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Syrien – Kriegsbericht vom 13. Dezember 2018: Türkei droht von den VS unterstützten kurdischen Kräften mit neuer Operation

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Die Türkei hat mit einem neuen Plan zur Eröffnung einer Militäroperation gegen die von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützen kurdischen Gruppen in Syrien gedroht.

Während des Treffens der türkischen Waffenindustrie am 12. Dezember hat der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, gesagt, daß die türkischen Streitkräfte (TAF) “in wenigen Tagen eine mit einer Operation zum Schutz der östlich des Euphrats gelegenen Region vor einer separatistischen Terrororganisation beginnen werden.” Er verurteilte den Plan der von den VS angeführten Koalition zur Errichtung von Beobachtungsposten entlang der syrisch-türkischen Grenze, unterstrich jedoch, daß die TAF die Streitkräfte der VS nicht angreifen werden.

“Klar ist, daß die Beobachtungsposten der VS nicht dem Zweck dienen unser Land vor den Terroristen, sondern die Terroristen vor der Türkei zu schützen”, sagte Erdogan.

Die Städte Ayn Arab (auch unter dem Namen Kobane bekannt) und Tell Abyad werden als die wahrscheinlichsten Ziele einer solchen Operation genannt. So hat Haitham Afisi, der Anführer der von der Türkei unterstützten Syrischen Nationalarmee (SNA) der Medienkanal Enab Baladi berichtet, daß der Vorstoß sich gegen Tell Abyad und etliche Dörfer in deren Umland wenden wird.

Im Gegenzug hat die sogenannte Demokratische Autonomiebehörde, einem von den kurdischen Milizen der YPG/YPJ sowie ihrem politischen Flügel, der PYD kontrollierten Verwaltungskonstrukt, eine “totale Mobilmachung” als Antwort auf die türkischen Drohungen erklärt. Außerdem hat sie von der internationalen Gemeinschaft sowie den NATO-Staaten gefordert Stellung gegen “die aggressiven Pläne Erdogans” zu beziehen.

Die DAA hat sogar die Regierung in Damaskus, welche sowohl die YPG als auch mit der SDF verbundene Organisationen als  Unterdrückerregime und sogar als Unterstützer des ISIS verurteilt hat, aufgefordert sich gegen den möglichen Vorstoß der Türkei zu wenden.

In einer ersten Antwort auf die Situation hat das Pentagon erklärt, daß jede militärische Aktion im Nordosten Syrien “inakzeptabel” und besorgniserregend sei. Der Commander, Sean Robertson, betonte, daß “die einzige Möglichkeit das Grenzgebiet nachhaltig zu abzusichern” im Dialog liege und “unkoordinierte Militäroperationen die gemeinsamen Interessen untergraben würden”.

In der Zwischenzeit ist es den von den VS unterstützten Kräften noch nicht gelungen die ISIS-Terroristen in der Region Hajin im Tal des Euphrats vernichtend zu schlagen. Die Terrorgruppe hat kürzlich 6 Autobomben  gegen dortige Stellungen der SDF eingesetzt von denen mindestens eine ihr Ziel erreicht hat.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-dec-13-2018-turkey-threatens-us-backed-kurdish-forces-with-new-operation/

Übersetzung©: wunderhaft

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