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Syrien-Krieg: Israels Bereitschaft zur Blockade iranischer Öllieferungen, VS-untertützte Kräfte lassen in Syrien Flüchtlinge hungern

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Wie ein Sprecher der Terrorgruppe am 6. März in einer Videobotschaft mitgeteilt hat, wird Hayat Tahrir al-Sham seine Angriffe auf die Syrisch Arabische Armee (SAA) und russische Kräfte rund um die Provinz Idlib fortsetzen. Abu Khalid al-Shami hat der SAA und russischen Kräften mit “langen, dunklen Nächten” und “schwarzen, blutgetränkten Tagen” gedroht.

Diese Ankündigung erschien als Antwort auf die kürzliche Wiederaufnahme der Angriffe der SAA auf die Infrastruktur von Hayat Tahrir al-Sham und ihrer Verbündeten in der Provinz.

Die derzeitige Situation in dem Flüchtlingslager Rubkan, nahe des Stützpunkts der Vereinigten Staaten (VS) in al-Tanf, entwickelt sich zu einer akuten humanitären Krise. Am 5. März hat das russische Verteidigungsministerium Satellitenbilder veröffentlicht, die die momentanen Lebensbedingungen in dem Lager zeigen.

  • In direkter Nähe zu den Wohnanlagen befindet sich eine Mülldeponie.
  • Ein beachtlicher Teil des Lagers besteht aus Zelten und Verschlägen, was bedeutet, daß hier kein Ort für eine langfristige Aufenthalt von Tausenden Menschen geschaffen worden ist.
  • Lebensmittellager oder Küchen sind dort nicht zu auszumachen.
  • Lebensmittel können nur auf kurzfristig von bewaffneten Gruppen errichteten Märkten bezogen werden.

Das russische Militär hat erklärt, daß von den VS unterstützte Kräfte Zivilisten am Verlassen des Lagers hinder. Es betonte, daß die Region Rubka kein Flüchtlingslager mehr sei, sondern eine Reservat mit Geiseln.

Die russische Seite betonte, daß das VS-Militär die Evakuierung von Zivilisten ablehnt und Gerüchte streut, nach denen diese von der Regierung in Damaskus verfolgt würden. Von den VS untertützte Milizen fordern von Menschen, die das Lager verlassen wollen, beträchtliche Summen in US-Dollar.

Die Erklärung fügt an, daß sich etwa 35.000 Menschen bereiterklärt haben in den von der Regierung kontrollierten Teil des Landes zurückzukehren.

Anfang März hat der stellvertretenden Sprecher des VS-Außenministeriums mitgeteilt, daß Washington dem syrisch-russischen Plan der Evakuierung der Menschen aus der Region widerspricht, weil dies nicht mit allgemeinen “Schutz-Standards” vereinbar sei. Jedoch erklärte er nicht, welchen Standards die in Rukban von durch die VS unterstützten Kräften geschaffenen Lebensbedingungen für die Flüchtlinge genügen.

Am 6. März hat der israelische Premierminister, Benjamin Netanjahu, damit gedroht hat israelische Kriegsschiffe einzusetzen, um behilflich zu sein fortgesetzte Bemühungen des Irans zu unterbinden, Öl auf dem Seeweg zur Umgehung von VS-Sanktionen zu transportieren. Netanjahu betonte, daß die israelischen Marinesoldaten gut ausgebildet und geübt darin sind Missionen auf hoher See gegen Gegner auszuführen. Allerdings hat er nicht erklärt, wie eine relativ kleine israelische Flotte die vom Iran genutzten Schiffahrtsrouten blockieren will. Höchstwahrscheinlich erwartet der israelische Premierminister, daß die israelische Flotte, im Falle einer maritimen Konfrontation, direkte Unterstützung der US Navy erhält. Das würde erklären, woher Israel die Bereitstellung von Ressourcen für einen Sieg bei einer solchen, unterstellten Auseinandersetzung zu beziehen gedenkt.

Während diese Art von Erklärungen für israelische Politiker gängige Praxis bei der Ausnutzung der Spannungen mit dem Iran sind, um eine höhere Punktzahl auf dem politischen Spielfeld zu erlangen, zeigen sie auch, daß Israel möglicherweise geplant hat sein militärisches Vorgehen gegen die von Iran und Iranern unterstützten Kräfte auf Orte außerhalb des syrischen Schlachtfeldes auszuweiten.

Quelle: https://southfront.org/israel-navy-ready-to-block-iranian-oil-transit-us-backed-forces-starve-refugees-in-syria/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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