Kriegsbericht vom 27. Dezember 2018: Große Anzahl syrischer Truppen nahe Manbij stationiert

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Am 26. Dezember haben Milizen mit al-Qaida verbundenen Operationszentrale von Wa Haid al-Muminin Partisanenangriffe auf verschiedene Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) in Nord-Latakia ausgeführt. Laut den Milizen nahen Quellen sind hierbei über 20 Soldaten der SAA getötet worden.

Einer anderen Version der Ereignisse zufolge, hat die SAA die Angriffe in den Dörfern Nakhshiba, Ruysat al-Malik und Ayn al-Qantra zurückgeschlagen und die meisten der Angreifer getötet.

Bereits Ende November hatte Wa Harid al-Muninin einen ähnlichen Angriff auf Stellungen der SAA in Nord-Latakia verübt, wobei damals 5 Milizen von der SAA getötet worden sind.

Die SAA hat Hunderte gut ausgerüsteter Soldaten der 1. Division und der Republikanischen Garden im Westen der von den durch die Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) kontrollierten Stadt Manbij stationiert

Zahlreiche regierungsnahe Quellen spekulieren darüber, ob die SAA bald ebenso die von den SDF gehaltene Stadt Manhij einmarschieren wird, wie sie das in dm Dorf Arima getan hat. Ein hierzu von SouthFront befragte Quelle hat diese Spekulationen weder bestätigt noch dementiert.

In der Zwischenzeit sind Berichte aufgetaucht, nach denen eine Delegation ägyptischer Geheimdienstbeamter demnächst Damaskus besuchen will, um über die Eskalation im Nordosten Syriens zu reden. Berichten nach, will diese Delegation, gemeinsam mit den Russen bei Verhandlungen zwischen der Regierung in Damaskus und dem, als Demokratischer Rat Syriens bekannten, politischen Arm der SDF vermitteln.

Das Pressezentrum der SDF hat berichtet, daß 236 ISIS-Mitglieder in den jüngsten Gefechten sowie bei Luftangriffen der von den VS geführten Koalition in der Region Haijn, im Nordosten Syriens, getötet worden sind. Die SDF haben weder Photos noch Videos zur Bestätigung einer solch hohen Anzahl von Opfern unter ISIS-Mitgliedern bereitgestellt. Nach der Übernahme der Kontrolle in Hajin, haben die SDF ihre Bemühungen fortgesetzt, den Rest der vom ISIS besetzten Ortschaften am Ostufer des Euphrat zurückzuerobern, mit bisher jedoch nur bescheidenem Erfolg.

Eine hochrangige türkische Delegation, einschließlich Außenminister, Mevult Cavusoglu, dem Präsidentenberater, Ibrahim Kalin, dem Verteidigungsminister, Hulusi Aar und dem Chef des Geheimdienste, Hakan Fidan, werden am kommenden Wochenende Moskau besuchen, um die Situation in Nordosten Syriens zu diskutieren. Ankara sucht wahrscheinlich nach russischer Unterstützung oder zumindest Neutralität bei der bevorstehenden neuen türkischen Militäroperation in der Region gegen die von Kurden dominierte SDF.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-dec-27-2018/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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