Syrien – Kriegsbericht vom 12. November 2018: Ausbruch von Kämpfen zwischen Milizen und der Syrisch Arabischen Armee in der Deeskalationszone von Idlib

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Am 10. November hat die Terrorgruppe, Hayat Tahrir al-Sham (HTS), erklärt, daß ihre Sondereinheiten eine Stellung der Syrisch Arabischen Armee (SAA) am Berg Turkiman in Nord-Latakia angegriffen zu haben und hierbei 10 syrische Soldaten getötet worden sind.

Am selben Tag hat die Gruppe zuvor behauptet, daß 18 syrische sowie 7 russische Soldaten während eines Angriffs auf ein Einsatzzentrum der SAA in dem Dorf Tarbi´a im Umland von Nord-Hama von ihren Sondereinsatzkräften getötet worden sind.

Omar al-Mahmoud, ein Militärkommandeur der HTS hat dem Nachrichtennetzwerk der Gruppe, Iba´a, gegenüber erklärt, daß der Anschlag eine Antwort den Tags zuvor von der SAA verübten Angriff auf eine Stellung von Jaysh al-Izza gewesen ist. Bei diesem Angriff waren 23 Kämpfer und Kommandeure von Jaysh al-Izza getötet worden. Die Anzahl der Opfer ist von der bewaffneten Gruppe bestätigt worden. In beiden Fällen liegen keine Video- oder photografischen Beweise der Behauptungen von HTS vor.

An 11. November wurden die sporadischen Feuergefechte zwischen den Milizen und der SAA in Nord-Hama und Nord-Latakia fortgesetzt.

Am 9. November haben neu veröffentlichte Satellitenaufnahmen aufgedeckt, daß sich auf dem Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim im syrischen Küstenbezirk von Lattakia derzeit 24 Flugzeuge der russischen Luftstreitkräfte befinden. Auf den Bildern sind acht Kampfflugzeuge vom Typ Su-24 sowie vier Su-35, ein Frühwarn- und Kontrollaufklärungsflugzeug vom Typ A-50  eine Maschine für maritime Patrouillenflüge und zur U-Bootabwehr vom Typ Il-38, ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Il-20, ein Frachtflugzeug vom Typ Il-76, ein taktischer Kampfzonentransporter vom Typ An-26 und ein Transportflugzeug vom Typ An-74 zu sehen.

Im Oktober hatten Satellitenaufnahmen aufgedeckt, daß die russischen Streitkräfte achtzehn armierte Hangars zum Schutz von Flugzeuge vor möglichen Raketen- und Drohnenangriffen errichtet haben.

Am 10. November haben Artillerie und Raketenwerfer der SAA Befestigungsanlagen des ISIS in der Gegend um al-Safa unter Beschuß genommen. Dieser Beschuß wurde als der gewaltsamste in der Region seit Beginn der Armeeoperation vor zwei Monaten bezeichnet. Laut einer Quelle vor Ort, ist der Beschuß Teil andauernder Vorbereitungen für den Beginn einer neuen Bodenoffensive gegen Stellungen der Terrorgruppe rund um al-Safa.

Auch hat ein Kämpfer des ISiS, der während der Operation der SAA zur Befreiung der in al-Suwaida gefangengenommenen Geiseln verraten, daß die in al-Safa stationierte Zelle der Terrorgruppe direkte militärische Unterstützung von einem in der Grenzregion von al-Tanaf gelegenen Stützpunkt  der durch die Vereinigten Staaten (VS) angeführte Koalition erhält.

Am 9. November hat Mustafa Bali, der Kopf des Pressezentrums der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) erklärt, daß Mitglieder der SDF und VS-Truppen an einer Luftoperation zur Ergreifung eines “prominenten Anführers des ISIS” in der Provinz Raqqah teilgenommen haben. Es wurden keine weiteren Informationen hierzu gemacht.

Im März 2017 hatte die von den VS angeführte Koalition ihre Truppen eingesetzt, um die Talsperre Tabqah vom ISIS zu erobern, während SDF-Einheiten aus verschiedenen auf die Umgebung der Stadt Tabqah, ihrem Flughafen und der Talsperre selbst vorgerückt sind. Danach hatten die SDF ebenfalls behauptet, daß ihre Kämpfer aktiv an der Operation beteiligt gewesen sind. Jedoch scheint es, als sei der Großteil der Arbeit von Truppen der durch die VS angeführten Koalition geleistet worden.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-november-12-2018-clashes-erupt-between-militants-and-syrian-army-in-idlib-de-escalation-zone/

Übersetzung©: wunderhaft

Alle Links wurden zusätzlich eingefügt.

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