Kriegsbericht vom 25. Oktober 2018: Milizen bringen Demilitarisierungsabkommen zum Zusammenbruch

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Die türkische Regierung bemüht sich weiterhin darum das internationale Publikum davon zu überzeugen, daß die Situation in der demilitarisierten Zone in Idlib unter Kontrolle ist und die dortigen bewaffneten Gruppen die in dem Abkommen vereinbarten Bedingungen erfüllen.

Ursprünglich hatten türkische Staatsmedien am 8. Oktober gemeldet, daß sämtliche bewaffnete Gruppen ihre schweren Waffen von dort abgezogen und die Auflagen im Rahmen des Abkommens erfüllt haben. Jedoch wurde am 15. Oktober, nach zahlreichen Verletzungen des Waffenstillstands, bekannt, daß Hayat Tahrit al-Sham und andere radikale Gruppen ihre Waffen und Mitglieder in der Region behalten haben. Um die friedlichen Bemühungen voranzutreiben habe Ankara und Moskau die Frist für die vollständige Umsetzung der Vereinbarung weiter ausgedehnt.

Am 24 Oktober ist der türkische Verteidigungsminister mit einer neuen Erklärung an die Öffentlichkeit getreten, nach der die 15-20 km breite demilitarisierte Zone von einer hohen Anzahl schwerer Waffen und radikaler Milizen gereinigt worden ist. Er sagte: “Die Türkei wird niemals die Errichtung eines Terrorkorridors im Süden ihres Landes erlauben”, und fügte hinzu, daß er sich am 27. Oktober mit seinem russischen Amtskollegen über das Deeskalationsabkommen beraten wird.

Das einzige Problem ist, daß am selben Tag bewaffnete Gruppen einen umfangreichen Raketen- und Mörserangriff auf die Distrikte al-Shahba, al-Zahra, Halab al-Jadidah und Adhamiyah in der Stadt Aleppo durchgeführt haben. Mindestens 10 Zivilisten sind bei dem Angriff, der aus dem Nordwesten des Umlands der Stadt auf die Region ausgeführt worden ist, verletzt worden.

Die Syrisch Arabische Armee (SAA) beantwortete den Angriff mit Artillerieangriffen auf Stellungen der Militzen in Kafr Hamrah, Dahrat Abd Rabh, al-Salat, al-Zahra und al-Leramoun

In der Zwischenzeit haben Einheiten des ISIS Stellunge der von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) um das Dorf Hajin angegriffen. Laut der mit dem ISIS verbundenen Nachrichtenagentur, Amaq, sind bei den Angriffen 14 Mitglieder des SDF getötet, 4 weitere verletzt und 3 gefangen genommen worden. Im demselben Bericht wurde hinzugefügt, daß der ISIS einen Bulldozer erbeutet hat.

Laut den SDF nahen Quellen, hat die SDF die Angriffe erwiedert und 51 ISIS-Mitglieder getötet. Während es keine Zweifel an der Überlegenheit in Bewaffnung und Einsatztärke der SDF über den ISIS gibt, bleibt dennoch unklar, warum die von der durch die VS angeführte Koalition unterstützte Gruppe unfähig war den Kessel von Hajin auszulöschen, sofern die Berichte über Hunderte getöteter ISIS-Kämpfer der Wahrheit entsprechen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-october-25-2018-militants-push-idlib-demilitarization-agreement-to-collapse/

Übersetzung©: wunderhaft

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