Syrien Kriegsbericht – 3. Dezember 2019: Russische Militärpolizei in Nord-Syrien angegriffen

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Wie das russische Verteidigungsministerium am 2. Dezember berichtete, erlitten drei russische Militärpolizisten leichte Verletzungen, als in der Nähe ihres Panzerfahrzeugs im Nordosten Syriens ein unkonventionelles Sprengmittel explodierte. Der Vorfall ereignete sich, als die russische Militärpolizei auf dem Weg zu einer gemeinsamen, russisch-türkischen Patrouillenmission etwa 1,5 km westlich des Dorfes Koran war, um Aufklärungsarbeit zu leisten.

Der USBV-Angriff war der jüngste einer langen Reihe von Provokationen gegen türkische und russische Patrouillen im Nordosten Syriens. Zuvor versuchten Radikale der kurdisch geführten syrischen Demokratischen Kräfte, Patrouillen zu blockieren und sogar mit Steinen und Benzinbomben zu bewerfen.

Diese Angriffe wurden vorübergehend gestoppt, nachdem sich die SDF-Sicherheitskräfte Asayish am 20. November öffentlich für den „unglücklichen“ Vorfall mit dem Werfen von Benzinbomben entschuldigten und versprachen, in Zukunft daran zu arbeiten, solche Fälle zu verhindern. Dennoch scheint die radikale pro-US-Fraktion innerhalb der kurdischen Führung zu stark zu sein, die Provokationen werden fortgesetzt.

Wenn solche Aktionen zu echten Opfern unter dem russischen Personal führen sollten, könnte dies Moskau dazu zwingen, seinen Ansatz zur Eindämmung türkischer Militäraktionen gegen kurdische bewaffnete Gruppen im Nordosten Syriens zu überdenken.

Russische und türkische Truppen führen Patrouillenmissionen im Rahmen des in Sotschi zwischen Russland und der Türkei unterzeichneten Memorandums vom 22.

Oktober durch. Einheiten der russischen Militärpolizei koordinieren ihre Aktionen mit dem syrischen Grenzdienst und der türkischen Armee. Ziel der Bemühungen ist es, Unterstützung bei der Gewährleistung der Sicherheit der Bürger und der Aufrechterhaltung der Ordnung zu leisten sowie die Umsetzung des Memorandums zu kontrollieren, das  den Rückzug kurdischer, bewaffneter Gruppen und ihrer Waffen etwa 30 km von der Grenze entfernt vorsieht.

In der Nähe von Rasm al-Ward und Istablat im Südosten von Idlib kam es weiterhin zu Zusammenstößen zwischen der syrischen Armee und Einheiten der von Hayat Tahrir al-Sham geführten Kräfte. Diese Dörfer sind nach wie vor eine Art Niemandsland inmitten intensiver Artillerie-Duelle und Luftangriffe. Regierungsfreundliche Quellen behaupteten, dass Milizen große Verluste erlitten hätten. Jedoch lieferten diese wie  auch militante Quellen nur wenige Beweise, um diese Behauptungen zu bestätigen.

Syrische und russische Luftangriffe trafen auch Befestigungen und Waffendepots von Kämpfern in der Nähe von Kafr Nabl, Maarat Al-Numan und Kafr Sijnah.

Die syrische Armee verstärkt derzeit ihre Einheiten in der Nähe der Front im Süden von Idlib. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Regierungstruppen planen, auf die jüngsten Angriffe der Milizen mit einen eigenen Bodenoperation zu reagieren.

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