Kriegsbericht vom 21. September 2018: Die Gefahr inszenierter Chemiewaffenangriffe in Idlib bleibt bestehen

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Wie der pro-oppositionelle Medienkanal, Enab Baladi, am 20. September mitgeteilt hat, begrüßt, Jaysh al-Izza, eine der größten Gruppen der Freien Syrischen Armee in Nordwest-Syrien, das Inkraftsetzen der Vereinbarung über die Errichtung der Deeskalationszone, die vor einigen Tagen zwischen der Türkei und Rußland zustande gekommen ist.

Auch hat die Gruppe sich bei der Türkei für die Verhinderung einer Militäroperation durch die Syrische Armee und ihre Verbündeten in der Provinz Idlib und an sie grenzende Regionen bedankt.

Jaysh al-Izza, die im Nordwesten und Norden von Hama operieren, sind als einer der Hauptbündnispartner von Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von al-Qaida) wohlbekannt. Dies mag ein Hinweis darauf sein, daß die Türkei in der Region genügend Einfluß auf bewaffnete Gruppen hat und dazu bereit ist diese zur Respektierung des Abkommens über die am 20. Oktober vollständig in Kraft tretende demilitarisierte Zone zu zwingen. Jedoch bleibt die Situation kompliziert.

Während einer allwöchentlichen Pressekonferenz am 20. September hat die Sprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation, Marija Sacharowa, davor gewarnt, daß die Bedrohung durch einen inszenierten Chemiewaffenangriff in der Provinz Idlib nach wie vor hoch ist. Laut Sacharowa, rüstet Hayat Tahrir al-Sham die mit ihnen verbündeten Gruppen zu diesem Zweck mit chemischen Kampfstoffen aus.

Die von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben während ihres Vorstoßes auf  die im Euphrat-Tal gelegenen Stellungen nahe Baghuz al-Fawqani und Hajin 31 ISIS-Mitglieder getötet und zwei Fahrzeuge, etliche Mörser sowie fünf mit unkonventionellen Sprengvorrichtungen präparierte Fahrzeuge (VBIEDs) zerstört

Vor Kurzem haben die SDF die volle Kontrolle über Baghuz erlangt und mit einem Vorstoß auf das vom ISIS gehaltene Dorf al-Fawqani al-Susah begonnen.

Am 19. September hat der Hisbollah-Führer, Hassan Nasrallah, erklärt, daß ein Teil der israelischen Angriffe auf Syrien dazu gedient hat die Erweiterung der Fähigkeit des syrischen Militärs zum Abschuß von Raketen zu verhindern.

Er sagte, “Israel lügt, wenn es behauptet, daß das Ziel des Angriffs für die Hisbollah bestimmte Waffen gewesen sind. Die israelischen Angriffe in Syrien sind inakzeptabel und müssen umgehend beendet werden”, und fügte hinzu, daß die Hisbollah bis auf weiteres in Syrien bleiben werde.

“Die Ruhe an den Fronten und geringere Bedrohungen… werden natürlich auf die derzeitige Anzahl [von Hisbollah-Kämpfern] Einfluß haben”, sagte Nasrallah. “Niemand kann uns zwingen Syrien zu verlassen”, fügte er hinzu.

Der Führer der Bewegung betonte weiterhin, daß die Hisbollah Syrien nur auf Bitten der Regierung in Damaskus verlassen werde.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-september-21-2018-threat-of-staged-chemical-weapons-attack-in-idlib-remains/

Übersetzung©: wunderhaft

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