.

Die SDF und die von den VS geführte Koalition haben den von dem ISIS gehaltenen Kessel um Hajin lange ignoriert, weil seine Eliminierung die hauptsächliche Rechtfertigung Washingtons für den Erhalt ihrer Streitkräfte in dem vom Krieg geplagten Land aufgehoben hätte. Nun tragen sie die Konsequenzen dieser Herangehensweise.

Laut der Nachrichtenagentur der Terroristen, Amaq, sind 33 Soldaten der Syrisch Arabischen Armee (SAA) bei Gefechten mit dem ISIS in der im Südosten Syriens gelegenen Region al-Safa getötet worden. Regierungsnahe Quellen haben diese Meldung bisher nicht kommentiert. Sollte sie der Wahrheit entsprechen, wäre dies der zweite fehlgeschlagene Versuch der SAA in dieser Woche nach al-Safa vorzudringen.

Der Hauptgrund für die Rückschläge der SAA in der Region ist die Stationierung des Großteils ihrer Elitetruppen in der mehrheitlich von Hayat Tahrir al-Sham und anderen mit Al-Qaida verbündeten Terrorgruppen kontrollierten Deeskalationszone von Idlib. Mit einer begrenzten Stationierung ihrer Streitkräfte in al-Safa ist es der SAA zwar möglich den ISIS von Operationen dort abzuhalten, nicht jedoch seiner dortigen Präsenz ein Ende zu setzen.

Generalmajor Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, hat erklärt, daß russische Spezialisten nach wie vor mit der Ausbildung syrischer Soldaten in der Anwendung des Luftabwehrsystems S-300 beschäftigt sind. Rußland hat der syrischen Luftabwehrstreitkräften auch das moderne, automatisierte Kommando- und Kontrollsystem, Polyana-D4M, geliefert. Systeme dieser Art, die übergeordneten Kommandostellen der Luftabwehrbrigaden dienen und zur Abwehr von bis zu 500 Luftzielen eingesetzt werden können, werden in das für das syrische Militär entwickelte Luftabwehrnetzwerk integriert.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-november-1-2018-sdf-halts-operation-against-isis-in-euphrates-valley-because-of-turkish-attacks/

Übersetzung©: wunderhaft

Der in dem Artikel enthaltene Link wurde zusätzlich eingefügt.

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