Syrien Kriegsbericht – 28.Januar 2020: Maarat an-Numan wurde befreit

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Am Abend des 27. Januar setzten die Truppen der syrischen Armee ihre Offensive in Südost-Idlib fort. Regierungstruppen befreiten Hamidiya, Bseida, Maasaran, Tal Al-Shih, Maziyan und einige weitere Dörfer. Durch diesen Fortschritt war die Armee in der Lage Maarat an-Numan vollständig von Norden, Osten und Süden zu belagern.

Laut Pro-Regierungsquellen sollen die Hayat Tahrir al-Sham Kämpfer nicht damit planen, die eingekesselte Stadt noch für lange Zeit zu verteidigen. Sie sind aktiv dabei Minen und IEDs in dem Gebiet zu legen. Demnach würden die Regierungstruppen, selbst wenn die Milizionäre über den verbliebenen Korridor abziehen würden, nicht in der Lage sein, die Stadt umgehend zu sichern.

Am 28. Januar ließen Regierungsquellen verlauten, dass die syrische Armee schon in Maarat anNuman einmarschiert sei. Jedoch müssen die Regierungskräfte noch die IEDs entschärfen und ihre neuen Stellungen befestigen.

Die Offensive der syrischen Armee in Südost-Idlib findet direkt vor den Augen des türkischen Beobachtungsposten in der Nähe von Maarat al-Hat statt. Im Fall weiterer Vorstöße durch die Armee, wird der Beobachtungsposten wahrscheinlich von der syrischen Armee umzingelt sein.

Dieser wäre schon der dritte Beobachtungsposten der diesem Schicksal entgegensieht. Die beiden vorherigen Posten lagen in der Nähe von Surman und Morek.

Pro-Oppositionsquellen machen die Türkei für die aktuellen Rückschläge der, mit Al-Qaida assozierten, Gruppen verantwortlich. Ihnen zufolge würde Ankara sich mit Moskau verschworen haben, um die sogenannte Syrische Revolution zu untergraben. Zudem behaupten sie, dass die Verlegung, der von der Türkei unterstützten Milizen von Syrien nach Libyen, die Verteidigung Idlibs untergraben würde. Am 26. Januar verkündete die Lybische Nationalarmee, der Rivale der pro-türkischen lybischen Regierung der Nationalen Übereinkunft, dass die Anzahl der von der Türkei unterstützten Kämpfern bei über 8000 liegt. Älteren Berichten zufolge seien bislang mindestens 2400 türkische Stellvertretermilizen nach Lybien entsandt worden.

Ein weiterer Brennpunkt bei der Schlacht um Groß-Idlib sei West-Aleppo, wo die 4. Panzerdivision in heftige Gefechte mit Miliz-Kämpfern verwickelt ist. Lokalen Quellen nach sei der AleppoVormarsch ein Ablenkungsmanöver um die Aufmerksamkeit der Hayat Tahrir al-Sham Führung von Maarat an-Numan abzuziehen und dazu zu bringen ihre Verstärkung einzubehalten, die man nach Südost-Idlib schicken könnte.

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