Kriegsbericht vom 1. Oktober 2018: Menschen aus dem Lager al-Rubkan von Damaskus aus VS-besetzter Region evakuiert

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Die Regierung in Damaskus und die Vertreter von Stammesführern des in der von den Vereinigten Staaten (VS) besetzten Region, at-Tanf, gelegenen Flüchtlingslagers al-Rubkan haben sich auf ein vorläufiges Abkommen zum Umgang mit der dortigen humanitären Krise geeinigt.

Nach dieser Vereinbarung, werden die Führer des Lagers al-Rubkan eine Liste von Menschen überreichen, die sich mit der Regierung aussöhnen wollen. Einem weiteren Teil soll erlaubt werden sich in die von der Türkei gehaltenen Gebiete in Nord-Aleppo zurückzuziehen. Auch will Damaskus 150 kranke Zivilisten in Krankenhäuser der Regierung evakuieren.

Die humanitäre Krise in al-Rubkan ist durch die von den VS errichtete, so genannte Sicherheitszone nahe at-Tanf verursacht worden. Die von den VS geführte Koalition hat die Lieferung humanitärer Hilfsgüter in die Region verhindert und wiederholt Regierungstruppen angegriffen, die zu Wiederherstellung der Sicherheit in das Gebiet eingedrungen waren.

Die syrische Seite hat der von den VS geführte Koalition wiederholt vorgeworfen in der Region At-Tanf ISIS-Mitglieder zu trainieren und auszurüsten, die anschließend für Anschläge gegen Regierungstruppen verwendet werden.

Laut der russischen Regierung, ist at-Tanf zum Rückzugsort für Terroristengruppen wie mit al-Qaida verbundene Organisationen und sogar des ISIS geworden, die in anderen Teilen Syriens besiegt worden waren, und diese Einheiten habe von dort etliche Operationen ausgeführt.

Die von den VS geführte Koalition hat all diese Vorwürfe zurückgewiesen und behauptet, daß die Garnison in at-Tanf für die Bekämpfung des ISIS in Syrien notwendig sei.

Wie der Vorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitskomitees des Oberhauses im Parlament, Viktor Bondarew, am 30. September mitgeteilt hat, sind seit dem Beginn der Militäroperation in Syrien im Jahr 2015 112 russische Soldaten gefallen. Er fügte hinzu, daß die meisten der Opfer bei den diesjährigen Zwischenfällen mit den Flugzeugen An-26 und Il-20 ums Leben kamen. Laut Bondarew hat das russische Militär bisher 8 Flugzeuge, 7 Hubschrauber und “vielleicht” 1-2 Schützenpanzerwagen sowie andere gepanzerte Fahrzeuge verloren.

Am 28. September sagte der russische Verteidigungsminister, Sergej Lawrow, daß die angekündigte Lieferung von S-300 Luftabwehrsystemen an das syrische Militär bereits begonnen habe.

“Die Auslieferung hat bereits begonnen. Und wie Präsident Putin nach dem Zwischenfall erklärt hat […] werden die die von uns ergriffenen Maßnahmen der Bereitstellung der 100 prozentigen Sicherheit und des Schutzes unserer Männer in Syrien dienen”, sagte der Diplomat auf einer Pressekonferenz im Anschluß an seine Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen.

Die, nach der Darstellung Moskaus, durch “feindselig Handlungen” Israels ausgelöst Lieferung von S-300-Sytemen, wurde zu einer der wichtigsten Entwicklungen von Ende September bis Anfang Oktober.

In einem Kommentar zu derzeitigen Situation erklärte der syrische Außenminister, Walid Muallem, sogar, daß Syrien hoffe ein weitaus moderneres Luftabwehrsystem vom Typ S-400 von Rußland zu erhalten. Jedoch erscheint eine solche Lieferung sehr unwahrscheinlich, solange sich keine bahnbrechenden Zwischenfälle zwischen Rußland und einigen Akteuren in der Region ereignen.

Am 30. September sind Sicherheitskräfte der von den VS unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hart gegen eine Zelle des ISIS in der Stadt Raqqah v0rgegangen. Laut den SDF, haben Sicherheitskräfte zwei Sturmgewehre vom Typ AK-47, eine Pistole, sieben Handgranaten, drei Sprengstoffgürtel, elf Panzerabwehrminen, Artilleriegeschütze und große Mengen an Sprengstoff vom Typ C-4 sowie eine Sprengfalle für eine Autobombe sichergestellt.

Trotz der Behauptung der von den VS geführten Koalition und der SDF, daß Raqqah unter ihrer vollen Kontrolle stehe, zeigen die jüngsten Entwicklungen, einschließlich einer Serie von Terroranschlägen in der Region, daß ISIS-Zellen nach wie vor aktiv in der Region operieren,

Laut den SDF, sind bei dem andauernden Vormarsch auf die Städte Hajin und al-Susah, in der Provinz Deir ez-Zor, 49 ISIS-Mitglieder getötet und 4 Fahrzeuge zerstört worden. Der Kessel von Hajin ist die letzte große ISIS-Hochburg in Syrien. Wenn diese ausgelöscht ist, werden die SDF und die von den VS geführte Koalition das Ostufer des Euphrat zumindest offiziell für von der Terrorgruppe befreit erklären können.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-october-1-2018-damascus-to-evacaute-people-from-on-al-rukban-camp-in-us-occupied-area/

Übersetzung©: wunderhaft

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