Syrien – Kriegsbericht vom 10. Juli: Regierungstruppen haben sämtliche Grenzposten südlich von Daraa befreit

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Am 9. Juli haben Einheiten der Syrisch Arabischen Armee (SAA), unterstützt von der russischen Militärpolizei, sämtliche Stellungen der Milizen an der syrisch-jordanischen Grenze südlich der Stadt Daraa zurückerobert.

Am 10. Juli wurden die von Rußland unterstützten Verhandlungen zwischen der Regierung in Damaskus und den Milizen in der Region fortgesetzt. Wenn sich die militanten Gruppen jedoch weiterhin weigern sich zu ergeben, werden sie sich mit einer Militäroperation konfrontiert sehen, der sie kaum gewachsen sein werden.

Deswegen haben sie, trotz der Hysterie in den Mainstream Medien und zahlreichen anti-russischen und regierungsfeindlichen Stellungnahmen von Vertretern der so genannten moderaten Opposition, nur ebenso wenige Entscheidungsmöglichkeiten wie Zeit.

Der einzige Abschnitt der jordanisch-syrischen Grenze in der Provinz Daraa, der in den Händen der Milizen verbleibt, ist die von dem ISIS gehaltene Gegend östlich der von Israel besetzten Golanhöhen. Die zu erwartende Militäroperation der SAA gegen den ISIS und Hayat Tahrir al-Sham östlich der Golanhöhen sorgt bei der israelischen Führung bereits jetzt  für Bedenken.

Am 9. Juli hat der israelische Verteidigungsminister, Avigdor Lieberman, erklärt, daß sein Land auf alle Versuche des syrischen Militärs in die entmilitarisierte Region auf den Golanhöhen einzudringen “harsch reagieren” werde.

Seine Erklärung erfolgte auf Luftangriffe der israelischen Luftwaffe auf den Luftwaffenstützpunkt, T4, in der syrischen Provinz Homs in der Nacht zum 9. Juli. Das syrische Militär hat daraufhin erklärt, daß seine Luftabwehreinheiten einige Raketen abgefangen und ein israelisches Kampfflugzeug getroffen habe. Das Militär räumte ein, daß einige Raketen auf der Basis eingeschlagen sind. Die israelische Seite hat dementiert, daß eines ihrer Kampfflugzeuge getroffen worden ist.

Höchstwahrscheinlich wird Tel Aviv die syrische Militäroperation gegen ISIS und Hayat Tahrir al-Sham dazu benutzen Damaskus eine Verletzung des 1974 geschlossenen Waffenstillstandsabkommens vorzuwerfen und um weitere Angriffe auf Regierungstruppen zu fliegen. Jedoch wird eine begrenzte Anzahl von Angriffen nicht in der Lage sein die strategische Situation in der Region zu verändern oder die SAA davon abzuhalten sie zurückzuerobern.

Währenddessen haben Milizen in dem wieder befriedeten Teil der Provinz Daraa eine weitere Charge von Waffen übergeben, einschließlich mindestens 11  Startvorrichtungen für Panzerabwehrlenkwaffen, 17 Panzerabwehrlenkwaffen, Dutzende Panzerabwehrlenkwaffen bulgarischer Herkunft vom Typ Fagot*, verschiedene improvisierte Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ Maljutka*, zwei Selbstfahrlafetten vom Typ Schilka*, 4 Schützenpanzer vom Typ BMP-1*, sieben Kampfpanzer sowie weiterer Waffen und Ausrüstung.

Im Norden von Latakia haben Milizen einen weiteren Angriff auf im Latakia-Gebirge stationierte Stellungen der SAA aus dem so genannten türkischen Verantwortungsbereich in der Deeskalationszone in Idlib gestartet.

Die SAA hat keine der Stellungen an die gegnerischen Milizen verloren, jedoch sind hierbei einige Regierungssoldaten getötet oder verwundet worden.

Die von Milizen gehaltene Provinz, Idlib, bleibt die Hochburg von Hayat Tahrir al-Sham (dem früheren Zweig von al-Qaida in Syrien) und anderen radikalen Gruppierungen. Diese Gruppen sehen bei der derzeitigen Antiterroroperation der syrisch-iranisch-russischen Allianz einer Wende entgegen.

Am 9. Juli hat der syrische Präsident, Bashar al-Assad erneut bekräftigt, daß Damaskus “sämtliche syrischen Provinzen, unter wessen Kontrolle sie auch immer stehen, befreien wird.”

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-july-10-2018-government-forces-liberated-all-border-points-south-of-daraa/

Übersetzung©: wunderhaft

Alle Links wurden zusätzlich eingefügt.

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