Russische Armee erhält erstmals Kampflaser

Donate

Kampflaser

© Fotolia/ Losevsky Pavel

In der russischen Armee sind erstmals Kampflaser in Dienst gestellt worden, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

Der stellvertretende russische Verteidigungsminister Juri Borissow berichtete am Dienstag, dass die Armee bereits einzelne Modelle der Laserwaffen erhielt. Dabei betonte Borissow, dass es sich dabei nicht um experimentelle, sondern um in Dienst gestellte Exemplare handelt. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben.

Laut dem Militärexperten Leonid Iwaschow werden die Kampflaser bei den Landtruppen zur Blendung gegnerischer optisch-elektronischer Mittel genutzt.

„Der Laser kann Geräte der optischen Aufklärung und Visiermittel blenden. Seine Strahlung kann auch einige Steuer- und Kommunikationssysteme stören.“ Iwaschow zufolge waren zuvor in den russischen Streitkräften bereits Tests von Kampflasern absolviert worden. Motorisierte Schützeneinheiten sollten mit Kampflasern ausgestattet werden, die die gegnerischen Soldaten blenden würden. In den Flugabwehreinheiten sollten niedrig fliegende Ziele, darunter Marschflugkörper, mit Laserstrahlen vernichtet werden. Allerdings wurden diese Modelle wegen nicht in Dienst gestellt, weil sie nicht mit den nötigen Energiequellen versorgt werden konnten.

Laut Igor Korotschenko vom Fachbeirat des Verteidigungsministeriums sind Laser beim Kampf gegen Drohnen aktuell, deren Vernichtung mit Flugabwehrkomplexen entweder unzweckmäßig oder schwierig ist. Der an Fahrzeugen installierte Laser kann diese Aufgabe lösen.

Dem Militärexperten Konstantin Siwakow zufolge können Kampflaser zur Unterdrückung der Steuersysteme von Panzerwaffen genutzt werden. Es könne außerdem um Laserwaffen zur Raketenabwehr von Schiffen im nahem Bereich und Mittel zur Unterdrückung optisch-elektronischer Mittel gehen.

Am Mittwoch wurde bekanntgegeben, dass Russland ein Lasersystem zur Unterdrückung gegnerischer Aufklärungsmittel aus der Luft schaffen will. Dies geht aus dem Jahresbericht des Forschungsunternehmens „Almas“ hervor, das zu dem Konzern Almas-Antej gehört.

Donate

Do you like this content? Consider helping us!