Syrien – Kriegsbericht vom 13. Mai 2019: Die Verteidigung der Milizen in der Provinz Hama bricht allmählich zusammen

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Der stete Vormarsch von Regierungsstreitkräften auf Stellungen von Hayat Tahrir al-Sham und anderer radikaler, bewaffneter Gruppen im Nordwesten von Hama dauert an.

Nach einer Reihe von heftigen Gefechten, haben die Syrisch Arabische Armee (SAA), die Tiger-Kräfte und die Nationalen Verteidigungskräfte (NDF) die Kontrolle über die Dörfer Hawijat Sallah, Jamasiyah, Shari’ah, Bab Al-Taqa sowie etliche nahegelegene Stellungen erlangt.

Der Vormarsch ereignete sich während einer Vielzahl syrischer und russischer Luftangriffe auf die Infrastruktur der Terroristen in den Provinzen Hama und Idlib. Ein weiterer Faktor, der zu diesem taktischen Erfolg beigetragen hat, ist die Anwesenheit russischer Militärberater.

Kräften unter der Führung von Hayat Tahrir al-Sham ist es trotz etlicher Gegenangriffe unter Einsatz ihrer Artillerie, ferngesteuerten Panzerabwehrraketen und Selbstmordattentätern, nicht gelungen die SAA, die NDF und die Tiger-Kräfte von den von ihnen kurz zuvor eroberten Stellungen zu vertreiben.

Laut regierungsnahen Quellen, sind insgesamt 40 Milizen bei den Gefechten getötet worden. Den Milizen nahe Quellen berichten weiterhin von einer Vielzahl von Opfern bei den Regierungsstreitkräften, jedoch liegen kaum Beweise für die angegebenen Opferzahlen vor.

In Nord-Aleppo hat die von der Türkei angeführte bewaffnete Gruppe, Hamza Division, die von der Regierung gehaltenen Ortschaften Nubl und Zahraa aus der besetzten Region Afrin beschossen. Die Medien der Gruppe haben behauptet, daß diese Angriffe eine Reaktion auf den Vormarsch der SAA im Nordwesten von Hama gewesen sind.

Zur selben Zeit haben Hayat Tahrir al-Sham sowie zahlreiche Gruppen der von der Türkei unterstützten Nationalen Befreiungsfront eine gemeinsame Operationszentrale eingerichtet, um ihre Bemühungen gegen die SAA im Nordwesten von Hama zu koordinieren.

Diese Entwicklungen beweisen, daß die Abspaltung der so genannten moderaten Opposition von den Terroristen im Nordwesten Syriens erneut gescheitert ist, und diese Gruppen weiterhin zusammenarbeiten und ihre Einsätze gegen die Regierung in Damaskus miteinander koordinieren.

Die Koalition unter Leitung der Vereinigten Staaten (VS) und ihre syrischen Stellvertreter haben in der Nacht zum 11. Mai Manöver Gefechtsübungen nahe des Truppenstandorts al-Tanf veranstaltet. An den Manövern war das in der Region stationierte, fahrbare Artillerieraketensystem der VS beteiligt. Solche Übungen sind während der vergangenen zwei Monate wiederholt in der Region durchgeführt worden. Sie deuten darauf hin, daß die VS nicht gewillt sind ihre Streitkräfte abzuziehen, die Reisen entlang der internationalen Autobahn zwischen Damaskus und Bagdad blockieren.

Russische und syrische Bemühungen zur Evakuierung des nahegelegenen Flüchtlingslagers waren bisher mit der Evakuierung von etwa 8.000 Zivilisten, allein aus dieser von einer durch die Besatzung VS verursachten humanitären Katastrophe betroffenen der Region im Südosten Syriens, nur bedingt erfolgreich.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-may-13-2019-militants-defense-is-slowly-collapsing-in-hama-province/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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