Kriegsbericht vom 24. Oktober 2018: US-Truppen liefern sich nahe Manbij Gefechte mit türkisch unterstützen Milizen

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Truppen der von den Vereinigten Staaten (VS) angeführten Koalition haben sich, laut einem in dieser Woche im Internet erschienen Video, mit von der Türkei unterstützten Milizen nahe der Stadt Manbbij, die derzeit von den VS unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) kontrolliert wird, Gefechte geliefert.

In einer Stellungnahme gegenüber Kurdistan 24, hat der Sprecher für die von den VS geführten Truppen, Oberst Seam Ryan, eingeräumt, daß Koalitionsstreitkräfte von ungenannten Personen am 15. Oktober unter Beschuß genommen worden sind und das Feuer erwidert haben, jedoch vermied diese als türkische Stellvertreter der türkischen Streitkräfte zu bezeichnen. Oberst Ryan fügte hinzu, daß sich der Zwischenfall während einer gemeinsamen Patrouille der Koalition und des Militärrats von Manbij (MMC) ereignet hat. Pro-kurdische Quellen waren deutlicher und haben türkisch unterstützte Kräfte für den Vorfall, der sich in der Nähe des Dorfes Bughaz ereignet hat, verantwortlich gemacht.

Der MMC ist eine vor Ort mit den SDF verbunden Organisation. Er wurde gegründet um die hohe Anzahl kurdischer Milizen in der Region zu verschleiern. Der Hauptgrund hierfür ist, daß die Türkei, als NATO-Mitglied und Hauptpartner der VS in der Region, die kurdischen Milizen als Terroristen und große Bedrohung für die nationale Sicherheit der Türkei betrachtet. Washington bemüht sich darum um den Einsatz umfangreicher Maßnahmen zur Umbenennung der von den VS unterstützten kurdischen Streitkräfte, um eine weitere Eskalation mit Ankara zu vermeiden. Dennoch bleibt das amerikanisch-türkische Verhältnis über die sogenannte Kurdenfrage äußerst angespannt. Zwischenfälle wie am 15. Oktober sind eine weitere Bestätigung der tiefen Unvereinbarkeit beider Seiten.

Anfang dieses Monats sind Berichte aus kurdischen und türkischen Quellen aufgetaucht, nach denen die VS mit eine neue Runde des Wiederaufbaus im Nordwesten Syriens, begonnen hat, der mit ihrer Hilfe von den SDF besetzt ist. Washington soll zusätzliche Waffen und Fahrzeuge an SDF-Einheiten geliefert haben, die in der Nähe von Manbij stationiert sind  und die Anzahl der Außenposten der von den VS geführten Koalition dort erhöht haben. Diese Entwicklungen sind eine Reaktion auf wiederholte Erklärungen des türkischen Präsidenten, Recep Erdogan, daß sein Land mit einer Militäroperation beginnen würde, um die kurdische bewaffnete Gruppen aus der Region um Manbij und aus Nordsyrien im Allgemeinen zu vertreiben.

In der Zwischenzeit hat die Syrisch Arabische Armee erneut mit Artillerieangriffe auf Stellungen des ISIS in der Region al-Safa im Süden Syriens begonnen. Nach der Freilassung von sechs Geiseln, haben die terroristischen Gruppen weitere Gespräche über das Schicksal der verbliebenen gefangenen Zivilisten in der Region verweigert. Daraufhin bereitet die SAA nun eine militärische Option vor, um den ISIS zu zwingen über ein Dutzend Zivilisten freizulassen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-october-24-2018-us-troops-clash-with-turkish-backed-militants-near-manbij/

Übersetzung©: wunderhaft

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  • Igor Dano

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