Syrien: Das offene Versagen der US-Propagandatäuschungen

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Die Obama-Regierung, und insbesondere die CIA und das Außen­mini­ste­ri­um, scheinen Probleme zu haben. Sie schreien so laut wie möglich gegen Russland und behaupten, die Säuberung Ostaleppos von Al Qaeda-Terroristen sei Völkermord. Und gleichzeitig fällt nie ein Wort über die Hungersnot der Houthis im Jemen, die direkt durch die Bombardierung und Blockade der USA und Saudi Arabiens verursacht wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Moon O fAlabamaÜbersetzung von FritztheCat

Aber immer mehr große Nachrichtenportale unterstützen die russische Behauptung, die „moderaten Rebellen“ der USA schmusen in Syrien unter einer Decke mit al Qaeda – wenn sie nicht sogar al Qaeda selbst sind.

Reuters berichtete (wenn auch ganz am Ende eines langen Berichts):

„In Aleppo teilen Rebellen der „Free Syrian Army“ (FSA) ihre Schlachtpläne mit Jaish al-Fatah, eine Allianz islamistischer Gruppen, zu denen der frühere syrische Flügel von al Qaeda gehört.

Währenddessen sind in der benachbarten Provinz Hama FSA-Gruppen, bewaffnet mit amerikanischen Panzerabwehrwaffen, an einer größeren Offensive mit der von al Qaeda inspirierten Gruppe Jund al-Aqsa beteiligt.“

Das Wall Street Journal ist noch direkter und schreibt in der Schlagzeile: „Syrische Rebellen nähern sich Gruppen an, die mit al Qaeda verbündet sind“

„Einige der größten Rebellengruppen verstärken ihre Allianzen mit al Qaeda-verbündeten Gruppen, trotz eine US-Warnung, sich von den Extremisten zu trennen oder zu riskieren, von Luftschlägen getroffen zu werden.“

„Einige Rebellengruppen, die bereits mit der „Syria Conquest Front“ verbündeten waren, haben daraufhin ihre Allianzen bekräftigt. Aber andere, wie Nour al-Din al-Zinki, eine ehemalige Gruppe der CIA und eine der größten Fraktionen in Aleppo, haben in den letzten Tagen zum ersten Mal der Front ihre Treue geschworen.“

Ja, al Qaeda hat öffentlich verkündet, dass die CIA-Gruppen Nour el-Din Zinki und Suqour al-Sham ihrem Dschihad beigetreten sind.

Erst im August hat das Außenministerium Zinki verteidigt, nachdem einige Mitglieder einen palästinensischen Jungen aus einem Krankenhaus in der Nähe Aleppos entführt hatten und ihn vor laufender Kamera enthaupteten:

„Bei einer PK des Außenministeriums spielte der Sprecher Mark Toner den Vorfall herunter, oder die Möglichkeit, die USA könnten aufhören, nur wegen des enthaupteten Kindes die Waffenlieferungen an Nour al-Din al-Zinki einzustellen.

Toner behauptete steif und fest, „…ein Zwischenfall hier und dort macht einen nicht zwangsläufig zu einer terroristischen Gruppe.“

Die neuen Berichte folgen auf ein Interview des Ex-Politikers und Journalisten Jürgen Todenhöfer mit einem al Qaeda Kommandanten, das hier auf Englisch veröffentlicht wurde. Der Kommandant sagte, Nusra (al Qaeda) würde über Untergruppen direkt mit amerikanischen TOW-Raketen versorgt. Er sagte über diese Gruppen:

Sie sind alle mit uns. Wir sind alle al-Nusra Front. Eine Gruppe entsteht und sie nennt sich „Islamic Army“ oder „Fateh al-Sham“. Jede Gruppe hat ihren eigenen Namen, aber ihr Glaube ist einer. Der allgemeine Name ist al-Nusra Front. Eine Person hat zum Beispiel 2000 Kämpfer. Dann gründet er damit eine neue Gruppe und nennt sie „Ahrar al-Sham“. Brüder, deren Glauben, Denken und Ziele identisch sind mit denen der al-Nusra Front.“

Vor kurzem wurde ein weiteres Interview veröffentlicht, zwischen dem früheren Soldaten Jack Murphy und eine Soldaten der Green Berets, der in der Türkei und in Syrien stationiert war. Die Green Berets sind Spezialkräfte der US-Armee. Sie sind auf die Ausbildung und den Kampf mit örtlichen Guerillagruppen gegen Regierungen spezialisiert, auf die es die USA abgesehen haben. Der interviewte Soldat hatte den Auftrag, in der Türkei „moderate syrische Rebellen“ zu trainieren. Teile des Interviews (paywall) werden hier zitiert :

