0 $
2,350 $
4,700 $
859 $
0

Kriegsbericht vom 26. Dezember 2018: Israelischer Angriff auf Syrien. S-300 noch nicht einsatzbereit

Donate

 

 

Am späten Abend des 25. Dezember hat die israelische Luftwaffe einen Raketenangriff auf Ziele in der Nähe des Internationalen Flughafens von Damaskus ausgeführt. Berichten zufolge, haben israelische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 mindestens 16 Raketen aus dem libanesischen Luftraum abgefeuert.

Die syrischen Medien haben betont, daß die Luftverteidigungsstreitkräfte (SADF) die meisten der feindlichen Raketen abgefangen haben, räumten jedoch ein, daß mindestens 3 syrische Soldaten bei dem Vorfall verletzt worden sind. Die SADF haben die an dem Angriff  beteiligten Jets ebenfalls mit Raketen beschossen. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben bestätigt, daß sie ihre eigenen Luftabwehrsysteme zum Schutz der Jets eingesetzt haben.

Die syrische Seite hat nicht das zur Luftabwehr von Rußland gelieferte System vom Typ S-300 eingesetzt. Die syrischen Soldaten haben die hierfür notwendige Ausbildung noch nicht beendet. Laut Experten wird das syrische S-300-System in der 2. Januarhälfte oder Anfang Februar 2019 einsatzbereit sein.

Der jüngste israelische Angriff ereignete sich einen Tag nach der Erklärung des russischen Verteidigungsministerium über die Heimkehr von 150 Soldaten des Regiments des zentralen russischen Militärdistrikts aus Syrien.

Am 25. Dezember sind Soldaten der Syrischen Armee mit Unterstzung russischer Soldaten in das Dorf Arima, westlich der Stadt Manbij, einer Hochburg der so genannten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), eingedrungen. Zuvor wurde Arima von den SDF kontrolliert. Die jetzige Situation ist jedoch unklar. SDF-nahe Quellen behaupten, daß das Dorf unter der gemeinsamen Kontrolle der SDF und der Syrischen Armee stehe. Regierungsnahe Quellen sagen hingegen, daß das Dorf an die Regierung übergeben worden sei.

Quellen vor Ort behaupten, daß dieser Schritt die erste Etappe der Umsetzung eines Grenzabkommens darstellt, daß bald zwischen der Regierung in Damaskus, Rußland und den von Kurden dominierten SDF geschlossen werden könnte.

Seit der Entscheidung der Vereinigten Staaten zum Abzug ihrer Truppen aus Syrien und erneuter türkischer Drohungen mit einer Militäroperation gegen bewaffnete kurdische Gruppen in Nord-Syrien, haben die SDF verzweifelt nach einem neuen Beschützer vor Ankara gesucht. Die Regierung in Damaskus sowie Rußland stellen eine der von der kurdischen Führung erwogenen diesbezüglichen Möglichkeiten dar. Eine andere Option ist die Hoffnung darauf, daß die verbleibenden Soldaten der Vereinigten Staaten (VS) und französische Truppen in der Lage sein werden eine türkische Offensive entlang der gesamten Kontaktlinie zwischen den SDF und dem türkischen Militär zu verhindern.

Derweil setzt Ankara seine Mobilmachung in den an Syrien grenzenden Landesteilen fort. Kürzlich soll eine Charge von Kampfpanzern des Typs Leopard 2A4 in die Region entsandt worden sein.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-dec-26-2018-israel-strikes-syria-s-300-is-not-employed/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Donate

SouthFront

Do you like this content? Consider helping us!