Syrien – Kriegsbericht vom 14. Mai 2018: Die Schlacht um Süd-Damaskus erreicht ihre letzte Phase

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Nach der vollständigen Befreiung von Beit Sahm, Babbila, Sidi Miqdad und Yelda im Süden von Damaskus haben die syrischen Regierungsstreitkräfte ihre Anstrengungen auf die Bekämpfung des ISIS im Flüchtlingslager Jarmuk, in Taqaddom und auf den Norden von al-Hajar al-Aswad konzentriert.

Die Syrisch Arabische Armee (SAA), Liwa al-Quds, die Palästinensische Befreiungsarmee und andere regierungsnahe Gruppierungen, haben das  Bildungs- und Entwicklungszentrum, die Schule, Assad Bin Al-Furat, die Schule der UNRWA*, die Umgebung von Jazeera und zahlreiche nahegelegene Orte in al-Hajar al-Aswad von ISIS befreit. Derzeit ereignen sich die heftigsten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Mitgliedern des ISIS in der Nähe der Stadthalle.

Gleichzeitig hat die syrische Luftwaffe ihre Bombenangriffe gegen die verbliebenen Befestigungen des ISIS in der Region ausgeweitet.

Laut der ISIS nahestehenden Nachrichtenagentur, Amaq, sind bei den jüngsten Kämpfen in Süd-Damaskus 38 Soldaten der SAA ums Leben gekommen.

Zur selben Zeit hat die russische Militärpolizei mit Patrouillen in Beit Sahm, Babbila, Sidi Miqdad und Yelda begonnen. Zuvor sind, im Rahmen eines vereinbarten Schlichtungsabkommens zwischen den Milizionären und der Regierung, 8.467 Menschen, einschließlich 3.283 Mitgliedern oppositioneller, bewaffneter Gruppen sowie 5.184 ihrer Familienmitglieder aus den genannten Bezirken in die von Milizen gehaltenen Teile der Provinzen Aleppo und Idlib gebracht worden.

Russische Truppen haben auch eine Aufklärungsmission in den von der Regierung gehaltenen Gebieten südwestlich von Aleppo und im Südwesten von Idlib durchgeführt und hierbei die Städte Tell Maraq und Umm Seheij besucht. Laut der syrischen Tageszeitung al-Watan, plant das russische Militär die Einrichtung von Beobachtungsposten in den Regionen, um die von Rußland, dem Iran und der Türkei bei den Gesprächen in Astana vereinbarten Deeskalationszonen zu überwachen.

Türkische Beobachtungsposten bestehen bereits in al-Eis, südwestlich von Aleppo sowie in Tell Tuquan und in Sarman, südöstlich von Idlib.

Die bisher ungelöste Schlüsselfrage ist die Kontrolle der Stadt, Jisr al-Shghur in der Ghab Ebene. Diese Regionen sind derzeit in den Händen von Hayat Tahrir al-Sham (ehrmals Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von al-Qaida). Hayat Tahrir al-Sham ist von den Deeskalationszonen ausgeschlossen. Jedoch haben die Türkei und ihre Stellvertreter bisher noch keine Anstrengungen unternommen die Terrorgruppe im Westen Syriens zu bekämpfen. Also werden die SAA und ihre Verbündeten ungeachtet Ankaras Versuchen den bestehenden Status quo in der Region aufrecht zu erhalten, mit ihr verhandeln müssen.

Am 13. Mai hat sich ein fünfter Trupp von Milizen und deren Familien aus dem Kessel von Rastan im Norden Homs in die Provinz Idlib zurückgezogen. Die Truppe bestand aus 1.500 Menschen. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), haben sich 13.000 Milizen und Zivilisten aus der Region Rastan in die von Milizen gehaltenen Teile von Idlib und Aleppo zurückgezogen.

Wir weisen darauf hin, daß ein radikaler Teil von Milizen in Hula die Schlichtungsvereinbarung immer noch ablehnt anzunehmen. Wenn sich die Situation nicht verändert, werden die SAA und die Tiger-Kräfte gezwungen sein die dieses Problem mit militärischen Mitteln zu lösen.

Die von den VS unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben ihre Operationen gegen ISIS am Westufer des Euphrat-Tals fortgesetzt. Kürzlich hat die VS-unterstützte Kraft die Region nördlich der von der Regierung gehaltenen Stadt, al-Bukamal, erreicht und das Dorf Baghuz Tahtani eingenommen.

Übersetzung: wunderhaft

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