Kriegsbericht vom 27. September 2018: Verschiedene europäische Staaten haben Komponenten für Chemiewaffen nach Idlib geliefert

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Wie der Direktor der Abteilung für die Nichtverbreitung und die Kontrolle von Waffen des russischen Außenministeriums, Wladimir Jermakow am 25. September erklärt hat, wurden von verschiedenen europäischen Staaten Komponenten für Chemiewaffen in die syrische Provinz Idlib geliefert. Am 20. September hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Zakharowa erklärt, daß die Gefahr eines inszenierten Chemiewaffenangriffs in der Provinz Idlib weiterhin besteht. Die Diplomatin hat gesagt, daß Hayat Tahrir al-Sham (die ehemalige al-Nusra Front, der syrische Zweig von al-Qaida) die mit ihr verbündeten Milizen zu diesem Zweck mit chemischen Kampfstoffen ausgestattet hat.

Diese Erklärungen der russischen Seite zeigen, daß die Situation in Idlib kompliziert bleibt und die Gefahr einer erneuten Eskalation weiterhin besteht, falls die Milizen versuchen das am 17. September vereinbarte Demilitarisierungsabkommen zu sabotieren.

In der Zwischenzeit spekulieren russischsprachige Medien darüber, ob Rußland Syrien, zusätzlich zu der bereits angekündigten Lieferung von S-300 Luftabwehrraketen, mit einer weiteren Anzahl von Kurz- und Mittelstrecken-Luftabwehrsystemen beliefern wird. Diese Berichte bleiben unbestätigte.

Jordanien und Syrien könnten, laut der jordanischen Tageszeitung al-Ghad, in der ersten Oktoberhälfte den Grenzübergang Nasib öffnen. Am 25. September hat der Syrische Premierminister, Imad Khamis erklärt, daß die syrische Seite des Grenzübergangs instandgesetzt worden ist.

Wenn das zutrifft, ist diese Entwicklung ein weiteres Zeichen für den Wiederaufbau in Süd-Syrien, nach der Befreiung durch Regierungsstreitkräfte vor einigen Monaten. Dies wird auch mehr Flüchtlingen aus Jordanien die Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen.

Der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, Jim Mattis, hat das Militär angewiesen die Patriot-Luftabwehrsysteme im Nahen Osten aus Jordanien, Kuweit und Bahrain abzuziehen, wie das Wall Street Journal, unter Berufung auf verschiedene, leitende Militärs, mitgeteilt hat.

Dieser Bericht hat Spekulationen darüber entfacht, ob diese Entscheidung ein Zeichen der VS für die Fortsetzung der Bemühungen der veränderten globalen Militärstrategie Washingtons ist, weiteren globalen “Bedrohungen”, wie die durch China oder Rußland, entgegenzuwirken. Nichtsdestotrotz sind ein Konflikt mit dem Iran sowie die Unterstützung Israels wichtige Punkte in der Außenpolitik der derzeitigen VS-Administration. VS-Präsident, Donald Trump, hat dies wiederholt offiziell erklärt. Außerdem hat seine Administration eine Reihe von Schritten in diese Richtung unternommen. Im Licht der jüngsten Entwicklungen in Syrien, einschließlich der Il-20-Zwischenfalls und der russischen Entscheidung S-300-Systeme an das syrische Militär zu liefern, ist es höchst unwahrscheinlich, daß die VS ihre militärische, diplomatische und ökonomische Involvierung im Nahen Osten in nächster Zeit verringern werden.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-september-27-2018-several-european-states-deliver-chemical-weapons-components-to-idlib/

Übersetzung©: wunderhaft

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