Syrien Kriegsbericht – 27. Dezember 2019: Armee befreit weitere Gebiete von Milizen in Idlib

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Am 26. Dezember befreiten Einheiten der syrischen Armee die Dörfer Khuwayn al-Sha’r, Judaydat Nawaf, Samkeh und Delim sowie mehrere nahe gelegene Punkte im Süden von Idlib.

In den letzten Tagen ist die Geschwindigkeit des Vormarsches der syrischen Armee in der Region im Vergleich zu den ersten Tagen der am 19. Dezember eingeleiteten Operation zurückgegangen. Dies hängt mit den laufenden, im Hintergrund stattfindenden  Verhandlungen über das Schicksal von Maarat-al-Numan zusammenund dem schlechten Wetter. Berücksichtigt man die Berichte, wonach Hayat Tahrir al-Sham und seine Verbündeten einen Kapitulationsvorschlag von Damaskus abgelehnt haben, wird wahrscheinlich bald eine neue Runde von Feindseligkeiten in vollem Umfang stattfinden.

Laut den Milizen nahe stehenden  Medien wurden seit dem 19. Dezember bis zu 200 Mitglieder militanter Gruppen getötet oder verletzt. Gleichzeitig verkünden sie eine sogar  noch größere Anzahl von Opfern unter den syrischen Truppen. Beide Zahlen scheinen übertrieben  zu sein.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) sind Anfang Dezember mindestens 85 türkische Militärfahrzeuge und -lastwagen in die Region „Greater Idlib“ im Nordwesten Syriens eingedrungen.

Die SOHR behauptet, ein Teil der Fahrzeuge sei zu einem türkischen Beobachtungsposten in der Nähe der Stadt al-Eis im Südwesten von Aleppo gefahren, während der Rest zu einem zweiten Beobachtungsposten im Bezirk al-Rashidin westlich von Aleppos Stadtzentrum weitergefahren sei.

Zuvor, am 2. Dezember, fuhren ungefähr 100 türkische Militärfahrzeuge in den Großraum Idlib ein. Sie waren für Beobachtungsposten im Süden von Idlib und im Nordwesten von Hama bestimmt.

Ankara intensiviert erneut seine diplomatischen, propagandistischen und sogar militärischen Bemühungen, um radikale Gruppen im Nordwesten Syriens zu retten.

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