„Niemand vor Ort glaubt an diesen Auftrag oder diesen Aufwand,“ schreibt ein früherer Green Beret über Amerikas verdeckte und heimliche Programme zum Training und der Bewaffnung syrischer Widerständler. „Sie wissen, dass wir nur die nächste Generation der Dschihadis ausbilden, daher sabotieren sie es und sagen ‚Scheiß drauf, was soll’s?‘. ‚Ich will nicht dafür verantwortlich sein, dass die Nusra-Typen einmal sagen sie seien von Amerikanern trainiert worden,‘ sagte der Green Beret.“

„Murphy gibt offen zu: ‚FSA und al-Nusra sind nicht auseinander zu kennen, denn sie sind im Grunde die selbe Organisation. Bereits 2013 sind FSA-Kommandeure mit ihrer ganzen Einheit zu al-Nusra übergelaufen. Dort laufen sie noch unter ihrem FSA-Namen, aber das ist nur zur Schau, das gibt ihnen einen säkularen Anschein, damit sie weiterhin Waffen von der CIA und dem saudischen Geheimdienst bekommen. In Wahrheit ist die FSA nichts anderes als Feigenblatt für die mit al Qaeda verbündete al-Nusra. …“

Es ist eine Sache, wenn das die Russen sagen. Aber wenn Reuters, WSJ und unabhängige deutsche und amerikanische Experten über diese Tatsachen berichten, dann ist das etwas anderes. Das erste kann man als „Putin-Lügen“ verunglimpfen, aber die anderen sind schwer zurückzuweisen.

Die Russen haben Recht. Die USA haben die „moderaten Rebellen“ nicht von al Qaeda getrennt, so wie sie in dem Waffenstillstandsabkommen zugesagt haben. Denn die „moderaten Rebellen“ und al Qaeda sind ein und dasselbe. Die „Moderaten“ sind al Qaeda. Das war nicht unbekannt. Eine Analyse der DIA von 2012 sagt nichts anderes. Die CIA wusste es natürlich schon lange. Aber das saudische Werkzeug, das der CIA vorsteht, John Brennan, kann so etwas nicht zugeben, denn seine Herren vom Golf sind auch jene, die al Qaeda finanzieren.

Sie kaufen die Waffen, die Brennans Leute an al Qaeda weiterreichen. Der „Endverbraucher“ für einen Waffenkauf in der Ukraine ist Saudi Arabien, so steht es in diesem Zertifikat:

https://twitter.com/towersight/status/781394559045689344/

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Aber wer soll glauben, dass die saudischen Diktatoren 100 Exemplare veralteter T-55 Panzer brauchen? Die Waffen in dem Zertifikat, Schätzwert 300-500 Millionen Dollar, sind offensichtlich für al Qaeda in Jemen und Syrien. (Haben Joe Biden oder sein Sohn, beide schwer in der Ukraine beschäftigt, für den Deal eigentlich eine Provision erhalten?)

Während sich die Fakten anhäufen – wie lange noch können die New York Times und die Washington Post ihre Propagandabehauptungen aufrechterhalten? Man muss zugeben, sie versuchen wirklich ihr Bestes. Zu ihrem Unglück ist ihr Bestes leider nur Mittelmaß. Die NYT hat heute herausgefunden, dass „Putin sich in seiner Rolle als Störer gefällt“. Woher weiß die NYT, dass Putin „daran Spaß hat“? Der Reporter hat Putin nicht selbst gefragt. Aber er hat ein paar kluge Experten befragt, die Einblick in die inneren Gedanken Putins haben und sie haben dem Autor versichert, dass das tatsächlich der Fall ist. Sie wissen ganz genau wie Putin denkt. Es handelt sich dabei um Richard Haass, den Präsidenten des Council on Foreign Relations, James R. Clapper, den Direktor der Geheimdienste, James B. Comey, den FBI-Direktor und Robert Kagan, die führende Stimme der Neokons und Clinton-Förderer.
Das sind mal „Experten“!

