Syrien – Kriegsbericht vom 13. August 2018: Im Norden Latakias werden Tiger-Kräfte stationiert

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Syrische Regierungstruppen haben eine Reihe lokaler Erfolge im Rahmen ihrer Operation gegen ISIS-Zellen in der Provinz Al-Suwaida erzielt.

Die Syrisch Arabische Armee (SAA), die Nationalen Verteidigungsstreiträfte (NDF) und die der Sozialen Nationalistischen Partei Syriens (SSNP) haben nach der Säuberung von 400 km2 in deren Osten und der Belagerung der verbliebenen ISIS-Mitglieder im Umland von Safa die Kontrolle über die administrativen Grenzen der Provinz zurückerlangt.

Am Montag haben die SAA, die NDF und die SSNP einen letzten Vorstoß zur Säuberung der Region von Terroristen des ISIS gestartet.

Während das syrische Militär seine Operation im Osten von al-Suwaida beendet, haben die von General Suheil al-Hassan angeführten Tiger-Kräfte mit ihrer Verlegung aus den Provinzen Quneitra und Daraa in den Norden der Provinz Hama begonnen.

Am 10. und 11. August sind mindestens drei Konvois der Tiger-Kräfte auf dem Weg nach Hama gesichtet worden. Sie haben Kampfpanzer, taktische, ballistische Boden-Bodenraketen vom Typ OTR-21*, Minenräumfahrzeuge vom Typ UR-77*, Mehrfachraketenwerfer vom Typ BM-21*, mit Maschinenpistolen bewaffnete Fahrzeuge, eine hohe Anzahl an Artillerie sowie anderer Ausrüstung mit sich geführt.

Regierungs- und den Milizen nahe Quellen erwarten, daß die Ebenen von al-Ghab zum Hauptziel der bevorstehenden Operation des syrischen Militärs sein wird.

Am 11. August sind Einheiten der russischen Militärpolizei  am Grenze zwischen den von der Regierung und den Milizen gehaltenen Regionen, in Murak, von Hama stationiert im Norden. Laut den Milizen nahen Quellen, werden sie sie einen humanitären Korridor errichten, der es Zivilisten erlauben wird den von bewaffneten Gruppen gehaltenen Teil der Deeskalationszone zu verlassen.

Mögliche zivile Opfer sind eine der Schlüsselfragen, welche die Durchführung der militärischen Option des syrisch-iranisch-russischen Bündnisses gegen Hayat Tahrir al-Sham und ihre Verbündeten in Idlib verzögern.

Unabhängig davon, haben staatliche türkische Medien darüber spekuliert, ob 1.300 Mitglieder der Kurdischen Volksverteidigungsstreitkräfte (YPG) und der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) in der von der Regierung kontrollierten Region im nördlichen Teil der Provinz Aleppo stationiert worden sind. Türkische Medien haben behauptet, daß kurdische bewaffnete Gruppen an dem bevorstehenden Angriff der Regierungsstreitkräfte auf die so genannte moderate Opposition beteiligt sein werden.

Obwohl bisher keine Photos oder Videos veröffentlichen, die diese Behauptungen bestätigen, spiegeln diese Berichte die türkische Reaktion auf die jüngsten Annäherungsversuche zwischen Damaskus und den kurischen Gruppen in Syrien wieder.

Eine mögliche Verbesserung der Beziehungen zwischen der YPG, die derzeit Unterstützung aus den Vereinigten Staaten erhält, und der Regierung von Assad ist etwas, daß Ankara auf keinen Fall sehen möchte. Deshalb wird die Regierung Erdogan, nach Meinung vieler Beobachter, möglicherweise schon bald versuchen sowohl die Beziehungen zwischen den Seiten durch diplomatische Kanäle zu beeinflussen als auch weitere Versuche unternehmen den militärischen Druck auf die YPG zu erhöhen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-august-13-2018-tiger-forces-are-deploying-in-northern-latakia/

Übersetzung©: wunderhaft

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