Syrien – Kriegsbericht vom 15. Mai 2018: Der palästinensisch-israelische Konflikt schürt die Syrien-Krise

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Am 14. Mai sind während der Demonstration gegen die Eröffnung der VS-Botschaft in Jerusalem, nahe des so genannten Sicherheitszauns, mindestens 59 Palästinenser getötet und 2.771 von israelischen Truppen verwundet worden.

Verschiedene Quellen widersprechen sich bei der Anzahl der Demonstrationsteilnehmer, jedoch stimmen alle darin überein, daß deren Anzahl an dem Sicherheitszaun und in dessen Nähe mindestens 35.000-40.000 Menschen umfaßt hat.

Der israelische Verteidigungsminister, Benjamin Netanyahu beschrieb das israelische Vorgehen als Selbstverteidigung gegen die Palästinenserbewegung, Hamas, die, laut seinen Worten, “beabsichtigt Israel zu zerstören und Tausende an den Grenzzaun schickt um diesen zu durchbrechen und so dieses Ziel zu erreichen.”

Erziehungsminister Naftali Bennet erzählte im israelischen Radio, daß die israelische Regierung jeden, der sich dem Zaun nähert, wie einen “Terroristen” behandeln wird.

VS-Präsident, Donald Trump, nannte den 14. Mai einen “großen Tag” für Israel, während der Sprecher des Weißen Hauses, Raj Shah, erklärt hat, daß die Hamas das israelische Vorgehen provoziert habe.

Wir weisen darauf hin, daß es seit der offiziellen Entscheidung von Präsident Trumps vom 6. Dezember 2017, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen, eine nicht endende Protestwelle gab. Seitdem haben sich die ohnehin komplizierten palästinensisch-israelischen Beziehungen weiterhin verschlechtert.

Die palästinensische Regierung hat die Gewalt vom 14. Mai als ein,  “von den israelischen Besatzungstruppen begangenes, schreckliches Massaker” verurteilt und die Internationale Gemeinschaft aufgefordert zu intervenieren, um die Gewalt zu beenden.

Das VS-israelische Vorgehen hat eine kalte Reaktion hervorgerufen. Der türkische Präsident, beispielsweise, hat Israel erneut als “Terrorstaat” bezeichnet, während der Sprecher des iranischen Parlaments, Ali Larijani, sagte, daß das israelische Verhalten nicht unbeantwortet bleiben werde.

Am 15. Mai ist eine neue Protestwelle in den palästinensischen Gebieten ausgebrochen. Die Proteste markieren den 70. Jahrestag der Nakba* (Tag der Katstrophe), bei der Gründung Israels.

Am 14. Mai sagte der Führer der Hisbollah, Sayyed Hassan Nasrallah, daß der Raketenangriff auf die israelisch besetzten Golanhöhen am 10. Mai den Beginn einer “völlig neuen Stufe” des Konflikts gekennzeichnet habe.

Nasrallah sagte, daß von syrischem Boden 55 Raketen auf israelische Ziele abgefeuert worden seien und riet Israel seine Angriffe zu beenden, da es anderenfalls brennende Vergeltung erleben werde. Außerdem hat er israelische Behauptungen über die Anzahl der Opfer und das Ausmaß der bei dem Gefecht vom 10. Mai entstandenen Schäden zurückgewiesen und sagte, daß Israel versuche sein Versagen durch solche Lügen zu verheimlichen.

Im Kessel von Rastan, im Norden von Homs, schreitet die Evakuierung von Milizen weiter voran. Am 14. Mai haben Milizen und deren Familien mit 122 Bussen die Region verlassen. Am 15. Mai, wird die nächste Gruppe abziehen.

Im Umland des Flüchtlingslagers Jarmuk, im Süden von Damaskus, haben die Syrisch Arabische Armee und ihre Verbündeten die Quds Moschee und sie umgebende Gebäude befreit

Dieser Vorstoß ist Teil einer umfangreicheren Operation der Regierungstruppen zur Zurückeroberung des westlichen Teils des Flüchtlingslagers Jarmuk von der Terrorgruppe sowie zur Verkürzung der Frontlinie in den westlichen und südlichen Teilen des Kessels.

Übersetzung: wunderhaft

Der mit einem * versehene Link wurde zusätzlich vom Übersetzer eingefügt

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