Kriegsbericht vom 18. September 2018: Il-20 versehentlich von syrischer Flugabwehr abgeschossen

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Am Abend des 17. September geriet die Provinz Latakia unter massiven Raketenbeschuß, der gegen ein Kraftwerk sowie gegen zwei Einrichtungen des syrischen Militärs gerichtet war. Es gab auch in anderen Landesteilen Berichte über Luftangriffe, die jedoch bisher nicht bestätigt worden sind.

Syrische Staatsmedien berichteten, daß die Rakenen vom Ozean kamen und fügten hinzu, daß etliche von ihnen abgefangen worden sind. Laut Photos und Videos allerdings, haben eine unbekannte Anzahl von Raketen ihre Ziele erreicht. Der Sprecher des Pentagon, Kommodore Sean Robertson, hat eine Beteiligung der Vereinigten Staaten (VS) an dem Angriff offiziell dementiert.

Am 18. September hat das russische Verteidigungsministerium enthüllt, daß der Angriff von vier israelischen Kampfflugzeugen des Typs F-16 ausgeführt worden ist. Außerdem ist während des Angriffs ein russisches Aufklärungsflugzeug vom Typ Il-20 mit 14 Besatzungsmitgliedern über dem Mittelmeer verschwunden. Das Ministerium berichtete, daß “das Flugzeug auf dem Rückweg zum Luftwaffenstützpunkt Khmeimim und 35 Kilometer von der syrischen Küste entfernt gewesen ist, als “das Signal der Il-20 auf den Radarbildschirmen erlosch.”

“Zur selben Zeit haben russische Radarschirme Raketenstarts von der  in der Region befindlichen französischen Fregatte, ´Auvergne´, registriert”, fügte das Ministerium hinzu.

Später merkte das russische Verteidigungsministerium an, daß die Il-21 versehentlich von einer syrischen Rakete des Typs S-200 getroffen worden ist. Der Zwischenfall war das Ergebnis vorsätzlicher Flugmanöver der israelischen Kampfflugzeuge, die sich hinter der Il-20 vor dem Beschuß durch Syrien versteckt hatten.

Eine eingeleitete Such- und Rettungsoperation dauert an.

Das Aufklärungsflugzeug Il-20 ist eine mit zahlreichen Antennen sowie optischen- und Infrarotsensoren ausgerüstete elektronische Aufkläsrungsplattform (ELINT).

Interessanterweise ereignete sich der Angriff nur einige Stunden nachdem der russische Präsident, Wladimir Putin, und der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan vereinbart hatten eine “demilitarisierte Zone” zwischen den Milizen und den Regierungstruppen in der syrischen Provinz Idlib einzurichten.

“Wir sind übereingekommen noch vor dem 15. Oktober eine demilitarisierte Zone zwischen den Regierungstruppen und den bewaffneten Gruppen zu errichten. Die Zone wird 15-20 km tief sein, und des völligen Abzugs kompromißloser Milizen, wie Jaghat al-Nusra (den jetzigen Hayat Tahrir al-Sham), erfordern”, sagte Putin nach den Gesprächen unter vier Augen mit seinem türkischen Amtskollegen.

Alle schweren Waffen, einschließlich Kampfpanzern und Artillerie, sollten noch vor dem 10. Oktober aus der Zone abgezogen werden. Die Zone wird von türkischen und russischen Kräften patrouilliert werden. Es ist zu erwarten, daß die Straßen zwischen Aleppo und Hama sowie die zwischen Aleppo und Latakia noch vor Ende des Jahre für den Transitverkehr wiedereröffnet werden. Laut Putin, erhält die Übereinkunft die “generelle” Unterstützung der Regierung in Damaskus.

Jedoch ist immer noch unklar, wie es möglich ist, eine 15-20 km breite Zone ohne den Einsatz von Militär zu demilitarisieren, die größtenteils von Hayat Tahrir al-Sham und ihren Verbündeten kontrolliert wird,  um diese bewaffneten Gruppen zum Einlenken zu zwingen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-september-18-2018-syrian-forces-accidentally-shot-down-russian-il-20/

Übersetzung©: wunderhaft

Alle Links wurden zusätzlich eingefügt.

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