Raketenregen Auf US-Stützpunkte Im Irak

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Die US-Militärstützpunkte leiden unter schlechtem Wetter, denn es scheint, es würde in den letzten Mai- und ersten Apriltagen Raketen regnen.

Am späten 2.Mai wurde der US-Stützpunkt Camp Victory mit Raketen beschossen. Zwei Raketen schlugen auf der, in der Nähe des Bagdader Flughafens gelegenen, US-Basis ein. Ein dritter Flugkörper wurde nach Berichten von einem C-RAM Flugabwehrsystem abgefangen. Dies war bereits der zweite Angriff auf Camp Victory innerhalb von 10 Tagen.

Nicht lange danach, am 3.Mai wurde der Balad Luftwaffenstützpunkt in der Provinz Salah al-Din,  wo Irakische Streitkräfte und US-Auftragnehmer stationiert sind, Ziel eines weiteren Raketenangriffes.

Der kommandierende Offizier der Basis, Brigadegeneral  Sahi Abdul Ameri, sagt, dass insgesamt 9-10 Explositionen gehört wurden, wohingegen aber nur 3 Raketen auf dem Areal des Stützpunktes explodierten.

Nach Berichten handelte es sich um 107mm Katjuschas.

Vermeintliche Fotos zeigen, dass die jeweiligen Raketenwerfer mit Fotos des ermordeten iranischen Generals Qassem Soleimani und dem PMU Kommandanten Abu Mahdi al-Muhadis beklebt waren.

Das Pentagon kommentierte, dass die zunehmende Anzahl von Angriffen auf US-Truppen im Irak keineswegs bedeute, dass keine effizienten Maßnahmen zum Schutz dieser getroffen würden, und unterstrich, dass die betroffene Basis nur irakische Truppen und Auftragnehmer einer US Firma beherberge.

Währenddessen gibt es fast täglich Angriffe mit improvisierten Sprengvorrichtungen auf  Versorgungs- und Ausrüstungskonvois im ganzen Irak. Der aktuellste erfolgte am 2.Mai, als zwei Konvois angegriffen wurden. Pro-iranische Gruppierungen werden verdächtigt,  hinter den Angriffen zu stecken.

Die kürzlichen Angriffe könnten eine Antwort auf Explosionen am 2.Mai innerhalb eines Chemiewerkes in der Nähe der Stadt Qom im Zentraliran sein.

Ein Sprecher der lokalen Feuerwehr sagte der halboffiziellen  Nachrichtenagentur ISNA, dass es gelang zu verhindern, dass das Feuer auf in der Nähe befindliche Alkoholtanks übergriff, was einen sehr großen   Unfall zur Folge gehabt hätte, wenn diese Feuer gefangen hätten.

Offiziell wurde nichts über die Gründe der Explosion veröffentlicht, aber es passierte genau in dem Moment als  Berichte auftauchten, dass  es in den Wiener Verhandlungen zur Rettung des Iran-Nuklear-Vertrages Fortschritte gab.

Am ersten Mai gab der Iran bekannt, dass die USA zugestimmt hätten, einige Sanktionen aufzuheben, um das Abkommen aus dem Jahre 2015 wiederzubeleben.

Tel Aviv hatte eine Weile versucht, dies zu verhindern.

Letzten Moment wurde auch die iranische Urananreicherungsanlage in Natanz Opfer einer Sabotageaktion. Man beschuldigt israelische Geheimdienste.

Der Teufelskreis der Verhandlungen um den Nuklearvertrag mit dem Iran besteht weiterhin,  und es ist anzunehmen, dass sich diese Situation weiter verschlimmert, wenn Washington und Teheran eine Übereinkunft treffen sollten, mit welcher Tel Aviv nicht zufrieden ist.

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