Syrien – Kriegsbericht vom 14. Januar 2019: Netanjahu erklärt Zerstörung von “Depots voller iranischer Waffen” in Syrien

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Am frühen Morgen des 12. Januar hat die israelische Luftwaffe (IAF) einen Luftangriff gegen Syrien geflogen. Laut Berichten, beschossen aus Richtung Galiläa kommende israelische Kampfflugzeuge eine Lagerhalle am Internationalen Flughafen in Damaskus mit etlichen Raketen. Die Syrischen Luftverteidigungsstreitkräfte sollen mindestens 8 von ihnen abgefangen haben.

Im Anschluß an den Luftangriff wurden israelische Kampfflugzeuge mit hoher Geschwindigkeit, im Tiefflug über der südlibanesischen Stadt Tyrus beobachtet.

Am 13. Januar hat der Premierminister, Benjamin Netanjahu, erklärt, daß die IAF verschiedene “iranische Lagerhallen, voll mit iranischen Waffen, am Internationalen Flughafen in Damaskus beschossen hat.”

Dieser Zwischenfall war der zweite israelische Angriff auf syrisches Territorium innerhalb weniger Wochen. Bereits am 25. Dezember hatten israelische Kampfflugzeuge verschiedene Militärstellung am Rand der syrischen Hauptstadt bombardiert. Während israelische Quellen behauptet haben, daß die Stellungen ausschließlich von iranischen Streitkräften benutzt worden sind, wurden bei den Luftangriffen etliche syrische Soldaten verwundet.

Am Wochenende haben die türkischen Streitkräfte (TAE) ein Militärmanöver, einschließlich Kampfpanzern, in der an die  syrische Provinz Idlib grenzende Provinz Hatay abgehalten. In der Provinz Hatay gelegenen Region, Yaladagi, wurden Einheiten der TAF stationiert.

In der Zwischenzeit haben Jaysh al-Ahrar, ein Teil der von der Türkei unterstützten Koalition der Nationalen Befreiungsfront (NFL), den Luftwaffenstützpunkt Taftanaz im östlichen Umland von Idlib an Hayat Tahrir al-Sham (die ehemalige al-Nusra Front, der syrische zweig von al-Qaida) übergeben.

Laut den zur Verfügung stehenden Informationen, war dieser Schritt ein Teil der Kapitulationsvereinbarung, welche die NFL vor einigen Tagen angenommen hat. Die von der Türkei unterstützte Gruppe wird bald auch all ihre schweren Waffen in Idlib an Hayath Tahrir al-Sham (HTS) übergeben müssen.

Der Luftwaffenstützpunkt Taftanaz war eine der wichtigsten Hochburgen der NFL in diesem Teil der Deeskalationszone von Idlib. Die Übergabe dieses Standorts an HTS ist nur ein weiterer Hinweis darauf, daß diese Terrorgruppe die wichtigste Kraft der “bewaffneten Opposition” in diesem Teil Syriens ist.

Am späten Abend des 12. Januar, hat eine Einheit des syrischen Militärgeheimdienstes eine Sicherheitsoperation in der im südlichen Regierungsbezirk von al-Quneitra gelegenen Stadt Ayn Firkha ausgeführt. Zwei Verdächtige, Khalid Diab und Ali Diab, sind bei dieser Operation gefangengenommen worden. Einige der Aktivisten der syrischen Opposition haben behauptet, daß die Agenten auch einen Zivilisten ermordet haben. Der oppositionsnahe Sender Orient TV hat jedoch berichtet, daß die Agenten einen dritten Verdächtigen durch Schüsse verwundet hat.

Solche Operationen werden in der Regel gegen Mitglieder von Terrorgruppen, wie dem ISIS und Hayat Tahrir al-Sham, ausgeführt gegen lokale Agenten des israelischen Geheimdienstes. Vor ihrer Befreiung im Jahr 2018 waren Ayn Firkha und viele weitere Städte in Süd-Syrien, laut regierungsnahen Quellen, voll von Mitgliedern terroristischer Gruppen und israelischer Spione.

Im vergangenen Monat hat der syrische Geheimdienst den bekannten al-Qaida-Kommandant, Ayad al-Tubasi, liquidiert, während dieser geplant hat in Süd-Syrien einen neuen Aufstand anzuzetteln. Der berüchtigte Terrorist war verschiedenen Zeiten sowohl Mitglied von Jabhat al-Nusra als auch von Horas al-Din.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-jan-14-2019-netanyahu-claims-depots-full-of-iranian-weapons-destroyed-in-syria/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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