Syrien – Kriegsbericht vom 14. Februar 2019: VS errichten neue Basis an irakischer Grenze, wachsende Bedrohung durch ISIS in der Wüste

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Am 13. Februar hat die syrische Luftwaffe eine Reihe von Angriffen auf Verstecke des ISIS in der Region Kiribat al-Hosn in der syrischen Wüste  geflogen. Die Luftangriffe waren, Berichten nach, die Reaktion auf eine in jüngster Zeit gesteigerte Aktivität von ISIS-Zellen in dieser Region.

Die syrische Wüste gilt, ebenso wie Wüstenregionen nahe des von den Vereinigten Staaten (VS) besetzten Gebiets in al-Tanf, nach wie vor als sicherer Hafen für einige Hundert mit dem ISIS verbündete Milizionäre. Erst in der vergangenen Woche hat die Syrisch Arabische Armee (SAA) 6 Mitglieder einer an einer Aufklärungsoperation beteiligten Gruppe des ISIS nahe der Verwaltungsgrenze der Provinz al-Suwaida unschädlich gemacht.

Die Situation in der Wüstenregion könnte sich weiterhin verschlechtern, wenn die SAA und ihre Verbündeten nicht die zur Beendigung dieser Bedrohung erforderlichen Maßnahmen ergreifen.

Derweil sind Berichte erschienen, nach denen die SAA Verstärkung in den Süden Syriens entsandt hat. Der Grund für diese Entwicklung ist, nach regierungsnahen Kanälen, die Verstärkung der jüngst von Israel angegriffenen Stellungen der SAA nahe den Golanhöhen. Allerdings können dieselben Kräfte auch eingesetzt werden, um, im Fall einer wachsenden Bedrohung durch den ISIS aus der Wüste, das Umland von al-Suwaida zu sichern.

In der Deeskalationszone von Idlib hat die SAA einen der intensivsten Angriffe auf Stellungen von Milizen seit Beginn dieses Jahres ausgeführt. Laut oppositionellen Quellen, ist Hayat Tahrir al-Sham und seine Verbündeten nördlich von Hama in al-Lataminah, Lahaya, Maarkaba, al-Buwaydah, Qalaat al-Madiq, al-Hwaiz, al-Twinah und al-Hurriyah sowi im Süden Idlibs in Sukayk, Khan Shaykhun und al-Tamanah unter Beschuß geraten.

Die staatlichen syrischen Medien sagen, daß die Angriffe eine Reaktion auf Verletzungen des Waffenstillstandsabkommens durch militante Gruppen war. Im Gegenzug haben die Milizen der Regierung-Assad vorgeworfen die Deeskalationsvereinbarung verletzt zu haben.

Hervorzuheben ist, daß Rußland kürzlich seine Haltung bezüglich der Situation in der Deeskalationszone verschärft hat. Verteidigungsminister Sergej Lawrow hat offiziell erklärt, daß die Vereinbarung über Idlib nur eine tmporäre Maßnahme sei und “keine Vereinbarung über den endlosen Erhalt dieses Terroristennests auf syrischem Territorium”

Wie der irakische Nachrichtenkanal al-Maalomah unter Berufung auf eine Quelle in al-Anbar mitgeteilt hat, arbeiten die VS an der Errichtung eines dauerhaften Militärstützpunkts im Südwesten des Irak, nahe der Grenze des Landes zu Syrien und Jordanien. Dies wäre nicht der erste Versuch des Landes des VS-Militärs, seine Präsenz in diesem Landesteil zu festigen. Im November 2018 hat ein Kommandeur der Volklsmobilmachungseinheiten im Irak aufgedeckt, daß die Koalition versucht hat den als Abu Rida al-Baldaui bekannten Luftwaffenstützpunkt H3 zu besetzen.

Dieses Vorgehen kann Teil weiterer Bemühungen zum Aufbau einer Infrastruktur sein, die dem VS-Militär die Kontrolle der Hauptverkehrswege zwischen Syrien und dem Irak ermöglicht. Am 3. Februar hatte der VS-Präsident, Donald Trump, öffentlich bekannt, daß VS-Streiträfte, trotz ihres Abzugs aus Syrien zur Beobachtung des Iran im Irak bleiben werden.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-feb-14-2019-us-sets-up-new-base-on-iraqi-border-isis-threat-grows-in-desert//

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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