Syrien – Kriegsbericht vom 15. Januar 2019: Türkei und Hayat Tahrir al-Sham führen die Verteidigung der “Revolution” in Syrien weiter

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Der Anführer von Hayath Tahrir al-Sham (HTS), Abu Mohammad Al-Joulani, hat am 14. Januar, während eines Interviews mit Amjad Media, seine Absicht bekundet eine erwartete türkische Militäroperation gegen bewaffnete kurdische Gruppen in Nordost-Syrien zu unterstützen.

Er betonte, daß seine Gruppe “die Operation zur Befreiung der Gebiete östlich des Euphrats” unterstützt. Auch hat er die Kritik seiner militanten Gegenspieler zurückgewiesen, nach der die jüngste Ausweitung von HTS innerhalb der Deeskalationszone von Idlib den Weg für eine von Rußland unterstützte mitliärische Operation in der Region öffne. Er beteuerte erneut, daß HTS, die bis vor Kurzem ein offizieller Zweig von al-Qaida war, ein wesentlicher Teil der so genannten “Syrischen Revolution” sei, was das weitere Vorgehen der Gruppe rechtfertige.

Kürzlich hat HTS, durch den Sieg über die von der Türkei unterstützte Nationale Befreiungsfront (NLF) und deren erzwungene Akzeptanz ihrer Herrschaft in der gesamten Region, de facto die volle Kontrolle über den Großteil der Deeskalationszone erlangt.

Derzeit arbeitet die Führung der HTS daran ihren Zuwachs auf den Gebieten der Sicherheit und der Berichterstattung zu festigen. Laut Experten, liegt das Hauptinteresse von Joulani und seines inneren Kreises darauf zu einem unersetzlichen Partner der türkischen Regierung bezüglich der Situation in Idlib zu werden, wobei sich seine Herangehensweise bisher als praktikabel erwiesen hat.

Am 14. Januar hat der türkische Außenminister, Melvet Cavusoglu betont, daß die Türkei alles notwendige dafür tut, um den Frieden zu erhalten und einer Eskalation der Gewalt in der Deeskalationszone in Idlib vorzubeugen. Er hat sogar behauptet, daß die Deeskalationsvereinbarung in Idlib, trotz schwieriger Bedingungen, erfolgreich umgesetzt worden ist, und daß die syrische Regierung sowie die sie unterstützenden Länder dafür verantwortlich wären, wenn sich Idlib in ein “Terroristennest” verwandelt.

Cavasoglu hat jedoch irgendwie vergessen zu erwähnen, daß die international als Terrorgruppe angesehene Hayat Tahrir al-Sham von dem in der Zone in Idlib geschlossenen Waffenstillstandsabkommen ausgeschlossen und Ziel militärischer Aktionen ist, die im Rahmen des Abkommens erwartet worden sind. Allerdings wird jetzt klar, daß die Versuche der Türkei, den weiteren militärischen Erfolg der damaszenischen Regierung in Nordwest-Syrien zu verhindern, der Expansion von al-Qaida und al-Qaida ähnlichen Organisationen geschuldet ist.

Derweil ist die politische Führung der syrischen Kurden durch scharfe Worte des VS-Präsidenten, Donald Trump, erneut aufgefordert worden sich gegen die Türkei zur Wehr zu setzen, und hat angekündigt die Gespräche mit der syrischen Regierung vorläufig einzustellen.

Der offizielle Vertreter der syrischen Kurden in Moskau, Rshad Bienaf, hat gegenüber russischen Medien erklärt, daß der “Dialog” mit der syrischen Regierung zwar geführt worden, jedoch ergebnislos geblieben sei, da die Regierung in Damaskus nicht zu einer Verfassungsänderung zugunsten des von den Vereinigten Staaten in den nordöstlichen Gebieten Syriens errichteten so genannten “demokratischen Systems” bereit ist.

 Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-jan-15-2019-turkey-hayat-tahrir-al-sham-work-to-defend-syrian-revolution/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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