Syrien – Kriegsbericht vom 14. August 2018: SDF bezeichnet Berichte über Verhandlungen mit Damaskus als falsch

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Am 13. August hat die russische Luftabwehr 5 Drohnen (UAF) nahe des Luftwaffenstützpunkts Khmeimim in der Provinz Latakia abgefangen und zerstört. Laut dem Chef des Russischen Zentrums für die Aussöhnung der sich bekämpfenden Parteien in Syrien. Generalmajor Alexej Tsygankow, sind die UAFs in der Deeskalationszone in Idlib gestartet.

Während des vergangenen Monats sind Angriffe auf den russischen Luftwaffenstützpunkt beinahe zur Alltäglichkeit geworden. Am 12. August haben russische Streitkräfte 2 Drohnen abgefangen und am 11. August eine. Bereits am 10. August sowie am 30. und dem 21. Juli ist der Stützpunkt von Drohnen angegriffen worden. Alle Angriffe wurden erfolgreich abgewehrt.

Die Drohnenangriffe aus der Deeskalationszone in Idlib auf russische Militäreinrichtungen haben zugenommen, da Hayat Tharir al-Sham (die ehemalige Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von Al-Quaida) und andere bewaffnete Gruppen sie als eine der äußerst wenigen Gelegenheiten betrachten den russischen Streitkräften Schaden zuzufügen und öffentlichkeitswirksam gegen die russische Militärpräsenz in dem Land zu propagieren.

Andererseits beweisen diese Angriffe, daß das Deeskalationsabkommen nicht funktioniert. Die in der Region operierenden Terrorgruppen streben weder nach der Beteiligung an einem Friedensprozeß noch nach ihrer Kapitulation. Das einzige, was sie von einem offenen Vormarsch auf die Regierungsstreitkräfte, welche die von bewaffneten Gruppen besetzten Teile von Latakia, Idlib und Aleppo umzingeln, abhält, ist das offene Geheimnis ihrer Niederlage im Falle einer jeglichen offenen Schlacht mit der der Syrisch Arabischen Armee (SAA).

Die SAA und ihre Verbündeten haben die Anhöhe Abu Ghanim zurückerobert und die Region Ruhba in der Provinz Rif Dimash im Rahmen ihrer Sicherheitsoperation gegen ISIS-Zellen gesichert. Außerdem sind Regierungstruppen gegen Stellungen von ISIS-Zellen in den Regionen Ardh Al-Banat, Durs, Shir Tur Al-Hawiyah und Rujm Mughrabah vorgerückt.

Es wurde von mindestens 17 Luftangriffen der russischen und syrischen Luftstreitkräfte auf Ziele des ISIS in der Region Safa berichte.

Angesichts der Geschwindigkeit des Vormarsches der SAA in Safa, wird die Präsenz des ISIS in der Region bald ein Ende haben. Allerdings bedeutet das nicht, daß der ISIS keine Bedrohung mehr in der von der Regierung kontrollierten Region darstellt.

Laut einem von den Vereinten Nationen (VN) am 13. August veröffentlichten Bericht, befinden sich immer noch 20.000 bis 30.000 ISIS-Mitglieder in Syrien und dem Irak.

Die Medien der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hat eine öffentliche Erklärung zu den von türkischen Medien verbreiteten Gerüchten über die Teilnahme von 1.300 Mitgliedern der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) an der erwarteten Operation der SAA in Idlib veröffentlicht.

Die Medien der SDF haben darin behauptet, daß diese Berichte nicht der Wahrheit entsprechen und darüber hinaus erklärt, daß es weder Verhandlungen noch eine Koordination mit dem “syrischen Regime” gebe. Während der Umstand, daß die SDF nicht an dem erwarteten Vorstoß in Idlib beteiligt sein wird, nichts Neues ist, finden sich zwei interessante Punkte in dieser Erklärung:

  1. In der Erklärung vom 13. August haben sich die SDF als eine weitere für die YPG und die PKK in Syrien geschaffene Organsisation bezeichnet. Die Türkischen Medien hatten sich in ihren Gerüchten auf genau diese Gruppen bezogen, worauf die SDF nun geantwortet haben.
  2. Die Behauptungen über nicht existierende Koordination oder Verhandlungen mit der Regierung Assad sind falsch. Beispielsweise hat Ende Juli eine hochkarätige Delegation des Demokratischen Rates Syriens* (SDC) – der politische Flügel der SDF – bezüglich Verhandlungen mit der syrischen Regierung Damaskus besucht. Anschließend haben mit der SDF, dem SDC und der YPG verbundene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in einer Reihe von Erklärungen die Existenz von Verhandlungen und Koordination mit Damaskus im politischen Bereich und eine mögliche Kooperation im militärischen Bereich bestätigt.

Diese Situation beweist, daß es zumindest einen verborgenen Riß innerhalb der von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Gruppe gibt. Auf offizieller Ebene versuchen die SDF ihr Bild von einem “verlässlichen” Stellvertreter der VS in Syrien zu erhalten und betreiben eine offizielle Medienpolitik, die auf dem Drehbuch der MSM basiert. Diese Herangehensweise schafft, besonders wenn sie annähernd umgesetzt wird, die Situation, in der offizielle Erklärungen der SDF ihrer eigenen sowie der Vorgehensweise der einflußreichsten Gruppen in ihr, wie der YPG, am Boden widersprechen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-august-14-2018-sdf-slams-reports-on-negotiations-with-damascus-as-fake/

Übersetzung©: wunderhaft

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