Syrien – Kriegsbericht vom 1. August 2018: Südwest-Syrien ist befreit. Ist Idlib das nächste Ziel?

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Am 31. Juli haben die Syrisch Arabische Armee die vollständige Kontrolle über den Südwesten Syriens erlangt, nachdem Regierungstruppen den ISIS in den Dörfern Beit Irah, Qusayr and Kowaya vernichtetet und hiermit das gesamte Tal von Yarmouk befreit haben.

Laut regierungsnahen Quellen haben sich etwa 100 Kämpfer des ISIS während der Endphase der Operation den Regierungstruppen ergeben. Einige Quellen behaupten, daß etwa 25 von ihnen durch an der SAA-Operation beteiligte Einwohner und ehemalige Mitglieder der Freien Syrische Armee (FSA) exekutiert worden sind. Jedoch warten diese Berichte noch darauf bestätigt zu werden.

Die Gesamtzahl der Während der Schlacht um das Tal von Yamourk getöteten ISIS-Kämpfer bleibt weiterhin unklar, aber laut einiger Quellen vor Ort, sollen über 1000 der Terroristen getötet worden sein.

Nun wird sich die SAA auf die Einrichtung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen in der befreiten Region konzentrieren müssen, um Terroranschläge durch unter der Zivilbevölkerung versteckte ISIS-Zellen zu verhindern.

Mehrerer regierungsnaher Quellen nach, haben einige Einheiten der SAA, die an der Operation in Südost-Syrien teilgenommen haben, damit begonnen sich aus dem Yamourk-Tal nach Ost-Suwaida zurückzuziehen, wo sie an Bestrebungen zur Vernichtung von ISIS-Zellen Teilehmern, die für die jüngsten Terroranschläge dort verantwortlich sind.

Am Morgen des 1. Augusts sind Berichte erschienen, nach denen im Norden von Latakia Gefechte zwischen der SAA und Mitgliedern von Hayat Tahrir al-Sham (der ehemaligen Jabhat al-Nusra, dem syrischen Zweig von Al-Qaida) und anderen bewaffneten Gruppen ausgebrochen sind.

Obwohl einige der regierungsnahen Medienkanäle das als den Beginn des lange erwarteten Vorstoßes der SAA in der Region bezeichnet haben, erscheint dies unwahrscheinlich. Das syrische Militärkommando muß zunächst seine Einheiten aus Südwest-Syrien in der Region stationieren, wenn sie dort irgendwelche groß angelegten Militäraktionen durchführen will.

Jedoch ist zumindest der Beginn baldiger, begrenzter Militärtopetationen der SAA im Norden Latakias und Süd-Idlib sehr wahrscheinlich.

Währen einer neuen Runde der den Gesprächen in Astana ähnlichen Verhandlungen über Syrien, die vom 30.- 31. Juli stattfanden, hat der Syrische Botschafter der Vereinten Nationen (VN), Bashar Jaafari, das Vorgehen der Türkei in der Provinz Idlib verurteilt und angekündigt, daß Damaskus die türkischen Truppen aus dem Land werfen werde. Der syrische Diplomat hob hervor, daß die Türkei der einzige Staat der Garanten der Deeskalationsvereinbarung sei [die beiden anderen sind Rußland und der Iran], der seine Pflichten verletzt, was bedeutet, daß Ankara sich nicht an den Bemühungen zur Bekämpfung von Hayat al-Sham in der Provinz beteiligt.

Zuvor hatte der syrische Präsident, Bashar Assad, offiziell angekündigt, daß die Provinz Idlib sich unter den wichtigsten Zielen der herannahenden Operationen der Regierungstruppen befinden wird.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-august-1-2018-southwestern-syria-liberated-idlib-next/

Übersetzung©: wunderhaft

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  • Caldera

    It has to be closed. They are right up Edogans nose now. I expect the international tensions to ratchet up when the Syrian Army and Hezbollah start moving east.

  • Dario R Melkuhn

    When will the political leaders of the west grow up and realise that Russia is not the enemy. The islamic terrorist are the enemy. Countries, bankers, corporations and people who benefit from the terrorist, not just in monetary terms but in using the situation to flood the west with immigrants and trying to use them to destabilise the west for their own political agenda, and anyone who funds them or gives them shelter are the enemy.

  • J Martin

    give me some time and would certainly make a donation America is not a place can be financially, mentally and physically stable a really and truly Third World Country.