Kriegsbericht vom 8. Oktober 2018: Die Gefechte zwischen bewaffneten Gruppen in West-Aleppo dauern an

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Die bewaffneten Gruppen in Idlib, die sich weigern die Waffen niederzulegen und die Angriffe auf Regierungsstreitkräfte fortsetzen müssen entweder gefangengenommen oder vernichtet werden, sagte der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für den Nahen Osten, Mikhail Bogdanow, am 6. Oktober gegenüber RIA Novosti, der staatlichen Nachrichtenagentur des Landes.

Er erklärte, daß Rußland und seine Partner, einschließlich der international anerkannten Regierung in Damaskus, diese Position wiederholt vertreten haben. Der Diplomat fügte hinzu, daß Rußland die Kontakte mit der Türkei über die Situation in Idlib im Rahmen des von den Seiten im September vereinbarten Abkommens aufrechterhält.

Unter Hayat Tahrir al-Sham (die ehemalige al-Nusra Front) der von der Türkei unterstützten Nationale Befreiungsfront (NFL) scheinen in West-Aleppo während der letzten zwei Wochen Spannungen ausgebrochen zu sein.

Unsprünglich brachen brachen die Spannungen zwischen den Seiten am 26. September aus, als Hayat Tahrir al-Sham die NLF in der Stadt Darar Izza angegriffen hat. Nach einer Reihe von Gefechten hatten die beiden Seiten einen Waffenstillstand vereinbart. Dennoch sind am 5. Oktober in Kafr Nouran erneut Gefechte zwischen den Seiten ausgebrochen. Am 6. Oktober wurden auch Zusammenstöße aus den Städten Mizanaz und Kafr Nouran. Laut verschiedenen Quellen, sind bei diesen Vorfällen bis zu 7 Milizen und ein Dutzend Zivilisten getötet worden.

Derzeit haben die beiden Seiten erneut einen Waffenstillstand vereinbart. Jedoch scheint es, als würden die Spannungen der Seiten um so größer werden, je näher der 20. Oktober, der Tag der Errichtung der demilitarisierten Zone, rückt. Sowohl Hayat Tahrir al-Sham als auch andere Gruppen werden die Hauptverlierer sein, wenn das Abkommen durchgesetzt wird.

Am 6. Oktober sind bereits Berichte erschienen, nach denen die Freie Idlib Arme und Faylaq al-Sham, die beide Teile der NFL sind, schon mit dem Rückzug ihrer schweren Waffen und Ausrüstung aus der vereinbarten Pufferzone begonnen haben.

Am 7. Oktober hat der israelische Premierminister, Benjamin Netanjahu, erklärt, daß er und der russische Präsident, Wladimir Putin, währenddessen vereinbart haben sich bald zu treffen, um über die Situation in Syrien sowie über eine weitere Zusammenarbeit der beiden Staaten zu diskutieren.

“Wir haben vereinbart uns bald zu treffen, um die wichtige Koordination der Sicherheit unserer beider Streitkräfte fortzusetzen”, erklärte Netanjahu auf einer Kabinettssitzung in Jerusalem.

Während desselben Treffens hat der israelische Premierminister erneut wiederholt, daß Israel weiterhin gegen den Iran und die Hisbollah in Syrien vorgehen wird.

Die israelische Führung hofft vermutlich darauf, daß das bevorstehende Treffen zwischen Netanjahu und Putin die nach dem Abschuß der Il-20 am 17. September entstandenen Spannungen zwischen den beiden Staaten behebt, was Tel Aviv in die Lage versetzen würde weitere Konsequenzen seiner kürzlich demonstrierten “feindseligen” Annäherung gegenüber Rußland zu vermeiden.

Nach den Worten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), sind seit dem Beginn der Operation der Demokratischen Kräften Syriens (SDF) in der Region Hajin in der Provinz Deir ez-Zor 241 Mitglieder und Kommandeure des ISIS bei Gefechten mit den SDF getötet worden. Laut eigenen Berichten der SDF war die Anzahl der getöteten ISIS-Kämpfer sogar noch größer. Nichtsdestotrotz bleibt die Situation in der Region kompliziert und Einheiten der SDF sind bisher nicht in der Lage gewesen den Widerstand des ISIS in Hajin zu brechen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-october-8-2018-clashes-between-militant-groups-onoing-in-western-aleppo/

Übersetzung©: wunderhaft

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