Und dazu noch die Dutzenden von Geschichten darüber, wie „Russland rücksichtslos Zivilisten/Krankenhäuser/Bäckereien in Ost-Aleppo bombardiert“, aber nie irgendwelche „Rebellen“ trifft, denn die tauchen in den Geschichten überhaupt nicht auf. Ein Artikel der NYT präsentierte kürzlich 14 „Stimmen“. Acht davon gehören zu Propagandisten, die mit den Weißhelmen verbündet sind, vier stammten von westlichen Diplomaten. Ein Vertreter der syrischen Regierung und ein russischer Sprecher wurden am Ende des Artikels zitiert. Russisches Militär wurde nicht gefragt und auch niemand aus West-Aleppo, wo bei weitem die meisten Menschen dieser Stadt unter dem Schutz der Regierung leben und die dem täglichen Granatenhagel der „Rebellen“ ausgesetzt sind.

Aber all die Märchen, die wir über die teuflischen Russen hören, die müssen stimmen! Sogar die 7-jährige Bana Alabed muss jetzt aus Ost-Aleppo twittern, über ihr tragisches Schicksal unter den rücksichtslosen Angriffen der Russen. Das Ganze in perfektem Englisch und einer ausgezeichneten WiFi- und Internetverbindung, wie ihre vielen „White Helmets“ Foto-Anhänge und Videos beweisen. Aber die ganze Stadt sei verwüstet und in Trümmern, sagt sie, während direkt vor ihrem Haus Phosphorbomben einschlagen.

Aber Bana ist ein sehr verantwortungsvolles Mädchen:

Liebe Welt, es ist besser ihr beginnt den 3. Weltkrieg als dass Russland & assad ein #HolocaustAleppo anrichten - https://twitter.com/AlabedBana/status/781597903924125697

Liebe Welt, es ist besser ihr beginnt den 3. Weltkrieg als dass Russland & assad ein #HolocaustAleppo anrichten – https://twitter.com/AlabedBana/status/781597903924125697

Ihre „Mutter“ hat „exklusiv“ mit der Daily Mail telefoniert und zugesichert, dass das alles wahr sei. Der Telegraph zeigt sie in einer Diashow mit trauriger Musik und der Guardian wirbt auch für sie. Ein weiteres „Gay Girl in Damaskus“ Medienversagen. Der Guardian war 2011 ebenso Teil dieser Verarsche. Wenn dieses 7-jährige Mädchen in Ost-Aleppo sitzt und nicht in Dänemark oder Großbritannien, dann bin ich auf dem Mars. Kein zurechnungsfähiger Leser wird so eine Werbegag ernst nehmen. Welche PR-Firma hat sich diesen traurigen Blödsinn ausgedacht?

Das Märchen mit den „moderaten Rebellen“, solche Geschichten und der Unsinn, den die Propagandaklitschen der Weißhelme verbreiten, sie beginnen auseinanderzufallen. Der „National“ aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, eine renommierte internationale Zeitung, hat kürzlich beim Gründer der Weißhelme etwas tiefer gegraben, einem „früheren“ britischen Militäragenten, der für Verteidigungsinteressen am Golf arbeitet. Hört sich nicht gerade nach „wohltätig“ an. Ein bemerkenswerter Bericht, auch wenn ihm noch die Details fehlen, aber es ist der erste Bericht in einer größeren Zeitung, der sich mit diesem Unternehmen kritisch auseinandersetzt.

Die Lügen der Obama-Regierung über die „moderaten Rebellen“ werden jetzt offen in großen Medien diskutiert. Die Propaganda von #HolocaustAleppo (ist der Missbrauch des Holocaust-Mems nicht antisemitisch?) verwandelt sich in einen Treppenwitz.

Russland erhöht den Einsatz in Syrien. Zusätzliche SU-24, SU-25 und SU-34 Jets kommen an. Fast 6000 russische Soldaten sind vor Ort. Die al Qaeda-“Rebellen“ der CIA verlieren in Ost-Aleppo und kommen anderswo zum Stillstand und sind unter Druck. Sie werden in Fetzen gebombt. Einpaar neue BM-21 Raketenlafetten und schwerere Luftabwehrartillerie wurden ihnen geliefert. Aber das sind nur Pflaster für eine tödlich blutende Wunde. Selbst MANPADS werden die Situation kein bisschen verändern.

Die USA, die Saudis und insbesondere Brennans CIA haben diesen Kampf verloren. Werden es Obama und Kerry zugeben? Oder werden sie erneut zu einer Verzweiflungstat greifen und etwas Verrücktes machen?

 

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